Blog-Event XXXII - Aphrodisische Gaumenfreuden

Aphrodisische Gaumenfreuden waren das Thema und ich freue mich, dass es so positiv aufgenommen wurde. Immer wieder habt Ihr betont, dass Essen an sich schon etwas sinnliches ist und eine funktionierende Beziehung ohne Hilfsmittel auskommt. Richtig! Ich finde, es schadet trotzdem nicht, sich ab und zu Gedanken über die Liebe zu machen und bewusst zu genießen.

Allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen einen herzlichen Dank für die verführerischen Kreationen, mit denen Ihr uns (und vielleicht auch jemand anderen) erfreut habt!

Die Beiträge habe ich in der Reihenfolge ihres Eingangs zusammengestellt. Nehmt Euch bitte Zeit, surft auf die verlinkten Seiten, genießt die kulinarischen und visuellen Gaumenreize, holt Euch Anregungen und überlegt, was Euch am besten gefällt.

Leider hat jeder nur eine Stimme: Also – Welcher Beitrag hat das Thema am interessantesten aufgegriffen, welcher klang am delikatesten, welcher sah am sinnlichsten aus, welcher würde Euren Gaumen betören, welcher hat Euch am meisten erfreut?

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Den Auftakt macht Robert von lamiacucina mit seinen Fiori d’amore. Er gewährt dem Kunstliebhaber einen unverhüllten Blick auf seine schamesrot erstandene und an der Zensur vorbeigeschmuggelte Venus von Mozzarella und präsentiert uns als Vorspeise Venusblumen aus Büffelmozzarella, Peperoni und Zucchini.

Femnerd von Rants of a Female Nerd präsentiert uns Kartoffelecken mit zweierlei Dip. Scharfe Tomatensalsa und Avocadocreme sind aufgrund ihres nicht so süßen Geschmacks, wie Femnerd schreibt, auch sehr gut geeignet, wenn man dem Event-Thema entsprechend nicht nur vom Teller essen möchte… ;-)

Die beiden RezkonvSuite Köche Ilka und Ulli stellen fest, dass sowohl Absinth als auch Küsschen aphrodisierend wirken und präsentieren uns folgerichtig Absinth-Küsschen. Zumindest dem Absinth sind die beiden nicht verfallen, eine aphrodisische Wirkung konnte aber auch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Neu dabei ist Blogkoch Nicole mit ihrem Thunfischsteak Asian Fusion. Der Fisch wird asiatisch-aphrodisisch mariniert und auf einem Bett aus Kartoffelschnee mit Wasabipaste serviert. Über die Wirkung verrät Nicole uns noch, dass das Essen im Dunkeln stattfand, mehr nicht…

Katia von Bolli’s Kitchen serviert uns Pastilla, ein orientalisches Traditionsgericht, das für Harem und Vielweiberei verantwortlich sein könnte. Bei den aphrodisischen Zutaten wäre das zumindest kein Wunder. Falls es je nicht funktioniert, der Trost “dann hat man halt einfach gut gegessen.”

Bei den appetitlichen Bombones de fresa, die tartasacher von mil postres uns präsentiert, kann man sich so richtig vorstellen, wie sich die in Schokolade getauchten Erdbeeren im Mund anfühlen. Der Beitrag ist auf Spanisch, aber das Foto sagt eigentlich alles. Dazu, wie empfohlen, eine Flasche gut gekühlten spanischen Cava.

Franz von einfach köstlich richtet mit viel Liebe eine Heilbuttmousse an, die er nicht ganz ohne Hintergedanken bei diesem Event einreicht. Die Mousse hat er herzförmig in einem Bett aus Salaten angerichtet. Wer braucht da noch ein Spray zur Steigerung der Libido oder eine Pille für die Lust, wenn er eine Heilbuttmousse vernaschen kann?

Lavaterra hat sich über das zum Frühling passende Thema gefreut und sich zu einem Salat aus Avocado, Erdbeeren, Champignon und Chili inspirieren lassen. Farbenfroh, anregend, ein wunderschönes Foto, 2 Gläser stehen daneben – da kann man wirklich nur genießen und der Phantasie freien Lauf lassen.

Mipi von Man kann’s essen! liefert mit seinem Karotten-Ingwer-Pesto eine kulinarische Vereinigung Italiens und Asiens. Die Zutaten und die schöne Darstellung des Frühlings-Pestos sind definitiv aphrodisisch – fragt sich nur, was es damit auf sich hat, dass das Rezept für 6 Personen ausgelegt ist?! ;-)

Passend zum Hochzeitstag gab es bei Rike von genial-lecker eine exotische Kombination aus Zander, Blutwurstrisotto und Bananen-Chili-Chutney. Die Zusammenstellung klingt gewöhnungsbedürftig und spannend. Rike gibt den für alles erotische entscheidenden Tipp “wer wagt, der gewinnt” und empfiehlt das Nachkochen.

