Der Blogevent Fusions-Küche stellte so manche Foodblogs vor eine schwere Herausforderung, die aber gekonnt gemeistert zu werden wusste und eine Vielzahl von allerleckersten Fusionskünsten hervorbrachte, von denen einige sogar spezielle Zielgruppen ansprachen. Eine deutliche Hinwendung zu Olivenöl war ebenfalls bemerkbar. Warum allerdings niemand Bacalhau mit Jägersauce servierte wird auf ewig ein Geheimnis bleiben ;-)

Blog-Event XXXVIII - Fusions-Küche

Vielen Dank noch an Zorra für die Fusionsbanner und nun viel Spaß mit der Zusammenfassung.

Der erste Beitrag, den Houdini beisteuerte,wartete gleich mit schweizerischer Fleischvogel-Tradition auf und vereinte beste Kost u.a. mit Kokoscreme, Maiskölbchen und unverzichtbarer scharfer Currypaste zu Thai Surf and Turf Curry mit Fleischvögeln und Prawns an dekorativer Blume und das nach perfekterweise geschaffter Überwindung von Holzstückchenwidrigkeiten beim Bratvorgang.

Der rasche zweite Beitrag, von Kochsinn, kombiniert aus bestem österreichischen Strudelteig und feiner Polenta aus Italien, fügt sich, überaus inspiriert aus traditionellen Sommer-Winter-Wanderbewegungen zwischen den beiden die Bestandteile liefernden Ländern, zu einer gerollten Fusion – einem delikaten Polentastrudel zusammen. Bald wird diese Speise auf den Märkten als die wahre österreichisch-italienische Spezialität angeboten.

Keine 48 Minuten später servierte Weiden bereits eine weitere kontinentübergreifende leckere, scharfe und knusprige Spezialität – idealerweise aus argentinischen Empanada und türkischem Yufka-Teig zu fertigen. Die ebenfalls gerollte anschauliche Fusion mit Paprika, Zwiebeln, grünen Oliven und Hackfleisch eignet sich vorzüglich für Argentina-meets-Turkiye-Grillabende-Grillabende.

Dass sich für Fusionen auch chinesische Quadrate bestens eignen, stellte Mlle Différentielle mit Wok und neuem Herd fest und wusste, das Einweihungsgericht asiatisch zuzubereiten und mit Kirschtomaten, Olivenöl und Kräuternmischung zu würzen – womit sie unschlagbare Mediterran-gebratene Nudeln hervorzuzaubern wusste, die nachschaulich zuvor aus Weizen gefertigt wurden.

Ob das Schweizer Nationalheiligtum überhaupt für einen Fusionsküchenevent angetastet werden durfte, führte bei Lamiacucina nicht nur zu Diskussionen, sondern auch zu einer mit Knoblauch, Ingwer, Koriander und Curry versehenen Crossover-Rösti Version, die dekorativ mit Wasabi-Spiegelei als bemerkenswert gut erschmeckbare Köstlichkeit zu munden wusste. Heimlich wird das jetzt jeden Tag gemacht.

Schwer beeinflusst von schon fusionstraditionsträchtigen Varianten hatten Genussmousse die perfekt mundende Idee eine südtirolerische aus Steinpilzen gefertigte schaumige Pilzsauce, italienischen Rohschinken aus Parma sowie Blätterteig und Kartoffeln zu einem Erdäpfelstrudel auf Pilzsahne mit Prosciutto-Chips zuzubereiten, der sich überaus schicklich betrachten lässt und einfach nur noch Guten Appetit! wünschen lässt.

Das kulinarische Zusammentreffen im Hause Bolli war ganz die ersten Einwände beiseiteschiebend dann eine gelungene Wahl, die auch namentliche Fusion deutsch-französisches Hachis parmentier franco-allemand gekonnt in Szene setzte und dank takräftiger Unterstützung famosen Ochsenschwanz in kartoffeligen Träumen überbacken mit wunderbaren Käse zusammen zu leckerem europäischem Crossover servierte, kaum zu glauben, dass da noch was übrig blieb.

