In meinem Newsletter habe ich es bereits angekündigt – Gugelhupf ist mein Trendgebäck im 2017. Wie ich darauf komme? Nun, beim Ausmisten zwischen den Jahren sind mir meine zwei Gugelhupf-Formen in die Hände gefallen. Für mich ein Zeichen, wieder mal Gugelhupfe oder Gugelhopfe – wie wir Schweizer auch sagen – zu backen. Und zwar alle Varianten, also Gugelhupfe aus Hefe-, Rühr- oder Biskuitteig. Den Anfang macht dieser Hefegugelhupf.

Hefegugelhupf

Hefegugelhupf ist nämlich der König der Gugelhupfe, und ist damit wie geschaffen als letztes Thema für den Bread Baking Days. Nach 85 BBDs habe ich nämlich beschlossen, diese Event-Reihe in Rente zu schicken. Der letzte Bread Baking Day #86 hat nun also das Thema Hefegugelhupf. Ich würde mich sehr freuen, wenn der eine oder andere ein Hefegupf zur Verabschiedung backen würde.

Hefegugelhupf Stueck

Zurück zu den zwei Formen, die ich beim Ausmisten gefunden habe. Die eine ist aus Silikon. Solche Formen waren vor 10 Jahren voll der Hit. Ich mag die nicht mehr so sehr, vor allem weil sie unstabil und wabbelig sind. Die Kuchen kommen dadurch gerne unförmig aus diesen Formen. Die andere von Dr. Oetker ist aus Stahlblech. Da habe ich das Problem, dass sie am Aussenrand etwas rostet, und die Beschichtung hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Ich muss mir dieses Jahr wohl mal eine neue Form gönnen. Wer eine Empfehlung hat, her damit! Bis es aber soweit ist, nutze ich die vorhandenen zwei Formen.

Hefegugelhupf

Hefegugelhupf

Rezept reicht für: 1 Gugelhupf

Der klassische Hefegugelhupf, hier mit Rum-Feigen, ist der König der Gugelhupfe.

Zutaten

  • 450 g Mehl
  • 20 g Frischhefe
  • 1 EL Sauerteig
  • 85 g Milch
  • 90 g Zucker
  • 10 g selbstgemachter Vanillezucker
  • feingeriebene Schale von 1/2 Zitrone
  • 2 Eier (M)
  • 4 g Salz
  • 80 g Butter
  • 100 g in Rum oder Kirsch eingeweichte Rosinen, hier Feigen

Zubereitung

  1. Mehl in die Schüssel der Kenwood Cooking Chef geben. Eine kleine Mulde machen. Zerbröckelte Hefe und 50 g lauwarme Milch in die Mulde giessen. Mit etwas Mehl von der Mulde verrühren bis ein Brei entsteht. Etwas Mehl über diesen Brei stäuben und zugedeckt 30 Minuten anspringen lassen.
  2. Restliche Milch, Sauerteig, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale dazu geben. Auf kleinster Stufe bei 30 Grad 4 Minuten kneten. Nun Salz zugeben auf Stufe 2 8 Minuten kneten, dabei Butter stückchenweise zugeben.
  3. Eingelegte Rosinen oder fein gehackte Feigen zugeben und auf kleinster Stufe 1 Minute unterkneten lassen. Knethaken entfernen, Maschine auf 30 C und Rührintervall 3 stellen, Spritzschutz anlegen und Teig zugedeckt 60-90 Minuten gehen lassen.
  4. Gugelhupf-Form grosszügig mit Butter ausstreichen und mit Mandelblättchen ausstreuen. Teig in die Form geben.
  5. 3 dl Wasser in den AEG ProCombi Sous Vide Multi-Dampfgarer füllen Gugelhupf-Form auf Ebene 2 auf das Backgitter stellen. Programm Gärstufe 20-30 Minuten einstellen. Danach Funktion Intervall-Dampf 160 C wählen und 30 Minuten backen.
  6. Gugelhupf-Form aus dem Ofen nehmen 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann auf ein Gitter stürzen und dabei beten, dass er heil aus der Form kommt!
  7. Der Gugelhupf schmeckt lauwarm am besten. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.
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Diesen Gugelhupf musste ich zwei Mal backen. Das erste Mal wurde er zu trocken, weil ich ihn zu lange gebacken habe. Für normale Backöfen werden meistens 45 Minuten bei 180 C als Backempfehlung angegeben. Ich habe ihn beim ersten Versuch in der Silikonform 40 Minuten bei Intervall-Dampf 175 C gebacken. Das war eindeutig zu lang und zu heiss. Beim zweiten Versuch habe ich die Stahlblechform genommen, und den Gupf bei 160 C ebenfalls Intervall-Dampf 33 Minuten gebacken.

Hefegugelhupf angeschnitten

Viel besser, und es hätten sogar 30 Minuten gereicht. Wer möchte ein Stück probieren?