Im Hause Chili und Ciabatta wurde Petra spontan vom Event-Thema übermannt und präsentiert ihre (?!) heißen Schenkel: Am Anfang noch etwas blass und verschämt, geraten die geschmorten Entenkeulen in Tamarindensauce aber schnell in Wallung und werden mit aphrodisischen Gewürzen versehen auf ein Bett gelegt.

Ursula von Kochfun wohnt in einer Spargelgegend und kredenzt frische Spargel mit Pfannkuchen und einer Orangen-Hollandaise zu einem guten Glas französischen Weißwein als aphrodisierendes Abendessen. Etwas verwirrt hat mich nur, dass gleich 3 Männer erwähnt werden…

Schnuppschnüss Jutta wurde durch das Thema so inspiriert, dass ein komplettes aphrodisierenden Menü mit vier Akten entstand. Gebloggt wurde über 5 Tage, dabei wurde, “so wie es sich gehört”, ganz langsam losgelegt und dann die Spannung gesteigert. Das Dessert, die Charlotte der Liebenden, darf als Höhepunkt am Event teilnehmen.

Sus vom CorumBlog mag Arischocken, weil diese immer so hübsch lila und wuschelig blühen. Außerdem haben sie den Ruf eines ausgezeichneten Aphrodisiakums, dürfen deshalb bei diesem Event nicht fehlen und passen zudem wunderbar auf ihre leckere Gefüllte Pizza mit Artischocken.

Wolf von Hausmannskost 2.0 informiert uns über den Traum aller Männer und den größten Experten auf diesem Gebiet, den italienischen Praktiker Giacomo Casanova. Sein Rezept, 8 rohe Eier austrinken, wird hier leicht modifiziert zu einer wunderbaren Zabaione mit Marsala, die auch jede Dame dahin schmelzen lässt.

Petra ist gleich ihr Hexenkochbuch eingefallen, in dem sich ein ganzes Kapitel dem “Liebeszauber” widmet. Daraus wurde im Hause Brot und Rosen schon häufiger gekocht. Partnerprobleme gibt es keine – also ist vielleicht doch was dran?! Die Familienrunde und wir werden jedenfalls mit einer wundervollen Insalata dell’amore verwöhnt.

Kulinaria Katastrophalia kredenzt Knoblauch, Olivenöl, Salz und Brot, geröstet, zärtliche Umkosungen und wilde Sehnsucht. Fast noch wortgewaltiger als gewohnt, durch die bislang ungeahnte aphrodisische Wirkung der Knoblauchbrote offensichtlich zu neuen Höhen der Genüsslichkeit getragen: Prosa pur – oder besser: verwegen!

Crazy Cook Werner stellt mit Kochsinn fest, dass Liebe sowieso durch den Magen geht. Daher serviert er uns uns eine aphrodisische Apfelterrine, die die drei Aphrodisiaka Apfel, Zimt und Alkohol verbindet und zudem durch Konsistenz und cremig-sahnigen Geschmack Aphrodite geweiht sein könnte.

Im Café da Nysa kredenzt Marlise ein wunderschönes Vanille-Ingwer-Mousse auf einem Erdbeerspiegel. Sie kombiniert darin die aphrodisischen Zutaten Ingwer und Vanille und dekoriert ein weißes Herz auf rotem Erdbeerpüree. Ob es Wirkung zeigt oder nicht bleibt ihr Geheimnis. Soviel wird verraten: Geschmeckt hat es.

Gepfefferte Erdbeeren gibt es in Chaosqueen’s Kitchen. Dafür werden Erdbeeren mit Portwein, Butter und Zucker karamellisiert und mit einem ganzen Teelöffel schwarzem Pfeffer bestreut. Das Rezept stammt aus einem Buch mit dem Titel Rezepte für Lust & Liebe und soll die Liebe feurig und süß machen. Chaosqueen und wir sind gespannt!

Jan von Jans Küchenleben backt frivole Schoko-Cookie-Sutra-Kekse. Dafür verwendet er spezielle Ausstecher nach Motiven des Kamasutra! Jans recht herbe Schokokekse mit -ähm- eindeutigen Stellungen sind definitiv nur für Erwachsene geeignet. Er wünscht uns viel Spaß beim Nachbacken und Vernaschen.

Bei mir auf Barbaras Spielwiese gab es drei Sorten aphrodisische Pralinés: Venus Nipples mit Amarena-Kirschen, scharfe Liebeskugeln und weiße Rosen-Amaretti-Küsschen. Zutaten waren u.a. Rosenöl, Chili, Vanille, Marzipan, Kirschen und natürlich viel Schokolade.

