Blog-Event LXXXIII – Das Elsass

Regionale Küche ist in aller Munde. Gut so. Ich möchte heute dazu einladen, einer ganz besonderen Region Aufmerksamkeit zu schenken: Dem Elsass. Die Elsässer sind bekanntlich Grenzgänger: Die deutsch-französische Geschichte, vor allem während Kriegszeiten, hat den pfälzisch-elsässisch-bayrischen Grenzverlauf mal hierhin verlegt, mal dorthin verworfen, dann wieder retour und die Leute hier haben es schlucken müssen, heute Deutsch zu reden und morgen Französisch zu parlieren. Ihre Sprache setzt also noch eins auf die Pfälzische Mundart drauf – jene wird zum einen um die alemannische Komponente erweitert, bekommt andererseits reichlich französische Couleur – Tricouleur sozusagen. Und selbstredend sind sie genauso individuell wie ihr Dialekt, die Elsässer.
Blog-Event LXXXIII - Das Elsass (Einsendeschluss 15. Januar 2013)

Entsprechend verhält es sich mit der Elsässer Kochkultur, der ebenfalls dieses historische Spannungsfeld zu Grunde liegt und ihr die typische Delikatesse verleiht. Die Küche des Elsass kombiniert bäuerlich-deftige Einfachheit mit der Haute Cuisine Frankreichs, und beides wiederum mit dem allgegenwärtigen Wein: Riesling, Edelzwicker, Silvaner oder Pinot Noir vom Fuße der Nordvogesen. Womit wir endgültig beim kulinarischen Aspekt dieses liebenswerten und überaus originellen Landstrichs angekommen wären und damit beim Motto meiner Einladung. Ich selbst lebe als Deutsche in meiner elsässischen Wahl-Heimat Wissembourg, einem Kleinstädtchen direkt an der Grenze zum Bad Bergzaberner Land, in dem wiederum meine berufliche Heimat liegt. So bin ich täglich „hüben wie drüben“ unterwegs und habe dabei immerzu meine Freude im Beobachten der Gemeinsamkeiten – und der feinen Unterschiede.

Wer kennt Elsässische Rezepte? Ob klassisch oder wagemutig, her mit euren raffinierten Varianten von Bäckeoffe, Flammeküche und Choucroute. Wer verwandelt derben Münsterkäse über Grumbeere in dieses wunderbar milde Ofengericht, dem man zur Glückseligkeit der Gäste jeder Ferme Auberge nur noch einen Klecks Bibeleskäs und einen „Pfiff“ Vin d’Alsace hinzufügen muss…

Ich schenke mir derweil schon mal ein Glas Crémant ein und trinke ein Dankes-Schlückchen auf Zorra.

Blog-Event LXXXIII - Das Elsass (Einsendeschluss 15. Januar 2013)

Vielen Dank, liebe Zorra, dass ich bei Dir Gastgeberin sein darf. Und nun bin ich gespannt auf Eure deutsch-französischen Kulinartrips aus dem Wunderland für Genießer zwischen Französischer und Deutscher Weinstraße.

Eure Sabine von Bonjour Alsace

Teilnahmebedingungen
Einsendeschluss ist der 15. Januar 2013, 23:59 Uhr. Maximal zwei Beiträge pro Blog. Bitte neue Rezepte und keine aus dem Archiv. Den Link zu diesem Beitrag und zur Gastgeberin nicht vergessen! Wer keinen Blog hat, aber trotzdem mitmachen möchte, schickt sein Rezept und die Fotos an meine e-mail adresse (zu finden im blog). Wer das erste Mal teilnimmt oder länger nicht dabei war, bitte die neu überarbeitete FAQs durchlesen.

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Eine Übersicht und Rezepte aller Blog-Events findet man hier.


107 Gedanken zu „Blog-Event LXXXIII – Das Elsass

  1. Ein interessantes Thema. Ich wohne ja auch direkt an der Grenze zum Elsass im Dreiländereck. Während meines Studiums in Gegenbach habe ich sehr gerne den süssen Flammenkuchen mit Äpfel gegessen. Mal schauen, ob ich dafür ein Rezept finde ;-)

  2. Bei diesem Thema werde ich mich aber sputen endlich mal mitzumachen. Und die vielen Bücher die ich von dieser Küche, die ich sehr mag, habe werden mir bestimmt ein schönes Rezept liefern, damit ich hier dabei bin. Tolle Idee und liebe Grüße Ingrid

  3. Da kommt mir gleich eine Idee für einen meiner Lieblingskuchen…. den vielleicht nicht jeder gleich mit dem Elsaß verbindet…. es sind immer besondere Fest-Tage, die Ausflugs-Tage ins Elsaß, leider selten geworden, – immer ist das Auto voll mit den köstlichsten sachen- selbst die TK-Pizza schmeckt um Längen besser als alles was wir hier so kriegen. Jetzt hör ich aber auf, ein wenig was sollte ich mir auch noch für meinen Blog-Beitrag aufheben. Danke!

