Brathähnchen à la Lafer mit Geschmack nach Spanien

Welches mein Lieblings Brathähnchen ist, habe ich ja schon öfters kundgetan: Das Zitronenhuhn nach Marcella Hazan. Viele die es nachgekocht haben, meinten es sei nötig es mit Knoblauch und Kräutern zu verbessern. Ich kann nur sagen, diese Aenderung ist nicht nötig bzw. nur schade um das Rezept. Denn dieses Huhn braucht wirklich kein Knoblauch und keine Kräuter. Einfach nur Salz, Pfeffer und Zitronen. Glaubt mir bzw. Marcella!

Anders ist es beim folgenden Rezept, da kommen zwar auch nicht viele Kräuter dafür Gemüse, Knoblauch und ganz viel Paprikapulver rein bzw. dran. Natürlich habe ich mein neu erworbenes pikantes Pimentón de la Vera verwendet. Ich empfinde es genau so wie Nata es im Kommentar schreibt:

Pimentón de la Vera gehört mit zu den besten Souveniers, die man sich aus dem Urlaub mitbringen kann. Ich habe immer den Eindruck, dass in Spanien grundsätzlich alles danach schmeckt.

Brathähnchen à la Lafer mit Geschmack nach Spanien

Brathähnchen à la Lafer mit Geschmack nach Spanien

1 Poulet (1800 g)

Paprikaöl
30 ml Sonnenblumenöl
2 TL Salz
2 TL Pimentón de la Vera (picante)

Beilagen
150 g Champignons, geputzt
1 Rüebli, geschält in grobe Stücke geschnitten
10 Knoblauchzehen, ungeschält aber mit einem Messer zerquetscht
1 Zwiebel, in grobe Stücke geschnitten
1,5 dl selbstgemachte Hühnerbouillon

Ofen auf 200 C vorheizen

Sonnenblumenöl mit Salz und Paprikapulver verquirlen.

Hähnchen waschen und falls nicht schon vom Metzger erledigt Flügelchen stutzen, dann das Tierchen mit Küchengarn zusammenbinden.

Das Hähnchen rundherum mit einem Teil des Paprikaöls einpinseln.

Das Hähnchen mit der Brust nach unten in einen grossen Bräter legen.

Gemüse rund ums Hähnchen verteilen. Bouillon dazugiessen. Atchung nicht über das Hühnchen giessen, sonst ist die Paparikaöl in der Sauce statt auf dem Hähnchen.

Den Bräter auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Backofen schieben und das Hähnchen 30 Minuten braten. Dann das Hähnchen wenden und nochmals 1 Stunde braten. Während des Bratens immer wieder mit dem restlichen Paprikaöl einpinseln.

Brathähnchen à la Lafer mit Geschmack nach Spanien

Das Rezept stammt wieder mal aus dem grossen Lafer. Es gibt es aber mit einer Step-by-Step-Anleitung – wie das Scharfe Bratkartoffeln mit Chorizo-Rezept auch – auf der MSN Lafer-Webseite. Da sieht man, dass sich ein Fehler ins Rezept geschlichen hat, und zwar fehlen in der Zutatenliste die Rüebli. Auf dem Bild sind jedoch welche zu sehen. Ausserdem verwendet Lafer ein Poulet von 1200 g. Ich habe eins von 1800 g verwendet und es ist perfekt geworden. Ich weiss also nicht, ob für ein Huhn von 1,2 kg die 1 1/2 Stunden Bratzeit nicht zu viel sind?

Natürlich ist so ein Brathähnchen zuviel für zwei Personen, deshalb gab es am nächsten Tag noch Restenessen. Paprika-Brathähnchen mit selbstgemachten Nudeln.

Restenessen - Paprika-Brathähnchen mit selbstgemachten Nudeln

¡Buen provecho!


21 Gedanken zu „Brathähnchen à la Lafer mit Geschmack nach Spanien

  1. Aber Zorra, das wäre doch das Rezept für den kulinarischen Valentinstag gewesen. So rot wie Herzblut – huschhusch noch umwidmen ;-)

  2. Ist dieses de al Vera dem Piment d´espelette ähnlich? Oder eher unserem Rosenpaprika scharf? Ich würde es gerne nachkochen, ohne dafür nach Spanien reisen zu müssen. :)
    Darf ich mal klugscheißen?
    Lohnt der große Lafer? Er wird überall stark verbilligt angeboten.

  3. REPLY:
    Pimentón de la Vera ist geräuchert. Piment d’Espelette und Paprika rosenscharf soviel ich weiss nicht. Du musst also nach Spanien fahren, oder beim Spanier um die Ecke gucken. ;-)

    Ich find das Buch Klasse für Anfänger aber auch für Fortgeschrittene. Es enthält vor allem Grundrezepte, die Schritt für Schritt mit Bildern erklärt werden. Zu jedem Grundrezept gibt es noch Abwandlungen. Barbara hat ihn auch schon bewertet. Ich würde ihn kaufen, aber ich muss sagen ich habe auch nicht sooo viele Kochbücher, deshalb passt er gut in meine Küche. Ich habe ja auch schon einiges daraus gekocht.