Aus der low budget-Küche kommen Liebeskugeln: Schokoladen-Beignets mit einem Herz aus Sahnetrüffel. Von der Hedonistin lernen wir, dass Menschen einst Kugeln waren: Durch den Zorn der Götter getrennt, vereinigen sich wiedergefundene Hälften zu einem Doppelwesen, das nach dem Genuss dieses Desserts fröhlich rumkugeln kann.

Ana von las recetas de mamá hat kürzlich wieder im Buch Afrodita von Isabel Allende geblättert und kurzerhand die Peras borrachas daraus zubereitet. Dieses köstliche Dessert lässt nicht nur Tante Teresa schamlos kokettieren.

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Außer Konkurrenz gibt es folgende Genüsse:

Allgemeine Gedanken zum Thema Anregendes, Aphrodisierendes, Lustvolles Essen macht sich KPBaumgardt von Wunschgewicht mit Fressnet-Diät. Themen sind Vorfreude, Ambiente und Ideen für ein neungängiges Menü mit Selleriesüppchen, Spargel und einem Dessert aus Quark und Schokolade.

Rike von genial-lecker war vom Blogevent so begeistert, dass ein zweites Mal aphrodisisch gekocht wurde: Ihr Huhn an scharfer Schokosauce kombinierte Chilischoten mit sündiger Schokolade und einem unschuldigen Hühnchen, bei dem nur die Schenkel interessierten.

Die weiteren Akte des aphrodisischen Schauspiels von Schnuppschnüss Jutta finden sich hier: Prolog, Akt I: Jakobsmuscheln mit Kapern-Sultaninen-Sauce, Akt II: Kalbsmedaillons mit Spargel und mit ohne Bärlauchpesto und Akt IV: Der Tragödie letzter Teil. Das Schauspiel sollte man in der richtigen Reihenfolge genießen.

Zorra kochte ein aphrodisisches Menü. Schönste Thai-Küche: Scharf, würzig, süß. Prosecco mit Erdbeeren, Garnelen-Spiesse mit scharfem Dip, erotisierender Spargel und liebeskraftstärkende Bourbon Vanille-Glace. Aphrodisische Zutaten und die interessante Darbietung des Hauptgerichts machten alle zumindest satt und zufrieden.

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Blog-Event XXXIII – Aphrodisische Gaumenfreuden
Die Abstimmung läuft bis Freitag, 18. April 2008, 22 Uhr. Bis dahin sind auch noch Korrekturen der bereits abgegebenen Stimme möglich.

Welche aphrodisische Gaumenfreude hat Euch am besten gefallen?

9.09% (3 votes)
Fiori d’amore von lamiacucina

0% (0 votes)
Kartoffelecken mit zweierlei Dip von Rants of a Female Nerd

3.03% (1 vote)
Absinth-Küsschen von RezkonvSuite

0% (0 votes)
Thunfischsteak Asian Fusion von Blogkoch

6.06% (2 votes)
Pastilla von Bolli’s Kitchen

0% (0 votes)
Bombones de fresa von mil postres

3.03% (1 vote)
Heilbuttmousse von einfach köstlich

0% (0 votes)
Salat aus Avocado uns Erdbeeren von Lavaterra

3.03% (1 vote)
Karotten-Ingwer-Pesto von Man kann’s essen

6.06% (2 votes)
Zander, Blutwurstrisotto und Bananen-Chili-Chutney von genial-lecker

6.06% (2 votes)
Entenkeulen in Tamarindensauce von Chili und Ciabatta

12.12% (4 votes)
Spargel mit Pfannkuchen und einer Orangen-Hollandaise von Kochfun

9.09% (3 votes)
Charlotte der Liebenden von Schnuppschnüss

6.06% (2 votes)
Gefüllte Pizza mit Artischocken von CorumBlog

0% (0 votes)
Zabaione mit Marsala von Hausmannskost

0% (0 votes)
Insalata dell’amore von Brot und Rosen

0% (0 votes)
Knoblauch, Olivenöl, Salz und Brot von Kulinaria Katastrophalia

3.03% (1 vote)
Apfelterrine von Kochsinn

9.09% (3 votes)
Vanille-Ingwer-Mousse auf einem Erdbeerspiegel von Café da Nysa

3.03% (1 vote)
Gepfefferte Erdbeeren von Chaosqueen’s Kitchen

3.03% (1 vote)
Schoko-Cookie-Sutra-Kekse von Jans Küchenleben

6.06% (2 votes)
Aphrodisische Pralinés von Barbaras Spielwiese

12.12% (4 votes)
Liebeskugeln von Low budget-Küche

0% (0 votes)
Peras borrachas von Las recetas de mamá

Total: 100% (33 votes)

Created by Barbara-Spielwiese on 16. Apr, 01:26.
This poll was closed on 18. Apr, 22:04.