Älplermagronen – Mutter der One-Pot-Pasta!

Dank Martha Steward ist die One-Pot-Pasta in aller Munde. Wer sie noch nicht kennt, da werden alle Zutaten in einen Topf gegeben und gekocht. Fertig ist das Pastagericht.

Wer hat’s erfunden?

Nichts Neues! Die Innerschweizer Älpler machen das schon seit die Teigwaren von Italien in die Schweiz gekommen sind, also schon länger! Und zwar in Form der beliebten Älplermagronen. Okay, könnte auch sein, dass eine italienische Mamma sie vorher erfunden hat, aber ganz bestimmt nicht Martha Steward.

Aelplermagronen

Älplermagrone ist ein deftiges Pastagericht, das typischerweise in einem Topf gekocht wird. Die meisten Alphütten sind spartanisch eingerichtet, da gibt keine grosse Auswahl an Töpfen und früher auch nur Feuer zum Kochen. Die Zubereitungsart in nur einem Topf hat also auch einen praktischen Hintergrund.

Mit Zutaten von der Alp

Die Zutaten für die währschaften Älpermagronen sind Magronen (Makkaroni), Kartoffeln, Käse, Rahm, gerösteten Zwiebeln und optional Speck. Dazu wird, wie auch bei den Appenzeller Chäshörnli, Apfelmus oder Apfelschnitze gereicht oder sogar untergemischt. Jetzt nicht die Nase rümpfen, das passt prima zu den Magronen! Wirklich!

Aelpermagronen

Die Kartoffeln wurden übrigens zum Strecken des Gerichtes genommen. Teigwaren waren früher teuer.

Älplermagronen

Älplermagronen

Rezept reicht für: 1 Person

Magronen, wie von der Innerschweizer Alp. ;-)

Zutaten

    Zwiebelschmelze

  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Scheibe Speck
  • Magronen

  • 1 kleine Kartoffel
  • 75 g Makkaroni
  • 50 ml Rahm
  • 150 ml Brühe
  • 4-5 EL geriebener Käse
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Apfelschnitze

  • 1 Apfel
  • etwas Zitronensaft
  • 1 EL Zucker
  • etwas Wasser

Zubereitung

  1. Apfel schälen, Gehäuse entfernen und in Schnitze schneiden. Sofort mit Zitronensaft beträufeln und zusammen mit dem Zucker und dem Wasser in einen kleinen Topf geben und zugedeckt weichdünsten. Dauert ca. 15 Minuten. Wer lieber Apfelmus möchte, kann die Schnitze nun pürieren. Schnitze oder Mus in ein Schälchen geben.
  2. Zwiebel in feine Ringe schneiden, Speck klein schneiden und in einer Bratpfanne goldbraun braten.
  3. Kartoffel schälen und 1 cm grosse Würfel schneiden, restliche Zutaten zugeben. Aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen oder so lange bis die Nudeln al dente sind und alle Flüssigkeit aufgesogen ist. Dabei ab und zu umrühren und falls nötig etwas Wasser zugeben. Am Schluss Käse untermischen und mit etwas Pfeffer würzen.
  4. Magronen auf einen Teller geben, Zwiebelschmelze darüber geben. Die Apfelschnitze separat dazu servieren.
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Y. mag ja leider keinen Käse, so habe ich nur eine Portion für den aktuellen Blog-Event CXX – Alpenküche – ausgerichtet von Kebo von kebohoming.blogspot.it – gekocht. Das Rezept kann aber einfach verdoppelt oder vervierfacht oder was auch immer werden.

Blog-Event CXX - Alpenkueche - featured


14 Gedanken zu „Älplermagronen – Mutter der One-Pot-Pasta!

  1. Ach, eure Schweizer Variante will ich auch schon ewig mal probieren, danke für die Erinnerung… in diesem merkwürdigen Sommer bietet sich sicherlich noch reichlich Gelegenheit für dieses etwas deftigere Gericht ;-)

  2. Hört sich sehr lecker an und ist genau das richtige, wenn jetzt demnächst die Phase der Schafskälte kommt ;-)
    One-Pot-Pasta mache ich schon relativ lange, bevor der Hype im Netz losging, ganz einfach deswegen, weil ich irgendwann dachte, Pasta mit Zutaten könnte man sicherlich auch nach Art des Risotto zubereiten. Und siehe da, es funktionierte …
    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

  3. Das ist genau das richtige für meine Solo-Tage in der Woche! Das klingt super lecker und mangels Makkaroni darf man sicher auch eine andere Pasta-Sorte verwenden. Kommt auf meine To-Do-Liste!

  4. Liebe Zorra darf ich dir kleine Tipps aus der Innerschweiz geben damit sie noch leckerer werden? :)
    Am besten nimmt man kürzere Magronen. Zuerst schneidet man viele Zwiebeln in kleine Würfel und brät sie in ganz viel Butter bis sie hellbraun sind. Danach müssen die Magronen kurz darin angeschwitzt werden. Jetzt kommen die Kartoffelwürfel und Bouillon (Brühe) dazu. Die Teigwaren müssen mit Flüssigkeit bedeckt sein. Kochen lassen bis alle Flüssigkeit aufgesaugt wurde (bei Bedarf noch nachgiessen) und die gewünschte Konsistenz erreicht, es sollte wenig mehr als al dente sein. Jetzt mit Rahm und geriebenem Alpkäse vermischen und geniessen. Optional können noch geröstete knusprige Zwiebeln darüber gestreut werden und natürlich gehört Apfelmus dazu. Bitte nicht mit Pfeffer würzen und auch Speck gehört bei uns in Obwalden nicht dazu. :) Hoffentlich schmeckt es euch!

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