Getrennte Wege – Tarte au citron meringuée

Luna ist nicht nur die Gastgeberin des aktuellen Blog-Events hier im kochtopf sondern hat in ihrem Blog Luna's Philosophy zu ihrem allerersten Event – Getrennte Wege, Eihälften suchen eine neue Bestimmung – eingeladen.

Wer kennt das Problem mit übriggebliebenem Eigelb oder -weiss nicht? Es soll Leute geben, die schmeissen es weg. Das kommt für mich natürlich nicht in Frage. Im kochtopf gibt es auch ein paar Rezepte für Eiweiss– und EigelbVerwertung, nur wenige, deshalb bin ich schon sehr auf die Zusammenfassung gespannt.

Für den Event habe ich mich für ein Rezept entschieden, bei dem viele Eier verwendet werden und natürlich auch was übrig bleibt: Tarte au citron meringuée aus dem CharlottenBlog.

Vor ein paar Jahren habe ich schon mal eine ähnliche Lemon Merinuge Pie mit den Daring Bakers gebacken. Damals hatte ich mit dem Meringue zu kämpfen, da jedoch das Wilde Poulet, bekennder Backmuffel, Schokozwergs Rezept erfolgreich nachgebacken hat, habe ich mich nochmals daran gewagt.

Getrennte Wege - Tarte au citron meringuée

Wie man sehen kann hat das mit dem Meringue wieder nicht geklappt. Diesmal nur wenig Plattfuss dafür liegen Tränen auf der Meringue-Oberfläche. Beim Backen ist das Meringue schön gegangen. Es hat etwas schnell gebräunt und nach dem Rausnehmen ist es zusammengesackt. Kennt jemand dieses Problem? Oder hasst das Meringue nur mich?

Tarte au citron meringuée

Tarte au citron meringuée

Rezept reicht für: 22-24 cm Tarteform

Süss-sauer – köstlich! Bei mir einfach das tränende Meringue wegdenken.

Zutaten

    Mürbeteig

  • 250 g Mehl
  • 150 g kalte Butter, in Stücken
  • 40 g gemahlene Mandeln
  • 80 g mit Vanille aromatisierter Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei (M)
  • Füllung

  • 2 Eier (M)
  • 1 Eigelb (M)
  • 100 g mit Vanille aromatisierter Zucker
  • 25 g Maizena
  • 160 g Rahm
  • feingriebene Schale von 1 Zitrone
  • 160 g frisch gepresster Zitronensaft
  • Meringue

  • 2 Eiweiss (M)
  • 80 g Puderzucker, gesiebt
  • feingriebene Schale von 1 Zitrone

Zubereitung

  1. Mürbeteig – Alle Zutaten ausser Ei in den mit einem Messer bestückten Foodprozessor geben und zu einer gleichmässig krümeligen Masse verarbeiten. Ei dazugeben und Maschine anstellen bis sich das Ganze zu einem Teig zusammenfügt. Zugedeckt 30 Minuten ins Gefrierfach legen oder 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Danach den Teig zwischen einer Silikonmatte und Transparentfolie rund auswallen und eine ausgebutterte Form (bei mir eine mit 20 cm Durchmesser)mit dem Teig auskleiden. Boden mit einer Gabel gleichmässig einstechen und für 30 Minuten ins Gefrierfach stellen.
  2. Füllung – Eier und Eigelb mischen. In einer Schüssel Zucker und Maizena mischen, dann die Eier zugiessen und mit dem Schneebesen rühren, bis keine Klümpchen zu sehen sind. Rahm zufügen, weiterrühren, und dann Zitronenschale und Zitronensaft dazu geben. Gut umrühren. Kühl stellen.
  3. Backen – Den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorwärmen. Die Backform direkt aus dem Gefrierfach in die Mitte des Ofens stellen und 25 Minuten blind backen. Dann die Zitronenfüllung eingiessen und etwa Minuten bei weiterhin 170 Grad Ober-/Unterhitze backen. Die Füllung fühlt sich druckfest an, federt aber nach. Herausnehmen und den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen.
  4. Meringue – Die Eiweiß mit dem Rührgerät steif schlagen, dabei langsam den Puderzucker einrieseln lassen. Zum Schluss die Zitronenschale unterrühren. Die Masse sollte cremig-fest sein. Mit einem Teigspatel gleichmässig auf die Tarte auftragen, am Schluss mit der Kante der Spatelspitze in kurzen Abständen kreuz und quer von oben senkrecht auf die Baisermasse stippen. So entstehen die vielen kleinen Zipfel.
  5. Fertigbacken – 10 Minuten im Ofen backen, bis das Baiser gebräunt ist. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig erkalten lassen.

Rezept druckenInspiration: CharlottenBlog bzw. Thierry Mulhaupt

Wie immer habe ich ein paar Rezept-Aenderungen vorgenommen. Nein, nicht beim Merinuge! Aus Zeitmangel habe ich den Mürbeteig mit kalter Butter nach meiner bewährten Art gemacht.

