Chnöpfli/Spätzli mal anders

Den Unterschied zwischen Chnöpfli und Spätzli habe ich bereits im Linsen mit Spätzle-Beitrag beschrieben.

Bis gestern habe ich Chnöpfli immer mit Eier, Milch und Wasser gemacht. Beim Durchblättern durch den grossen Lafer bin ich bei seinem Spätzle-Rezept hängen geblieben. Bei Johann kommt keine Milch oder Wasser in den Spätzle-Teig sondern nur Eier. Das musste ich natürlich mal ausprobieren. Ich habe nur die Hälfte des Rezeptes gemacht, was etwas knifflig war, weil 5 Eier und 3 Eigelb verwendet werden. Eier sind ja schwierig zu halbieren. So habe ich mit 3 Eiern und 1 Eigelb angefangen. Das hat dem Teig nicht gereicht. Auch die Zugabe eines weiteren Eigelbes nicht. Das eine Eiweiss musste auch noch rein, bis ich die gewünschte Konsistenz hatte.

Chnöpfli/Spätzli
reicht als Hauptmahlzeit für 2 Personen, als Beilage für 3-4 Personen

250 g Mehl
4 Eier
1 Eigelb
1/2 TL Salz
frisch geriebene Muskatnuss

25 g Butter

Mehl, Muskatnuss, Eier, Eigelbe und Salz in eine Schüssel geben. Alles mit einem Holzlöffel verrühren. Den Teig so lange kräftig schlagen, bis er Blasen wirft. Den Teig zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Wasser in einem grossen Topf zum Kochen bringen, gut salzen.

Chnöpfli/Spätzli mal anders

Den Teig portionsweise durch die Rückseite der Röstiraffel ins siedende Wasser schaben. Die Chnöpfli/Spätzli sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausheben, gut abtropfen lassen.

Butter in einer Pfanne erhitzen, die Spätzle einige Minuten in darin anbraten.

Chnöpfli/Spätzli mal anders

Die Chnöpfli sind gut geworden, aber ob wirklich besser als die Variante mit Milch/Wasser kann ich so nicht sagen. Da muss mal ein direkter Vergleich her.


12 Gedanken zu „Chnöpfli/Spätzli mal anders

  1. Bei uns in Schwaben heißen Spätzle mit Wasser oder Milch ( wie kann man nur) arme Leute Spätzle.
    Wirklich gute Chnöpfli und Spätzle leben von den Eiern. Wenn der Teig richtig geschlagen wird hat man zum Schluss Chnöpfli und Spätzle mit biss und einer wundervoll goldenen Farbe von den Eigelb.

  2. Wenns Eiernockerl( wie sie in oesterreich heissen) werden sollen, dann werden das mit dem spaetzleteig ein bissl viel Eier! Schmecken tun sie sicher toll!

  3. Mein erster Spätzle-Versuch war nach einem Rezept, dass 1 Ei pro 100 Gramm Mehl vorsah (Quelle habe ich verdrängt). Das war reine Knochenarbeit, seitdem nehme ich dass Rezept meiner schwäbischen Großmutter mit Wasser. Um den Anschein von Ärmlichkeit zu vermeiden, schabe ich Blattgold darüber :-)

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