Meine erste Kaki ist mir vor vielen Jahren als Teenager in der Kochschule begegnet. Ich kann mich gut daran erinnern. Die Lehrerin war jung und poppig. Sie hat die für uns damals exotischen Früchte mit in die Stunde gebracht. Wir haben eine Kaki-Creme damit hergestellt. An das genaue Rezept kann ich mich nicht mehr erinnern, nur daran dass ich diese Creme auch noch ein paar mal zu Hause gemacht habe. Meine Mutter fand die Creme beziehungsweise die Kakis nicht so prickelnd. So habe ich die Beerenfrüchte aus den Augen verloren. Bis zur meiner ersten Pressereise 2012 zur kalifornischen Walnussernte. Auf dem wunderschönen Anwesen der Marianis gab es nebst Walnuss- auch ein paar Kakibäume. Die orangefarbenen Früchte sind mir sofort ins Auge gestochen.

Kaki Kalifornien

Das ist übrigens eines das letzten Fotos, das ich auf dieser Reise mit meiner Kamera machen konnte. Der Alptraum eines jeden Bloggers wurde wahr – meine Kamera machte schlapp. Zum Glück hatte ich noch mein Handy dabei. Mein Held Y. konnte die Kamera zu Hause reparieren. Ihr werdet es nicht glauben, bei meinem zweiten Trip zur Walnussernte machte die Kamera wieder schlapp. Aber auch diesmal konnte Y. sie reparieren. Er hat zusätzlich etwas Silikon-Backmatte ins Gehäuse geklemmt. Seitdem macht sie keine Probleme mehr. Allerdings war ich auch nicht mehr bei einer Walnussernte…

Wonach schmecken Kakis?

Bisher sind sie mir Kakis beim Einkauf nie besonders aufgefallen. Bis letzte Woche, da musste ich zugreifen. Spanien gehört zu den Kaki-Anbaugebieten, das bedeutet die Fürchte sind für mich nicht nur saisonal sondern auch regional. Da kann ich ohne Gewissensbisse zugreifen. Die erste Kaki habe ich pur gegessen, und was soll ich sagen. Ich verstehe meine Mutter, finde sie jetzt auch nicht so Hammer. Für mich haben Kakis einen undefinierbarer Geschmack. Einige sagen sie erinnern geschmacklich an eine Mischung zwischen Tomate und Aprikose. Für mich geht der Geschmack in Richtung geschmackloser Pfirsich/Mango. Sehr wahrscheinlich bin ich die Einzige mit dieser Meinung.

Was soll ich denn nun also mit diesen Kakis machen? Meine Facebook-Leser wissen immer Rat. Schlussendlich habe ich ein paar der Früchte verbacken.

Buttermilch-Streusel-Kuchen mit Kaki

Streusel machen alles besser!

In einem Kuchen mit sehr vielen Streusel, denn Streusel machen alles besser! Buttermilch übrigens auch. Wie gut, dass ich noch welche im Kühlschrank hatte. Walnüsse mussten natürlich auch noch ins Rezept, wegen Erinnerungen an Kalifornien. Ist klar, oder?

Buttermilch-Streusel-Kuchen mit Kaki

In dieser Form schmecken Kakis auch mir. Wer möchte ein Stück vom Kuchen probieren? Ich finde ihn köstlich und auch optisch ein Hingucker!

Buttermilch-Streusel-Kuchen mit Kaki

Buttermilch-Streusel-Kuchen mit Kaki

Rezept reicht für: Springform mit 24 cm Durchmesser

Köstlicher Buttermilch-Streusel-Kuchen mit Kaki, der auch optisch ein Hingucker ist.

Zutaten

    Streusel

  • 100 g kalte Butter, in nicht zu grosse Stücke geschnitten
  • 90 g brauner Zucker
  • 150 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Zimt
  • 50 g Walnüsse, grob gehackt
  • Teig

  • 120 g Butter, weich
  • 130 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier (M)
  • 60 g Buttermilch
  • 200 g Mehl
  • 10 g Vanillepudding-Pulver
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 3-4 Kaki, in kleine Stücke geschnitten

Zubereitung

  1. Für die Streusel alle Zutaten ausser die Walnüsse in eine hohe Schüssel geben und mit dem Handrührgerät so lange rühren bis sich Streusel bilden. Walnüsse untermischen, dann die Streusel in den Kühlschrank stellen.
  2. Für den Teig Butter und Zucker schaumig rühren. Salz und ein Ei nach dem anderen unterrühren. Buttermilch zugebeben und ebenfalls unterrühren. Mehl mit Vanillepudding-Pulver, Backpulver und Natron mischen und zum Teig sieben. Mit einem Teigschaber vorsichtig untermischen.
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  4. Springformboden mit Backpapier auslegen und mit Butter ausfetten. Teig in die Form geben und verteilen, dabei eine runde Einbuchtung in der Teigmitte formen. Kaki gleichmässig auf dem Teig verteilen und zum Schluss die Streusel darüber geben.
  5. Springform auf Ebene 2 des Ofens geben und 60 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Kuchen aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten in der Form belassen dann herausnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
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