Zurzeit herrscht bei uns Luftfeuchtigkeit wie in den Tropen. Bei solchen Wetterverhältnissen habe ich natürlich keine Lust beim Brotbacken mit meinem Wunderofen noch mehr Dampf zu erzeugen. Trotzdem muss Brot her. Bei Tropenwetter bietet sich das Backen von Brot im Topf an. Ihr wisst im geschlossenen Topf bildet sich beim Backen Dampf, so kann ich mir des Erzeugen von Dampf sparen. Brotbacken im Topf geht natürlich immer, nicht nur bei Tropenwetter.

Brotteige mögen es feuchtwarm

Ich finde hohe Luftfeuchtigkeit nicht so toll, man kann kaum atmen und alles ist klebrig. Brotteige hingegen mögen das feuchtwarme Klima.

Kartoffelbrot-Teig mit Blasen

Der Sauer- aber auch der endgültige Brotteig geht besser als gewohnt. Dieser Kartoffelbrot-Teig ging ab wie Luzi. Ich liebe es, wenn der Teig solche Blasen bildet. Man sollte sie aber aufschneiden, sonst gibt es ganz viele Brosamen wenn man das fertige Brot aus dem Topf holt.

Autolyse für einfacheres Teighandling

Nicht nur Wärme mag so ein Brotteig sondern auch Autolyse . Davon habt ihr sicher auch schon gehört. Bei einer Autolyse wird dem Teig nach dem ersten Mischen eine Pause von 20 Minuten bis zu 3 Stunden gegönnt. Diese Pause lohnt sich vor allem bei weicheren Teigen. 20 Minuten reichen in meinen Augen schon aus. In dieser kurzen Zeit beginnt die Glutenentwicklung, der Teig wird elastischer, standfester und somit einfacher zu handhaben.

Kartoffelbrot aus dem Topf Krume

Ich finde diese zusätzlichen 20 Minuten sollte man unbedingt investieren. Seit ich meinen Teigen Autolyse gönne, kommen meine Brote wieder mit solche saftigen und offenen Krumen aus dem Ofen. Irgendwie hatte das mit grösseren Löchern in der Krume seit längerem nicht mehr wirklich geklappt. Solltet ihr Autolyse noch nicht probiert haben, dann wird es höchste Zeit!

Kartoffelbrot aus dem Topf

Kartoffelbrot aus dem Topf

Rezept reicht für: 1 mittelgrosses Brot gebacken im ovalen Topf mit 4,2 Liter Volumen

Saftiges Brot mit gekochter Kartoffel, Hartweizengriess und Weizenmehl im Topf gebacken.

Zutaten

  • 1 gekochte Kartoffel, ca. 190 g
  • 200 g mittelfester aktiver Sauerteig
  • 280 g Wasser
  • 3 g Frischhefe
  • 100 g Hartweizengriess
  • 100 g Weizenmehl Type 1050
  • 300 g Weizenmehl Type 550
  • 13 g Salz

Zubereitung

  1. Kartoffel schälen und direkt durch die Bircherraffel in die Schüssel der Küchenmaschine reiben.
  2. Den Sauerteig mit 100 g Wasser etwas auflösen und zusammen mit der Hefe zur Kartoffel geben.
  3. Restliche Zutaten ausser Salz dazugeben und 4 Minuten auf kleinster Stufe zusammenrühren.
  4. Teig 20 Minuten in der Schüssel ruhen lassen (Autolyse) dann Salz zugeben und 6 Minuten auf Stufe 1,5 auskneten.
  5. Teig zugedeckt bei 90 Minuten ruhen lassen, dabei insgesamt 2x nach je 30 Minuten falten.
  6. Teig länglich formen und mit Schluss nach unten in einem Gärkörbchen zugedeckt je nach Raumtemperatur 45-75 Minuten gehen lassen.
  7. Ofen inkl. Topf und Deckel auf 250 C aufheizen.
  8. Sobald der Ofen die Hitze erreicht hat, dauert ca. 20 Minuten, den Topf aus dem Ofen nehmen, Deckel entfernen. Ofenhandschuhe nicht vergessen! Den Teigling in den Topf plumpsen lassen. Topf mit dem Deckel verschliessen.
  9. 20 Minuten bei 250 C backen, dann Hitze auf 230 C reduzieren und nochmals 20 Minuten backen, schliesslich den Deckel entfernen und 5 Minuten offen fertig backen.
  10. Das Brot aus dem Topf auf ein Gitter kippen und auskühlen lassen.
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