Eine Ente für zwei Personen ist reichlich, aber ich wollte mich wieder mal daran versuchen. Das erste Mal war ja etwas enttäuschend. Der Vogel war knusprig aber leider etwas trocken. So habe ich ihn diesmal in eine Brine eingelegt. Bei Hähchnen habe ich mit dieser Methode gute Erfahrungen gemacht – die Haut wird knusprig und das Fleisch bleibt saftig. Genau so ist dann auch die Ente aus dem Ofen gekommen.

Das Ente naht - was man aus Entenresten macht!

Nur hatte das Entenfett einen leicht ranzigen Geschmack. Keine Ahung was mir der Metzger da angedreht hat. Sehr wahrscheinlich hat er sie aufgetaut und als frisch verkauft. Ich sage nur Krise, da kommen die Leute auf die "kreativsten" Ideen.

Vorsorglich habe ich bei den Resten (eine Brust und eine Keule) die Haut und das Fett grosszügig entfernt. Aber was damit kochen? Diese Frage wurde mir auf Facebook mit vielen köstlichen Rezeptideen beantwortet. Schlussendlich habe ich mich von der chinesischen gerösteten Ente von Susanne inspirieren lassen, denn es musste etwas Warmes sein. Für Sandwiches und Salate ist es zu kalt in ungeheizten andalusischen Häusern. Danke Dorotheée für den Rezept-Hinweis.

Das Ente naht - was man aus Entenresten macht!

Mit viel Knoblauch, Zwiebeln, frischem Chili etwas Wirz und Teriyaki-Sauce von Kikkoman hat das Restenessen besser geschmeckt als am Vortag.

Ganze Ente und ich werden keine Freunde, auch weil sie mir den Backofen versaut hat. Nächstes Jahr gibt es wieder Entenbrust!