Edekaner hat mich kürzlich verdächtig Rindfleisch falsch zubereitet zu haben. ;-) Dem war aber nicht so. Der Beweis, folgendes Rindsragout.

Carbonnades flamandes - Rindsragout an Biersauce

Wieder ein Rezept von Wildeisen, diesmal aber mit dem richtigen Stück Fleisch zubereitet. So ist das Ragout zart, saftig und geschmacksintensiv geraten, wie es sein muss. Beim Bier musste ich auf ein spanisches Helles ausweichen. Wohl deshalb ist die Saue etwas hell geraten.

Carbonnades flamandes ist übrigens eine Spezialität aus Belgien, mit einem süss-sauren Touch.

Carbonnades flamandes – Rindsragout an Biersauce
Rezept für 4 Personen

2 grosse Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Rüebli, gross
1 Selleriestange, gleich gross wie das Rüebli
800 g Rindsragout
2 EL Bratbutter
1 EL brauner Zucker
2 EL Weissweinessig
3 dl Bier, vorzugsweise belgisches
3 dl selbstgemachte Hühnerbouillon (Original Rindsbouillon)
1 gehäufter EL grobkörniger Senf
Petersilienstiele
frische Thymianzweige
2 Lorbeerblätter

Zum Fertigstellen:
gehackte Petersilie

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Zwiebeln und Knoblauch schälen und hacken. Rüebli und Sellerie schälen und klein würfeln.

Das Rindsragout mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. In einem Bräter mit gut sitzendem Deckel etwas Bratbutter erhitzen. Die Fleischwürfel in 3-4 Portionen sehr kräftig anbraten. Aus der Pfanne nehmen.

Restliche Bratbutter im Bräter erhitzen und die Zwiebeln darin kräftig anbraten. Nach 4-5 Minuten den Zucker darüber streuen und die Zwiebeln so lange weiterbraten, bis sie leicht caramelisiert sind. Dann den Essig beifügen und den Bratensatz vom Boden der Pfanne kratzen. Rüebli, Sellerie, Bier und Bouillon dazugeben. Den grobkörnigen Senf mit etwas Wasser verrühren und beifügen. Das Fleisch wieder dazugeben. Petersilien- und Thymianzweige sowie Lorbeerblätter in die Sauce legen.

Den Bräter zudecken und in den 160 Grad heissen Ofen auf die unterste Rille stellen. Das Ragout je nach Fleischqualität und Grösse der Stücke ca. 3 Stunden weich schmoren. Gelegentlich umrühren und dabei die Flüssigkeit kontrollieren und wenn nötig etwas Bier oder Bouillon nachgiessen.

Zum Fertigstellen die Petersilie fein hacken.

Den Bräter aus dem Ofen nehmen. Das Ragout falls nötig mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie bestreuen.

Als Beilage passen Salzkartoffeln, Kartoffelstock. Y. mag Sauerkraut dazu, wääähk!