Das Brot-Topfback-Fieber ist ausgebrochen! Sandra backt seit September Topfbrote oder DOpf-Brote, wie sie sie nennt. Schelli hat kürzlich einen Vergleich gemacht – Brot im Topf gegen superduper Manz. Topfbrot hat gewonnen. Das musste Jutta als Manz-Besitzerin nachprüfen und hat für den World Bread Day ein Brot im Topf gebacken. Seitdem werden, wo man hinguckt, Brote im Topf gebacken. Teilweise werden sogar extra dafür gusseiserne Töpfe angeschafft. ;-)

So ein Topfbrot musste ich jetzt natürlich auch backen.

Landbrot im Topf gebacken - ein Kracher!

Einen gusseisernen Topf besitze ich. Ein ovales Modell von Kuhn Rikon bei mir Tüpfi genannt, in dem ich sonst Gulasch oder andere Eintöpfe schmore.

Landbrot im Topf gebacken - ein Kracher!

Der Vitrifeu – sein offizieller Name – hat ein Fassungsvermögen von 4 Litern. Da passt genau der Teig von unten rein, also ein Teig aus 1 kg Mehl, was ein grösseres Brot ergibt.

Landbrot im Topf gebacken - ein Kracher!

Und zwar ein Kracher-Brot, wie man sehen kann! Ich bin begeistert, so ein knuspriges Brot habe ich noch nie gebacken. Nah komme ich zwar ran mit der herkömmlichen Backofen-Methode, aber der Brotboden bleibt meistens etwas hell. Bei diesem Brot splittert auch die Kruste des Bodens.

Als Inspiration diente mir Sandras Landbrot. Wie ich schon bei meinem World Bread Day Brot geschrieben habe, kann ich mich nie an Rezepte halten. Folgendes ist also meine Variante und da ich auch Rezepte nicht richtig lesen kann, ist die Zubereitung ebenfalls anders. Ich habe nämlich nur die Zutatenliste des Rezeptes gelesen und schon alles zusammengeschmischt als ich sah, dass man eine Autolyse ohne Sauerteig und Hefe machen sollte. Ausserdem habe ich die Wassermenge etwas erhöht – 530 g Wasser erschienen mir etwas wenig – dafür die Hefe auf 10 g reduziert.

Der Transfer vom Gärkörbchen in den Topf ist mir nicht ganz gelungen. Der Schluss ist auf der Seite gelandet, daher habe ich den Teigling noch schnell oben eingeschnitten. Das hat zum Glück gut geklappt. Das Resultat sieht man ja erst nach 55 langen Minuten bzw. Backende, wenn man den Topfdeckel hebt. Apropos 55 Minuten, das war für mein Brot etwas zu lange. Ich habe es 7 Minuten vor Backende rausgenommen. Ich denke 45 Minuten bei 250 C reichen aus. Oder man reduziert die Hitze schrittweise alle 15 Minuten um 10 Grad.

Landbrot aus dem Topf

Landbrot aus dem Topf

Rezept reicht für: 1 grosses Brot (in einem gusseisernen Topf mit 4 L Fassungsvermögen gebacken)

Kracher-Brot mit krachender Kruste und saftiger Krume!

Zutaten

  • 600 g Weizenmehl
  • 150 g Weizenvollkornmehl
  • 100 g Roggenvollkornmehl
  • 100 g Dinkelmehl
  • 1/2 TL Zucker
  • 10 g frische Hefe
  • 95 g aktiver Roggensauerteig
  • 560 g Wasser
  • 20 g Zuckerrübensaftsirup
  • 20 g weiche Butter
  • 20 g Salz

Zubereitung

  1. Zucker und Hefe in 1 dl Wasser auflösen mit den restlichen Zutaten ausser Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben und auf Stufe 1 (von 4) 4 Minuten kneten.
  2. Salz dazugeben und weitere 8 Minuten auf Stufe 2 fertigkneten.
  3. Teig zugedeckt 90 Minuten gehen lassen, dabei insgesamt 2x nach je 30 Minuten falten.
  4. Teig oval formen und mit Schluss nach unten in einem Gärkörbchen 60 Minuten zugedeckt gehen lassen.
  5. Backofen und Vitrifeu mit Deckel auf 250 C aufheizen. Hat bei mir 20 Minuten gedauert.
  6. Deckel abnehmen, das Brot vorsichtig in den Topf gleiten lassen. Falls es schräg fällt, Oberseite einschneiden.
  7. Topf mit dem Deckel verschliessen und für 45 Minuten backen.
  8. Den Vitrifeu (Topf) aus dem Ofen holen, das Brot herausnehmen und auf einen Rost auskühlen lassen.
  9. Tipp: Einfetten des Topfes ist nicht nötig, das Brot flutscht nach dem Backen nur so aus dem Topf.

Inspiration: Landbrot von Sandra und Landbrot von Jutta

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Nun möchtet ihr sicher auch noch die Krume sehen?

Landbrot im Topf gebacken - ein Kracher!

Die ist ebenfalls perfekt geworden. Ich bin begeistert!

Eine Scheibe geht an Susans Yeastspotting.