Mit Spanischem Manchego-Käse, einer Zwiebel unbekannter Herkunft und Sobrasada aus Mallorca war Zorra kreativ und zauberte samt einer Kartoffel, Mini-Penne und Olivenöl ein Fusions-Rösti, welches nicht nur supergut geschmeckt hat, sondern auch das Heimweh nach den urigen Schweizer Bergenhütten wo bekanntermaßen Rösti tagtäglich serviert wird, im Nu vergessen ließ.

Ganz den streuseligen Träumen widmeten sich Spülkönig & Kitchenqueen und die im Mittelpunkt des Geschehens stehende östliche Nashi-Birne aus China stammend blühte im westlicher Nachspeisentradition richtig auf und heiße Begehrlichkeiten wurde Zartschmelzendes mit Ingwer und Grünem Tee als die richtige Komponente zur Seite gestellt, um selbstgemachten Genuss als Nashi-Crumble mit Ingwer-Eis in die Höhen des Dessert-Himmels zu heben.

Dem Lieblingsmitbringsel kulinarischer Art eine Hommage bringend nahm sich kochen375 der Vietnamesischen Frühlingsrolle an, die mit seit Tagen im Kopf herumgeisternder fränkischer Bratwurst und Kartoffel zu einer exotischen Erscheinung wurde. Die eigens gefertigte süchtig machende Erdnusssauce vereinigte dann neben Kokosmilch, süßer Soja- und Fisch-Soße auch Tamarindenmark. Und die süße Variante der Frühlingsrolle mit Bratwurst steht spannenderweise noch an.

Dass eine Quiche gewürzt mit Kardamom, Kreuzkümmel, Zimt und Kurkuma nicht nur richtig gut aussieht, sondern auch mundet stellte Zaira unter Beweis und wusste auf den Teig in etwas Öl gebratenes delikates Huhn mit Petersilie und den vier Gewürzen zu betten und Mandeln und Käse unter einer schönen Sahne-Ei-Sauce hinzuzufügen; heiß serviert und nach Bedarf mit Zimt bestreut ergänzt sich alles wunderbar zu Quiche de pollo con Almendras a las Cuatro Especias.

Die Kombination von karamellisierten Mango- und Hokkaido-Kürbis-Streifen in Weißwein fusioniert auf schönste Weise mit dem dazu gereichten asiatischen Thun, der zarte Geschmacksnuancen anschaulich erwarten lässt. Dazu tragen Erdäpfel und ein Hauch Knoblauch bei, um sich Steak vom Gelbflossenthunfisch auf Kürbis-Mango Gemüse mit Petersilienkartoffeln gebraten in Olivenöl von Fabian von der Huettenhilfe servieren zu lassen.

Die mehrfache Fusion einmal um den Globus präsentiert schließlich Femnerd, die feurige Zutaten wie Paprika, getrockneten und grob gemahlenen Chilischoten zu Hackfleisch-Knäckebrot vermischt wobei Milch zur Milderung nicht vergessen wird. Gebraten in Olivenöl fügen sich die schmackhaften Meatballs zu der mit Kräutern und Honig aus einer leichten Gemüsebrühe gefertigten roten Sauce. Da dürfen asiatische Nudeln nicht fehlen für famos leckere Spaghetti mit Tex-Mex-Meatballs.

Für ein Kürbisrisotto mit Thai-Aromen legt sich Foodfreak ins Zeug und liefert mit thailändischen Gewürzen zu italienischen Reiskörnern ein köstliches Zusammenspiel, welches auch für diese Speise sonst nicht favorisierende Freunde geeignet ist. Zitronengras und Chili passen aber auch wunderbar zu Curry, Ingwer und Zwiebeln, Kokosmilch, Minze und Koriander.

Der feinen Dessertkunst verschrieben hat Hedonistin eine Okzident und Orient verbindende Komposition in Szene gesetzt. Rote Feigen versehen mit Rosensirup in auf Grund mangelnder Mengenangaben frei inspirierter nach Anis duftender Soufflee-Fertigkeit. Reduzierte Zuckermengen machen die in Rosensirup gebackenen Feigen an Biskottenkoch dann zu einer leichten Wahl.