  4. Ich mag das Elsass sehr, nicht zuletzt natürlich auch wegen seiner unvergleichlichen kulinarischen Genüsse. Ich freue mich riesig auf die ganzen Rezepte, die hier zusammen kommen werden… :-)

  5. Ein Elsass-Blog-Event! Toll! Mal sehen, was mir dazu einfällt. Und ich freue mich schon, all die tollen Rezepte zu lesen, die hier zusammenkommen werden.

  6. Hoffentlich schaffe ich es, endlich mal wieder an einem Event teilzunehmen. Das Thema gefällt mir wirklich außerordentlich gut. Auch wenn ich lieber ins Elsass fahre, um dort zu essen, als selber elsässisch zu kochen ;)

  7. Ich habe NULL Ahnung von der elsässischen Küche. Mein einziger Bezug war bisher Sabines Blog :-)) Ich werde mich mal mit Lea Linster besprechen, und Sabine zuliebe mein Bestes geben!

  8. REPLY:
    Oh, ja, liebe Mel, frage doch mal bei Madame Linster, sie ist zwar Luxembourgerin, aber sie hat sicherlich etwas in ihrem Repertoire. Es wäre mir eine große, eine rieeesengroße Ehre, wenn Du extra meinetwegen etwas elsässisches zaubern würdest.

  9. Wieder ein schönes Thema, bei dem ich gern mitmache. Da kommen sicher viele leckere elsässische Rezepte zusammen…

  10. REPLY:
    Liebe Sybille, über dieses Rezept freue ich mich ganz besonders und starte damit einen Neuversuch. Vor vielen Jahren, als wir ins Elsass zogen, hat mich unsere liebe Nachbarin mit den elsässischen Bräuchen vertraut gemacht und damit, dass man – vor allem sonntags – für einen Gast einen Kougelhopf zu backen habe. Ich habe das von ihr probiert zu lernen, ich habe alleine probiert (oh weh) und irgendwann, nach vielen missglückten Versuchen, dachte ich, dass ich jetzt soweit bin, ihr mal ein Stück zum Probieren rüber zu bringen. Sie nahm’s, kaute, kaute lange… schaute mich an und meinte dann tröstend: „Man schmeckts, dass Du gute Zutaten verwendet hast“

    Nach dieser Erfahrung gab es keinen mehr von mir gebackenen, doch mit Deinem Rezept werde ich einen Neuversuch starten.

    Vielen Dank für’s Mitmachen.

  11. REPLY:
    Liebes Wildes Huhn, ich bin mir dieser Ehre sehr wohl bewusst und bin gerührt, dass Du für mich den Backlöffel schwingst. Sogar noch mit einer süßen und einer herzhaften Version setzt Du Deine Küche in ein Schlachtfeld. Ein ganz ganz großes Dankeschön für diese beiden wunderschönen Kougelhupfe.

  12. REPLY:
    Rezepte mit Sauerkraut mag ich sehr gerne und mit Käse gratiniert kannte ich das bisher noch nicht – wird ausprobiert, zumal es offensichtlich ein schnelles Gericht ist. Vielen Dank für’s Mitmachen.

  13. REPLY:
    und dazu gerne ein Gläschen rosa Crémant von der Domaine J.L. Schwartz aus Itterswiller. Genialer Stoff!

  14. REPLY:
    Ein sehr schönes, elsässisches Rezept, das ich bisher nur mit größeren Stücken von confierten Mägen kannte, so in feine Streifen geschnitten, schaut das richtig edel aus. Bei uns gibt es übrigens eher die gésiers de Canard confits, d.h. konfierte Entenmägen.
    Vielen Dank für’s Mitmachen

  15. REPLY:
    Es ist schön, dass Du es geschafft hast, die Tarte Flambée mit Apfel für unser Event zu backen. In den traditionellen Flamkuchen-Restaurants hier gibt es sie auch häufig in dieser Variante, wobei am Schluss noch mit Calvados flambiert wird. Danke für’s Mitmachen.

