Geschmorte Schweinerippchen nach Treviso Art – bestes Armeleuteessen!

Geschmorte Schweinerippchen nach Treviso Art sind fingerlange, in Weisswein geschmorte, Rippchen. Sie werden mit Knoblauch und Salbei gewürzt. Diese Rippchen sind super geschmackvoll, saftig und weich. Wenn das Fleisch nur schon beim Anblick vom Knochen fällt, dann sind sie richtig geschmort.

Ich habe es bereits verraten, Heimweh habe ich glücklicherweise keins. Aber das Fernweh packt mich schon ab und zu. Zurzeit noch mehr als sonst. Italien steht da ganz oben. Als ich noch in der Schweiz wohnte bin ich oft nach Italien gefahren. Ist ja nur ein Katzensprung bis zur Grenze.

Fernweh nach Italien.

Ich kenne Italien von Nord bis Süd. Ich war schon halb mit einem Sizilianer verlobt. Aber auch den Westen kenne ich gut, nur im Osten war ich nicht so oft. In Ost-Venetien und Friaul kenne ich mich überhaupt nicht aus, dabei machen sie dort die besten geschmorten Schweinerippchen mit Salbei und Weisswein. Ein Armeleuteessen mit wenig Zutaten, einfach aber soooo gut!

Geschmorte Schweinerippchen nach Treviso Art

Bestes Armeleuteessen.

Das Rezept dafür ich ich in meinem Lieblings-Italien-Kochbuch gefunden: Die klassische italienische Küche von Marcella Hazan. Ein Buch das in jeden Haushalt gehört. Okay nur in solche, die italienisches Essen lieben. Aber wer tut das schon nicht?

Zubereitung geschmorte Schweinerippchen nach Treviso Art

Das Beste an Armeleuteessen ist – nebst, dass es fantastisch schmeckt – dass es nur mit wenige Zutaten auskommt. Das kommt in Zeiten von COVID-19 gerade richtig. Ich hatte alles im Vorrat und Garten, ausser die Zutaten für die Beilage. Klassisch wird Kartoffelpüree oder weiche Polenta dazu serviert.

Risotto als Beilage.

Risottoreis habe ich immer im Vorrat. Darum ist es Risotto geworden. Verfeinert habe ich den Risotto mit Erbsen aus dem Gefrierer und Mascarpone, bei dem das Mindesthaltbarkeitsdatum schon seit über einem Monat abgelaufen ist. Aber wir wissen ja das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nur ein Vorschlag. Sofern ihr die Lebensmittel richtig lagert, halten sie, je nach Produkt, problemlos Wochen darüber hinaus.

Geschmorte Schweinerippchen nach Treviso Art

Martini dry meine Geheimzutat.

Ich kann mich einfach nicht an Rezepte halten. So habe ich dem Rezept doch noch meinen Touch verpasst. Und zwar habe ich einen Teil des Weissweines durch trockenen Martini ersetzt. Salbei und Martini passen nämlich wunderbar zusammen.

Geschmorte Schweinerippchen nach Treviso Art

Geschmorte Schweinerippchen nach Treviso Art

Rezept reicht für: 2 bis 3 Personen

Saftige schweinerippchen in Weisswein/Martini geschmort und mit Salbei gewürzt.

Zutaten

  • 800 g Schweinerippchen, in Einzelrippchen geteilt
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 3 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
  • 3 EL gehackter frischer Salbei
  • 50 ml trockener Martini
  • 200 ml Weisswein
  • 3/4 TL Salz
  • 1/8 TL schwarze Pfefferkörner, gemörsert
  • 1 dl Wasser

Zubereitung

  1. Rippchen ringsum gut salzen.
  2. Oliven- und Sonnenblumenöl in einem schweren Bräter in dem die Rippchen ausreichend Platz haben erhitzen.
  3. Hitze reduzieren, Rippchen zugeben und ringsum gut anbraten.
  4. Knoblauch und Salbei zugeben unter Rühren braten bis der Knoblauch goldgelb ist.
  5. Mit Martini ablöschen, diesen etwas einköcheln lassen, dann den Weisswein dazu giessen.
  6. Die Rippchen mit Salz und Pfeffer würzen und bei kleiner Hitze ca. 1 Stunde schmoren oder so lange bis das Fleisch sich an der dicksten Stelle weich anfühlt und sich leicht vom Knochen löst.
  7. Falls nötig während der Kochzeit etwas Wasser zugeben.
  8. Wenn die Rippchen durch sind, diese aus dem Bräter nehmen. Hitze erhöhen und 1 dl Wasser in den Bräter giessen. Bratenrückstände vom Boden und der Wand des Bräters schaben. Die Sauce ca. zur Hälfte einkochen lassen.
  9. Hitze reduzieren und die Rippchen zurück in den Bräter geben und servieren sobald die Zutaten fertig sind.
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So einfach kann man sich Italien nach Hause holen. Das Fernweh bleibt natürlich trotzdem. Heim- oder Fernweh ist auch das Thema des Blog-Event CLXIII – Heim- & Fernwehküche. Gastgeberin ist, meine Landsmännin und ebenfalls Expat, Wilma von Pane-Bistecca. Falls ihr auch mitmachen möchtet – Einsendeschluss ist der 15. Mai 2020. Wir freuen uns auf eure Rezepte und Geschichten!


4 Gedanken zu „Geschmorte Schweinerippchen nach Treviso Art – bestes Armeleuteessen!

  1. Das sieht super aus, werde ich probieren! …aber tatsächlich mit Kartoffelpüree. Ist auch weniger Arbeit ^^
    Wäre es doch nur schon fertig…
    Danke fürs Rezept!

    Cheers Sylvia

    1. Lass mich wissen wie es dir schmeckt. Und was die Arbeit betrifft, Kartoffelpüree braucht etwa genau soviel Zeit wie Risotto. Nur das ständige Rühren fällt weg. ;-)

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