Der sauergespritzte hessische Apfelwein im CorumBlog gehört zwar nicht direkt zum Rezept für Spaghetti mit asiatischer Tomatensauce, aber die Kokosstücke mit der Tomate, den Champignons und angebratenen Schnitzelstreifen zu Sesamöl samt Zitronengras und Zitronenblättern und der scharfen Currypaste vertrugen zum asiatischen Einschlag das kühlende Element ersichtlich gut.

Wie dicht die Provence und Asien beieinanderliegen kann bei Kraut & Kekse anschaulich bewundert werden. Szechuan-Pfeffer in Kräuter-Perlhuhn sorgt nicht nur für exotische Momente des Genusses, sondern auch für erfrischende Erlebnisse bei der Zubereitung von Rucola und Feldsalat. Und während das phantastisch anzuschauende Huhn samt Rotwein sich auf seine große Rolle vorbereitet ist auch der dazugehörige Basmatireis bereit für fusioniertes Kräuter-Perlhuhn.

Auch bei Dolce steht Wasabi hoch im Kurs und die Frevelei mit der Weißwurst wird ihr vielleicht nie verziehen in Bayern, der Urheimat der verwendeten Zutat. Dabei ist die traditionelle Kost hochinteressant und lässt in verschlagenem Ei und Semmelbröseln gewendet die japanische Wasabipaste nur zu höchsten genüsslichen Freuden fusionieren, die es einfach auf den Punkt bringen: Japan meets Bavaria – Wasabi-Weißwürste.

Herbstliches Nieselregenwetter und faulerweise bisher noch nicht abgeerntete Apfelbäume ließen angesichts aufkommender Kältebestrebungen für Sammelhamster nur einen Beitrag für den Blogevent in Frage kommen – saftigen Apfelkuchen, der mit Zimt, Vanille, Wein und eigens dafür gezüchteten Zitronengrasstängeln versehen, im Warmen sofort zum hochgenüsslichen Verzehr bereitgestellt wurde, sodass selbst die Verwandtschaft nicht bedacht werden konnte mit fusionsküchlichen Zitronengrasapfelmuskuchen.

Die notwendige Beachtung kulinarischer Grundregeln für den Nachwuchs wird auch bei genial lecker nicht aus den Augen verloren. Für Gourmet-Starter wurde eigens eine besondere Kreation fabriziert und erste Erfahrungsberichte sprechen von deutlicher gut angekommener Kürbis-Möhre-Kartoffelbrei-Mischung. Derart bereits im jungen Alter mit Fusionsbrei vorbereitet kann nur ein das Beste dabei rauskommen.

Die Hingabean Wasabi findet auch bei Jans Küchenleben statt, angepasst an das persönliche Schärfeempfinden und die grüne Farbgebung verwendend wird köstliches Risotto mit Avocado in den letzten verbleibenden Minuten bis zum Abgabeschluss gekocht und mit knackigen Erdnüssen, die für das besondere Geschmackserlebniss sorgen, zusammen mit Garnelen zum Avocado-Wasabi-Risotto angerichtet.

Ebenfalls auf die letzte Minute war nach langwieriger Vorbereitung bei Barbaras Spielwiese die ultimative Fusionsvariante gefunden, die die bisher von den anderen Foodblogs mißachtete Getränkeauswahl in den Vordergrund zu stellen wusste. Frecher Saketini aus amerikanischer Cocktail-Grundlage mit Sake wiedergeboren und mit Olive und Zahnstocher versehen sorgte für angenehme Gin-Gelüste.

Zum Schluss noch unser Beitrag, der getragen von einer den letzten Blogeventtag ausnutzenden Vorratsbegutachtung eine Fusion hervorbrachte, die beste griechische Gemüsekost mit apartester italienischer Käse-Maismischung zusammenbrachte zu der nur bestes Olivenöl Verwendung fand. Der dazu gereichte rot-feine Eier-Zitronen-Schaum konnte die grobe Pecorino-Polenta mit delikatester Rote-Bete-Blatt-Knoblauch-Füllung nach kulinaria katastrophalia-Art nur perfekt ergänzen.