  16. Meine Schwester lebte 3 Jahre in Nancy, aus dieser Zeit erinnere ich mich an ein tolles Rezept. Allerdings ist Nancy ja in Lothringen. Ist das noch erlaubt? Vielleicht ist dieser klassische Salat, den ich vorstellen möchte, auch im Elsaß bekannt?? Liebe Grüße und ein frohes neues Jahr wünscht Bianca!

  17. REPLY:
    Eine ausgezeichnete Idee für einen Flammkuchen, das werde ich sicherlich ausprobieren. Ich kann mich nicht erinnern, diese Variante mal in einem elsässischen Restaurant gesehen zu haben, wobei es ja doch so naheliegend ist. Vielen Dank fürs Mitmachen, liebe Ninive.

  18. REPLY:
    ich hab mich extra bei Tante google schlau gemacht, und hab tatsächlich ein paar Referenzen gefunden für Flammkuchen mit Sauerkraut- allerdings auf die Garnelen würde ein echter Elsässer wohl verzichten….

  19. REPLY:
    die kombination aus herzhaftem mariniertem käse, zwiebeln und grünem pfeffer erinnert mich total an elsässische küche. ich kann mich nicht mehr erinnern woher das rezept kam, weil ich diesen salat bereits seit jahren immer im herbst und winter zubereite. was meint ihr, geht das als elsässisch durch: http://foodiesgarden.net/?p=2562

  20. REPLY:
    Das geht garantiert als elsässisch durch, liebe Norma. Auch wenn der grüne Pfeffer nicht gerade typisch elsässisch ist, wird das durch den Munster wieder ausgeglichen. Vielen Dank für’s Mitmachen.

  21. REPLY:
    Liebe Sandra, offensichtlich gibt es vom Kougelhopf so viele unterschiedliche Schreibweisen wie Rezepte. Ganz egal wie: Ich freue mich über Dein sehr gelungenes Exemplar und danke Dir für’s Mitmachen bei unserem Blogevent.

  22. Das Elsass, seine Küche und die Rezepte: ein herrlich erschöpfendes Thema. Ich bin gerne unterwegs, in den kleinen, liebevoll gepflegten Städtchen entlang des „Väterchens der Flüsse“.

    Mit einer kräftigen „Mousseline de poissons fumés“ möchte ich mich gerne an diesem Event beteiligen, zwar nicht unbedingt Flammkuchen oder choucroute, aber trotzdem ein klassisches Rezept aus dem Elsass.

    http://www.abenteuerkochen.com/2013/01/mousseline-de-poissons-fumes-terrine.html

  23. REPLY:
    Lieber Beni, ich freue mich ganz besonders, dass Du ausgerechnet beim Thema Elsass Dich zum ersten Mal an einem Blog-Event beteiligst – und dann auch noch gleich mit dieser köstlichen Terrine. Vielen Dank für’s Mitmachen.

  24. Ach, wie schade, Sabine, diesmal schaffe ich es aber leider zeitlich nicht, bei Deinem Event mitzumachen. Dabei ist das Elsaß so eine Fundgrube an herzhafter, wunderbarer Küche (und Wein!!). Trotzdem wirst Du sicher jede Menge toller Beiträge sammeln, wenn ich mir hier so die Kommentare anschaue :)

  25. REPLY:
    Liebe Sabine ich freue mich so, endlich habe ich es geschafft hier dabei zu sein bei Zorra im „Kochtopf “ und Dir als Gastgeberin und das mit einen Rezept aus Deiner Wahlheimat, wie ich das mag……. Etwas auf den letzten „Drücker“ aber es hat geklappt. Hoffentlich gefällt`s das Rezept hier: Liebe Grüße Ingrid

  26. REPLY:
    Liebe Zorra, es hat lange gedauert, bis Du mir endlich geglaubt hast, dass ich keinen süßen Zahn habe ;-) Dafür bäckst Du jetzt extra für mich diese Zwiebeltarte für Herzhafte… vielen lieben Dank dafür!

  27. REPLY:
    Diese Elsässer Kartoffeltürmchen schmecken sicherlich köstlich, vor allem mit Munsterkäse. Diejenigen, die ihn (den Käse) nicht riechen mögen, bekommen einfach eine Wäscheklammer für die Nase ;-) Vielen Dank für’s Mitmachen.

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