    Apfel-Wasabi-Sorbet
    Hähnchen-Curry
    Orangen-Hollaindaise
    Panieren wie Lafer
    Scharfe Bartakartoffeln mit Chorizo und Salchichón
    Chnöpfli/Spätzli
    Gulasch

    Wenn ich so weiter mache, habe ich Ende Jahr alle Rezepte durch und du brauchst ihn nicht mehr zu kaufen. ;-)

  4. REPLY:
    Dann mal weiter so!
    :)
    Ich habe allerdings auch nicht viele Kochbücher, eines habe ich mal von Lafer geschenkt bekommen. Also nicht von Lafer. ;) Das ist ziemlich mies, heißt „Sterneküche“ und ist eigentlich mehr eine Werbeveranstalung für WMF.

  5. REPLY:
    … ich überleg mir die ganze Zeit, ob ich den Hähnchenpaprikasch meiner Oma da placieren kann. Mal sehen, vielleicht geh ich das Problem eher literarisch als kulinarisch an, indem ich eine entsprechende Geschichte dazu erzähle (oops, hab ich jetzt einen Trick verraten?) …

  6. Da muss ich wohl mal testen, ob mein Paprikazeugs noch gut ist. Der letzte Spanienurlaub ist verdammt lange her. Dieses Brathähnchen sieht aber so köstlich aus, dass man sich gleich in den Flieger setzen möchte.

  7. Auch für uns zwei ist ein ganzes Brathähnchen zu viel. Alternative wäre da sicher ein Stubenküken, wenn man es überhaupt bekommt.
    Ansonsten muss man halt wohl oder übel in die Resteverwertungstrickkiste greifen, zur größten Not geht das ja auch :o)))

    Dies geräucherte Paprikapulver (allerdings in „süß“) habe ich serh guter Qualität in einem schnuckeligen Gewürzladen entdeckt und verwenden es liiiibend gern.

  8. Brathähnchen – eines meiner Lieblingsgerichte!
    Es sieht zum Reinbeißen aus. Wird die Haut bei dieser Art der Zubereitung eigentlich richtig knusprig?

  9. REPLY:
    Erstaunlicherweise wird es trotz der Bouillon ziemlich knusprig. Vor allem oben, unten wo es in der Flüssigkeit liegt natürlich nicht so, dafür ist es wirklich saftig.

  10. REPLY:
    Oh, vielen Dank für die rasche Antwort, denn bei mir schlummert ein schönes Bio-Huhn im Kühlschrank, das wird dann genauso morgen Mittag zubereitet.

  11. Ich überlege gerade, ob ich das Brathähnchen am Ostersonntag mache. Pimentón de la Vera hatte ich mir vor einiger Zeit Online bestellt, weil ich es für ein Jamie Oliver Rezept brauchte. Ich habe allerdings das milde Pulver und nicht das Pikante. Ob das trotzdem funktioniert oder würde es Sinn machen, es vielleicht mit scharfem Paprika zu mischen?

  12. REPLY:
    Das funktioniert auch mit dem milden Pulver. Um es scharf zu kriegen könntest du auch etwas Chili reinmischen. Lass mich wissen, wie es geworden ist! Frohe Ostern!

  13. REPLY:
    Sodele, dann mal Feedback wie versprochen und das Wichtigste vorneweg; es hat uns geschmeckt. Leider habe ich das Huhn aber etwas zu lange im Ofen gehabt und deshalb war es einen Tick zu trocken. Oder an der Grenze, würde besser passen.

    Beim Würzen war ich leider auch zu vorsichtig, ein bisschen mehr Chili hätte nicht schaden können, weil dem milden Paprikapulver so ein bisschen der Pepp fehlt. Aber da zeigt sich eben auch, dass ich ein totaler Kochanfänger bin und noch viel Erfahrung sammeln muss.

    Wir haben aber schon gesagt, dass wir es bald noch mal ausprobieren werden. Wenn das richtig gewürzt wird, ist das mit Sicherheit ein Hammer, das konnten wir heute schon merken.

  14. REPLY:
    Danke für die Rückmeldung. Ein ganzes Huhn zu braten ist nicht einfach. Mir gelingt es auch nicht immer, obwohl ich schon ganz viele gemacht habe. Ansonsten ist es schon so wie du schreibst: Uebung macht den Meister!

  15. Hallo Zorra, ein tolles Rezept. Ich ahbe vor kurzem deinen Blog entdekct und bin begeistert.
    Zum Herrn Lafer und seinen Rezepten kann ich nur anmerken, dass IMMER mindestens eine Zutat fehlt. Ein inzwischen verstorbener Freund von uns durfte mit ihm im TV kochen und dabei ist es ihm aufgefallen.
    Mach bitte weiter so, deine Hähnchen- und Schweinerezepte sind für mich das Beste.

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