Ich habe bei Gabis Sommer-Blog-Aktion Travel Tuesday mitgemacht. Schaut bei ihr vorbei, dort nehme ich euch mit nach San Francisco und verrate euch auch gleich noch mein Rezept für das berühmte San Francisco Sauerteigbrot.

Mein «San Franciso Sauerteig» ist natürlich kein echter, ich wohne ja leider nicht in dieser schönen Stadt. Aber ich würde sagen, mein andalusischer Sauerteig hat das auch gut hinbekommen. Das Brot ist mir so gut geraten, dass das Rezept auch hier im kochtopf einen Platz finden muss. Aber natürlich nicht in Form eines Brotes sondern als Brötchen. Ich habe mir also luftige Bürli mit dunkler Kruste vorgestellt, quasi das San Francisco Sauerteigbrot in Miniatur.

Von «San Francisco Sauerteigbrot» zu «Schweizer» Bürli

Wer Bürli nicht kennt, das sind typische Schweizer Brötli. Sie werden dunkel ausgebacken, nicht eingechnitten und kommen meist als Zwillinge daher. Ich habe natürlich schon ein paar Bürli-Rezepte auf dem Blog, deshalb habe ich sie diesmal nicht im Duo gebacken sondern als Kranz.

Bürlikranz

Ich finde der Kranz sieht ganz hübsch aus. Etwas dunkler hätte er werden dürfen, vor allem da ich ja immer schimpfe, wenn ich helle Bürli sehen. Wobei es in der Schweiz auch helle Bürli gibt. Aber für mich müssen Bürli dunkel ausgebacken werden.

Bürlikranz

Brötchen bleiben meine Angstgegner

Ich habe noch etwas am Rezept geschraubt. Weniger Anstellgut genommen und etwas mehr Wasser in den Hauptteig gegeben. Ich bin nicht ganz sicher ob das eine gute Idee war. Der Teig ist mit 370 Gramm Wasser schon ziemlich weich, und ihr wisst ja Brötchen sind meine Angstgegner. Das Formen der Brötchen ist der reinste Horror für mich.

Bürlikranz Teig

Das Formen der Bürli war dementsprechend ein richtiger Kampf. Der Teig ist an den Fingern kleben geblieben. So sind sind die Bürli leider nicht so luftig geworden wie mein «San Francisco Sauerteigbrot». Nichtsdestotrotz der Geschmack stimmt auch hier. Das nächstes Mal werde ich aus dem Teig einfach Brötchen abstechen, dann wird bestimmt auch die Krume perfekt!

Bürlikranz

Bürlikranz

Rezept reicht für: Bürlikranz mit 9 Brötchen und Drillinge

Typische Schweizer Bürli hier als Kranz und mit San Francisco Sauerteig gebacken.

Zutaten

    Fester Sauerteig – mittags

  • 25 g aktiver Sauerteig
  • 70 g Weizenmehl Type 550
  • 30 g Wasser
  • Fester Sauerteig – abends

  • 125 g Sauerteig
  • 125 g Weizenmehl Type 550
  • 60 g Wasser
  • Hauptteig

  • gesamter Sauerteig von oben
  • 360-370 g Wasser
  • 2 g Frischhefe
  • 150 g Weizenmehl Type 1050
  • 350 g Weizenmehl Type 550
  • 15 g Salz

Zubereitung

  1. Für den festen Sauerteig alle Zutaten zu einem festen Teig verrühren und bis abends bei Raumtemperatur stehen lassen. Abends den Sauerteig, also die 125 g von mittags, nochmals mit Mehl und Wasser füttern, gut verrühren und wieder zugedeckt gehen lassen, diesmal über Nacht.
  2. Am nächsten Morgen alle Zutaten für den endgültigen Teig ausser Salz in die Schüssel der Kenwood Cooking Chef Gourmet geben und 4 Minuten auf kleinster Stufe kneten.
  3. Den Teig 20 Minuten ruhen lassen, danach Salz zugeben und den Teig 7 Minuten auf Stufe 1,5 kneten. Der Teig ist weich, sollte sich aber von der Teigschüssel lösen.
  4. Kenwood Cooking Chef Gourmet auf 27 C stellen und den Teig 90 Minuten gehen lassen, dabei den Teig insgesamt zweimal nach je 30 Minuten falten.
  5. Teig in 12 gleich grosse Stücke teilen. Teiglinge rund formen, gut bemehlen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech als Kranz legen. Die Teiglinge dürfen sich dabei berühren. Für den Kranz konnte ich nur 9 Teiglinge nutzen. Die anderen 3 habe ich als Drillinge gebacken.
  6. Teigling-Kranz und Drillinge mit einem sauberen Küchentuch abdecken und 60 Minuten gehen lassen.
  7. Den Multi-Dampfgarer 230 C Heissluft mit Ring (entspricht bei einem normalen Ofen Umluft) aufheizen.
  8. Sobald der Ofen heiss ist Blech auf Ebene 3 schieben, 50 ml Wasser in den Dampfgenerator giessen und 30 Minuten backen. Dabei nach 15 Minuten mal die Ofentür öffnen, damit der Dampf entweichen kann.
  9. Bürlikranz auf einem Gitter auskühlen lassen.
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