Den Teig habe ich nicht 12 Stunden ruhen lassen, dadurch ist Teigrandhöhe beim Blind-Backen bei mir um die Hälfte geschrumpft. Dem Teig hat einfach die Ruhe gefehlt.

Ich hatte Bedenken, ob die ganze Füllung da noch reinpasst. Vor allem auch weil ich eine Form mit 20 cm Durchmesser (Original wird eine 22-24 cm Form empfohlen) verwendet habe. Die Füllung hat rein gepasst, nur ganz wenig blieb übrig. Vom Mürbeteig blieb dafür gut 1/4 übrig, den habe ich zu Guetzli verbacken. Ich hätte aber noch mehr Teig wegnehmen können, der Teigboden ist so für meinen Geschmack etwas zu dick geraten und dadurch auch nicht ganz durchgebacken, obwohl ich die Backzeiten alle verlängert habe.

Getrennte Wege - Tarte au citron meringuée

Fazit: Die Füllung ist zart säuerlich und köstlich. Den Teig muss ich nächstes Mal dünner auswallen. Und was das Meringue betrifft, wir sollten wohl besser getrenne Wege gehen….oder ich mache einen Meringue Crash-Kurs bei einem Profi.

Getrennte Wege

Ach ja, beinahe vergessen, mit dem übriggebliebenen Eigelb habe ich den saftigen Russenzopf für Dorothée gebacken. Ich sag ja, bei mir wird alles verwertet!


19 Gedanken zu „Getrennte Wege – Tarte au citron meringuée

  1. Hmmmm…. wonach haben denn die Tränchen geschmeckt? Egal, Hauptsache die ganze Tarte schmeckt. Die dicke Zitronenschicht lässt mir schon das Wasser im Mund zusammenlaufen. Sind bestimmt wieder heimische Zitronen… *sabber*
    Danke, dass du auch mitmachst, liebe Zorra :o)

  2. Meringue ist schon eine Diva- vielleicht versuchst du mal meine Variante mit etwas Stärkemehl zum Puderzucker? Meine ist auch etwas gesackt, und am nächsten Tag hatte sie Tränchen. Die Amerikanerin bei der ich nachgelesen habe empfiehlt erstens die Meringue auf die heiße Füllung, nicht streichen sondern drücken, gut am Rand verbinden, zudem nimmt sie Weinstein zum Eiweiß. Also, ich denk die Diva braucht halt einfach etwas "Korsett"…
    Grüßle
    Ninive

  3. Es ist noch ein letztes Stückchen da, musst Dich aber beeilen :-) Und Dein Italienisch ist kein bisschen eingerostet!
    Saluti
    Ariane
    P.S. Gibt’s bei Dir noch ein Stück? Ehrlich, ich lechze nach Deiner Torte!

  4. Toller Beitrag. Sogar mit einem coolen Video. Interessante Küchenmaschine, Stab- und Standmixer in einem. Das hab ich noch nie gesehen. Und schön ist sie geworden die Tarte!

    Liebe Grüße
    Anna

  5. Die ‚Tränen‘ sind meines Wissens Zuckertröpfchen, warum sie sich bilden? Keine Ahnung. In manchen Rezepten wird angegeben, dass man das Meringue/Baiser mit so einem Creme-Brulee-Brenner bräunen solle, dort sieht man aber immer nur braune Spitzen auf bleicher Fläche.
    Ich backe die Baiserhaube bei 180 °C O/U ca. 15 – 20 min. und ich nehme den Kuchen nicht sofort nach dem Backen aus dem Herd, sondern lasse ihn bei geöffneter Herdtür erst etwas abkühlen. Ich könnte mir vorstellen, dass so eine Diva wie Baisermasse keine Temperaturstürze mag.

  6. schokozwerg hat mir letztens blutorangentörtchen mit meringue gebacken, nach einem tag lagerung hat der meringe auch angefangen zu "weinen" …bestimmt weil schokozwerg einfach so in den urlaub gedüst ist ;( . ich fand die tränchen nicht schlimm, normalerweise überlebt so ne tarte eh nicht lange^^

  7. Nyhet die "Tränen" haben sich bei ziemlich bald nach dem Backen gebildet, nicht erst am nächsten Tag. Aber wie gesagt, die Tarte war fein auch mit dem weinenden Meringue. Frohe Ostern euch beiden!

  8. Oh, ich finde, die Tarte ist Dir gut gelungen. Meine hat übrigens auch ein bisschen geweint – aber erst am drauf folgenden Tag. Aber das waren nur so Winztränchen. Die haben mich nicht gestört.

  9. Bei mir gab es ebenfalls Traenen – im Meringue. Ich hatte das auf die Zitronenschale geschoben, weil sie gelb und leicht oelig waren. Aber ich will mich da nicht festlegen. Ansonsten hatte das Meringue einen 1a Stand.

    Liebe Gruesse aus der Ferne!

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