Gastbeitrag von Brigitte zu #10jahrekochtopf - Es war einmal...

Der erste Gastbeitrag zu den 10 jahre kochtopf Festivitäten kommt von Brigitte. Brigitte führte von Dezember 2002 bis April 2010 das sehr beliebte Blog Une fille du limmatquai. Ihr Blog gehörte zu den ersten, die ich gelesen habe. Ich glaube es war anfangs 2003, jedenfalls lange bevor es den kochtopf gab. Irgendwann haben wir angefangen uns emails zu schreiben, dann über ICQ zu chatten und haben dabei festgestellt, dass wir eine gemeinsame Bekannte haben. Die Welt ist doch ein Dorf!

Die Chemie stimmte zwischen uns, so haben wir uns dann auch mal live getroffen. In der Schweiz und in Andalusien, wo wir unter anderem zweimal gemeinsam für Blog-Events – und zwar für den Spargel- und Käse-Event – gekocht haben und (a)synchron geschwommen sind.

Gastbeitrag von Brigitte zu #10jahrekochtopf - Es war einmal...

Wir haben uns über die Jahre etwas aus den Augen verloren, aber dank den Social Medien nicht ganz! Darum freue ich mich sehr, dass Brigitte sofort zugesagt hat, als ich sie fragte ob sie wieder mal im kochtopf schreiben möchte. Bevor ich ihr das Wort überlasse, habe ich sie noch folgendes gefragt:

Dein Lieblingsessen: Ghackets mit Hörndli und Indisch (ich hoffe, zwei Sachen gehen – sonst wird’s sehr schwierig :-))

Dein Lieblingsrezept im kochtopf: Ich habe nicht nur einen Liebling, aber den Sommersalat finde auch ich sensationell gut, freue mich schon wieder darauf.

So, und jetzt bist du dran, liebe Brigitte.

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Alles fing an mit einer Einladung zu einem Gemeinschafts-Kochtopf im September 2004. Zorra, die ich zu dem Zeitpunkt bereits persönlich kennengelernt hatte, überraschte die damals gerade noch übersichtliche Community von twoday.net immer wieder mit neuen Ideen. Anfangs Jahr hatte sie das Swissblog ins Leben gerufen, ebenfalls eine Art Gemeinschaftsblog mit News, Geschichten, Tipps, Rezepten und allerlei Wissenswertem über die Schweiz und ihre Bewohner. Mein Züri Gschnätzlets koche ich noch heute nach Zorras Rezept, und jedes Mal, wenn ich danach google, kommt in mir ein bisschen Wehmut hoch.

Nun aber zurück zum kochtopf. Nach Zorras Ankündigung posteten wir alle munter drauflos. Mit oder ohne Bild und Quellenangabe, gerne auch mal ohne genaue Rezeptinfos. Mein heutiger Ehemann veröffentlichte beispielsweise das interessant klingende Rezept Kakaonudeln mit Gorgonzolasauce aus einem Buch namens Liebeskunst von Käthe Springer (ich könnte hier jetzt noch erwähnen, dass er mir seit Jahren verspricht, das Rezept für mich nachzukochen, aber lassen wir das…). Und da war beispielsweise auch noch ein Rezept mit amüsanten Titel Asiatisches Gericht für Leute, die in einem Kaff wohnen, in dem es nur einen winzigen Coop gibt.

Gastbeitrag von Brigitte zu #10jahrekochtopf - Es war einmal...

2005 startete Zorra mit den Blog-Events und dem ersten kulinarischen Adventskalender. Wenn mich nicht alles täuscht, wurde von ein, zwei männlichen Bloggern als Beitrag auch gerne mal ein Rezept für ein 3-Minuten-Ei oder eine Büchse Ravioli eingegeben. Oder sie drohten zumindest damit, an unseren jährlichen Treffen in Zürich, die wir organisierten, wenn Zorra ihrer Heimat einen Besuch abstattete.

Die Höhepunkte in diesen ersten zwei Jahren kochtopf waren die beiden E-Books Kochtopf 1 und Kochtopf 2. Zumindest für mich, die Zorra bei der Rezeptauswahl und auch textlich unterstützen durfte. Layout und Design übernahm der @_mgb.

Es war eine schöne, lustige und unterhaltsame Zeit, vieles war für uns noch neu und faszinierend. Ich habe Zorra schon immer für die Kontinuität bewundert, mit der sie ihren kochtopf betreute. Professionell aber auch liebevoll und mit einer persönlichen Note. Als die ersten Einladungen aus dem Ausland kamen und der kochtopf auf Reisen ging, habe ich mich sehr für sie gefreut. Längst habe ich mich daran gewöhnt, dass sie mehrmals im Jahr Beiträge aus fremden Städten, Weinanbaugebieten, von Messen oder Kochshows publiziert. Und ich wünsche Zorra, dass das noch lange so weitergeht und sie noch viel Freude an ihrem „Baby“ bzw. baldigem „Teenager“ haben wird.

Brigitte, @brigitte_zh, einst Bloggerin von „Une fille du Limmatquai“

Liebe Brigitte, ich wurde beim Lesen etwas wehmütig. Danke für diesen schönen Rückblick!