Jambalaya

Die Jambalaya eine kreolische Spezialität kann den Einfuss der spanischen Paella nicht von sich weisen. Ist auch kein Wunder, denn die kreolische Küche ist ein Gemisch aus der westindisch-karibischen, französischen, englischen, spanischen, afrikanischen und asiatischen Küche.

Natürlich kommt auch in der Jambalaya die heilige Dreifaltigkeit (Peperoni, Zwiebeln und Stangensellerie) des „Louisiana Food“, wie die Vermischung der kreolischen und Cajun-Küche neuerdings genannt wird, in Einsatz.

Jambalaya
Rezept für 2 Personen

Jambalaya

140 g Langkornreis
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 kleiner roter Peperoncino, in Ringen
1 kleiner grüner Peperonciono, in Ringen
1 EL Erdnussöl
2,5 – 3 dl kräftige Hühnerbouillon
2 EL Zitronensaft
2 kleine Lorbeerblätter
1 EL frische Thymianblättchen
1/2 TL Paprika
Cayennepfeffer
Pfeffer
2 Stengel Stangenselleri, fein geschnitten
1 Peperoni , in Würfeli
1 grosse Tomate, gehäutet und in Stücke geschnitten
1 EL glattblättrige Petersilie, fein gehackt

8 rohe geschälte Crevetten
Erdnussöl zum Braten
Salz
50 g Kochschinken, in ca. 3/4 cm breiten Streifen

Reis waschen, gut abtropfen. Zwiebel fein hacken. Zwiebeln, Knobli, Peperoncini, Selleri und Peperoni andämpfen, Reis beifügen, mitdünsten, bis er glasig ist. Bouillon dazugiessen, restliche Zutaten bis und mit Tomate beifügen. Offen ca. 20-30 Min. köcheln. Der Reis sollte eher trocken sein. Petersilie die letzten 5 Min. mitkochen.

Crevetten im heissen Oel beidseitig je ca. 2 Min braten, salzen.

Servieren: Schinken unter den Reis mischen, nur noch heiss werden lassen. Crevetten auf dem Reis anrichten und sofort servieren.

Wer es etwas dekorativer möchte, kann wie Ralph bei seinem vietnamesischen Salat den Schwanz der Crevetten nicht entfernen.


14 Gedanken zu „Jambalaya

  1. wieder machen, sieht toll aus.

    Aber in eine echte Jamalaya gehoert natuerlich noch spicy Andouille Sausage ( nicht die milde, franzoesische Variante ) oder zur Not auch Kielbasa ;-)

  2. REPLY:
    Dann wird’s bei mir immer eine unechte Jambalaya bleiben, denn diese Würste gibt es natürlich hier nicht zu kaufen. Chorizo könnte ich bieten. ;-)

  3. >> 1 Knoblauchzehe, gepresst <<

    In den Jambalaya-Rezepten, die ich kenne, ist von „garlic, minced“ die Rede – also „zerhackt“ – die Rede.

    Das deckt sich mit dem, was Anthony Bourdain in „Kitchen Confidential“/„Geständnisse eines Küchenchefs“ schreibt:

    >> Garlic is divine. (…) Misuse of garlic is a crime. Old garlic, burnt garlic, garlic cut too long ago, garlic that has been smashed through one of those abominations, the garlic press, are all disgusting. Please, treat your garlic with respect. (…) Smash it, with the flat of your knife blade if you like, but don’t put it through a press. I don’t know what that junk is that squeezes out the end of those things, but it ain’t garlic. <<

    Zudem scheinen sich die Gemüter darüber zu scheiden, ob Petersilie in Jambalaya gehört. Da ich Petersilie hasse (siehe „Wer, bitteschön, braucht Petersilie???“), glaube ich den Rezepten aus New Orleans und Cajun Country, die auf Petersilie verzichten. ;-)

  4. REPLY:
    Manchmal presse ich Knoblauch manchmal nicht. Kennst du die Sendung Lafer! Lichter! Lecker!, da kommt das Thema auch immer wieder auf. ;-)

    Ich mag Petersilie, ob sie in Jambalaya gehört weiss ich nicht. Mir hat’s geschmeckt, und das ist das Wichtigste, oder?

  5. REPLY:
    Ich kann dieses Ereifern der „Knoblauch-niemals-pressen!“-Fraktion nicht mehr ertragen, da es jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehrt.
    Genau wie Zwiebeln oxidiert auch Knoblauch, und das umso schneller, je grösser, also zerstörter die Oberfläche ist. Das passiert aber nur bei Einwirkung von Sauerstoff. Verschwindet der gepresste oder pürierte Knoblauch gleich in einem Gericht, wird auch Herr Boudain keinen Unterschied zu seiner Methode feststellen können. – Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Pressen und mit-der-Klinge-zerquetschen? Schnickschnack.

  6. REPLY:
    So sehe ich es auch. Wie du sagst, wenn der Knoblauch sofort verarbeitet wird, und das wird er bei mir – wie auch frisch gehackte Kräuter -, merke ich keinen Unterschied. Aber ich habe vielleicht auch nicht so einen superfeinen Gaumen wie Boudain. ;-)

  7. REPLY:
    @Zorra:
    „Lafer! Lichter! Lecker!“ kenne und schätze ich. Durchs Googlen nach der Kombination von L!L!L! und Knoblauch landete ich bei einem Artikel der Stiftung Warentest (test 5/2007):
    >> Stifteln oder schneiden ist gut, pressen ist besser. Das jedenfalls meinen argentinische Wissenschaftler. Der Grund: Beim Zerquetschen der Zehen mit der altbewährten Knoblauchpresse kann das Enzym Alliinase seine Wirkung besser entfalten, was wiederum die Entstehung von Allicin fördert. Und Allicin ist der berüchtigt-gesunde Knofel-Bestandteil, der die Blut­gefäße schützt. <<

    Interessant …

    Wenn ich’s mir genau überlege, könnte ich Petersilie in Jambalaya wahrscheinlich ertragen (egal, ob sie reingehört oder nicht), weil man sie (hoffentlich) nicht so intensiv herausschmeckt. Wird sie allerdings über ein Gericht drübergesprenkelt, ist es nix mehr für mich.

  8. REPLY:
    Nach intensiven Selbstversuchen schwöre ich auf Campofrio Chorizo Serrano Fort Picante, die ich häufig als Tapas-Gericht einfach mit Olivenöl und halbierten Knoblauchzehen kurz anbrate. In Spanien begegnete mir eine fettärmere Version dieses Gerichts – dort wurde Chorizo mit einem Lorbeerblatt in Rotwein gekocht. War auch sehr lecker.

  9. REPLY:
    So als Garnitur mag ich Petersilie auch nicht. Für Fotos ok, aber zum Essen eher nicht. ;-) Wenn sie jedoch untergemischt wird, kann sie wirklich bereichernd wirken, vor allem die glatte Petersilie.

    Na siehst du, für jede Theorie gibt es eine Gegentheorie. ;-) Ich machs meist so, wie es mir schmeckt, auch wenn’s gegen irgend ein „Küchen-Gesetz“ verstösst. ;-)

  10. REPLY:
    Meine Lieblings-Chorizo kommt aus der Provinz Malaga. Marke muss ich nachschauen, aber ich denke, die gibt es in D, CH und A nicht zu kaufen. Ziemlich ein fettes Ding, aber sehr schmackhaft, da aus iberischem Schwein gemacht.

    Ich koche sie in Weisswein und Sherry. Ist auch lecker. Rezept findest du hier und Infos über Chorizo allgemein hier.

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