Zuvor:
Am bekanntesten sind die Blüten von Zucchini und anderen Kürbissen sowie die Blüten der Kapuzinerkresse (deren Blätter und Knospen ebenfalls essbar sind). Weitere essbare Blüten stammen von Apfel, Borretsch, Chrysantheme, Geranie, Holunder, Jasmin, Lavendel, Ringelblume, Steifmütterchen, Alpenveilchen, Kornblume, Zitronenbäumchen und viele mehr.

Auf keinen Fall darf man unter anderem Christrose, Christstern, Engelstrompete, Goldregen, Hahnenfuss, Maiglöckchen, Oleander und einige andere essen!

Wer Blumen verwenden will, muss sicher sein, dass sie nicht mit Pestiziden belastet sind. Blüten aus Blumengeschäften scheiden somit aus, doch gibt es solche Blüten auf Märkten und in Geschäften, die die Gastronomie beliefern, sowie im eigenen Garten.

Rezept für Gänseblumenschaumsüppchen ( ca.4 Personen ):

  • ungefähr 200-300g Gänseblumenblüten ohne Stengel, gesäubert und in etwas Wasser gelegt (einige zur Garnitur aufbewahren)
  • ein kleiner Bund Schnittlauch
  • 400ml Kalbsfond
  • 250ml Sahne
  • 100g Creme Fraiche
  • etwas Milch
  • 30g Mehl
  • 20g Butter
  • 2 Schalotten
  • etwas Gold Elefant Currypulver
  • ein Glas spritziger, fruchtiger Weißwein. Beispielsweise aus der Gascogne
  • Salz und weißer Pfeffer aus der Mühle, geriebene Muskatnuss, ein Spritzer Worchester
  • Etwas Beurre manié zum Nachbinden (Mehlbutter aus flüssiger Butter und gesiebtem Mehl zu gleichen Teilen vermengt. Abkühlen lassen. die Konsistenz sollte wie Knete sein)

Was sonst noch?

  • einen Topf, wo alles reinpasst ( auch aufgeschäumt :) )
  • ein Haushaltsmixer wo Ihr z.B. auch Milchshakes drin macht
  • ein scharfes Kochmesser
  • einen Zauberstab
  • evtl. einen Schneebesen
  • einen Holzlöffel

Schnittlauch in 4-5 cm lange Stücke schneiden. Die dicksten Stücke der Länge nach auf einer Seite aufschneiden, sodass sich der Schnittlauch als Fläche platt auf das Schneidebrett legen lässt. Dann längs in feine Streifen schneiden. Es sollte eine Art Schnittlauchstroh entstehen. Auf feuchtes Küchenkrepp streuen und in den Kühlschrank legen.

Schalotten in kleine Würfel schneiden und mit der Butter im Topf ohne Farbe nehmen zu lassen anschwitzen. Curry und etwas geriebene Muskatnuss dabei mit anziehen lassen. Mit dem Mehl abstäuben und mit dem Holzlöllel verrühren – also eine Mehlschwitze herstellen.

Mit dem Weißwein ablöschen, sofort verrühren und dann mit dem Kalbsfond aufgiessen und etwas einreduzieren lassen. Der Fond bindet dabei durch das Mehl etwas ab. Sahne zufügen und wiederum etwas einreduzieren lassen. Creme Fraiche zufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Zauberstab pürieren, damit die Schalotten nicht mehr zu sehen sind und trotzdem in der Suppe verbleiben. Zur Seite stellen.

Die Konsistenz der Suppe sollte nun dicker sein als Ihr sie später haben wollt, da die Gänseblümchen noch in der Milch fein im Mixer püriert werden und somit wieder Flüssigkeit später hinzukommt. Ansonsten die heisse Suppe zuvor mit der Mehlbutter abbinden und ein paar Minuten köcheln lassen, damit der Mehlgeschmack wieder verschwindet und dann erst die pürierten Gänseblümchen zugeben. Wenn Ihr nachher wieder abbinden müsst, kochen die Gänseblümchen wieder zulange.

Diese weiße Grundsuppe könnt Ihr übrigens auch für Kräutersüppchen nehmen ( Petersilie, Brunnenkresse, Kerbel, Sauerampfer, etc.). Da das Grün der Kräuter schnell Grau wird und diese nicht lange kochen dürfen, werden Kräuter also auch hier mit etwas kalter Milch oder Fond fein püriert und später in die fertige heisse Grundsuppe gegeben und dann nur noch einmal kurz erhitzt.

Wenn die Gänseblümchen wirklich fein püriert sind, zu der heissen Suppe geben und nochmals kurz erhitzen. Beide Flüssigkeiten zusammen sollten die ideale Konsistenz für eure Suppe ergeben. Bei erhitzen mit dem Zauberstab schaumig aufschlagen, dass eine Menge Schaum entsteht. Abschmecken mit Salz und Pfeffer und etwas Worchester.

In vorgewärmte tiefe Teller anrichten und mit den verbliebenen Gänseblümchen und dem Schnittlauchstroh ausgarnieren und sofort servieren.

Dazu passen als Einlage kleine Kalbfleischnocken oder auch ein halbiertes, gekochtes Wachtelei. ( am besten erst Kochen und dann halbieren ;-) )