Bolognese Sauce stundenlang auf dem Herd köcheln lassen, das ist mein Ding! Da komme ich mir vor wie eine italienische Mama. Und erst der Duft, der durch das Haus zieht. Mamma mia, der weckt Erinnerungen an schöne Ferien in Italien.

Spanische Bolognese Sauce

Leider koche ich diesen Klassiker der italienischen Küche viel zu selten. Y. leidet nämlich seit Kindheit, Internat sei Dank, unter einem Hackfleischtrauma. Er ist also immer skeptisch wenn er Hackfleisch hört.

Spanische Bolognese Sauce

Ich weiss ja nicht, was die Klosterfrauen – es war ein katholisches Internat – den Kindern als Hackfleischsauce serviert haben. Bei mir kommen jedoch nur die besten Zutaten in die Sauce. Mit diesem Argument, dem köstlichen Duft beim Kochen und dem Versprechen einer spanischen Bolognese Sauce mit Chorizo, konnte ich Y. die Sauce doch noch schmackhaft machen.

Ich habe übrigens nur eine halbe Chorizo genommen, da Chorizo-Geschmack oft sehr dominant sein kann. Hier habe ich jedoch kaum einen Hauch von Chorizo heraus geschmeckt, man kann also unbesorgt auch eine ganze Wurst nehmen. Das werde ich das nächste Mal auch so machen.

Spanische Bolognese Sauce

Spanische Bolognese Sauce

Rezept reicht für: 6 Personen

Meine spanische Interpretation der klassische Sauce Bolognese. Chorizo ist der Trick.

Zutaten

  • 2 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, fein geschniten
  • 1 grosse Karotte, fein geschnitten
  • 1 Stange Sellerie, fein geschnitten
  • 700 g selbst durchgedrehtes Hackfleisch (Rind/Schwein gemischt)
  • 1/2 frische Chorizo, ebenfalls durch den Wolf gedreht
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer nach Belieben
  • 250 ml Vollmilch
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 250 ml Weisswein
  • 500 g Tomaten aus der Dose

Zubereitung

  1. Butter und Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen, bei mittlerer Hite Zwiebeln, Karotte und Sellerie weich dünsten.
  2. Gehacktes Fleisch salzen, pfeffern, gut durchmischen und dann zum Gemüse in den Topf geben und bei erhöhter Hitze braten bis es nicht mehr roh und rot aussieht.
  3. Milch hinzufügen und unter häufigem Rühren so lange brodeln lassen, bis sie völlig verdampft ist. Muskatnuss dazureiben.
  4. Wein dazugiessen und langsam verdampfen lassen, dann die Tomaten beigeben und alle Zutaten verrühren. Wenn die Sauce anfängt zu brodeln, Hitze verringern, so das die Sauce nur schwach kocht. Es darf nur hin und wieder eine Blase an der Oberfläche aufsteigen.
  5. Mindestens 3 Stunden unter gelegentlichem Rühren mit halb aufgelegtem Deckel köcheln. Falls die Sauce anzubrennen droht (war bei mir nicht der Fall), Wasser hinzufügen. Zum Schluss darf jedoch kein Wasser mehr vorhanden sein und das Fett muss sich von der Sauce trennen.
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Wie gefällt euch der senffarbene Topf auf den Fotos? Schön nicht? Den gibt’s bei der finalen Verlosung beim Kulinarischen Adventskalender zu gewinnen. Viel Glück!