Foodfreak und Küchenlatein haben der Tüte den Kampf angesagt. Ein tolles Projekt wie ich finde, denn vieles kann man wirklich selbermachen und es dauert meist auch nicht viel länger als mit einer Tüte zu kochen.

Zum Glück war ich noch nie ein grosser Tütenfan. Ich muss jedoch gestehen ab und zu verwende ich braune Bratensauce oder für meine Lieblings-Spargelwähe ein Päckli Hollandaise, wobei ich beides aus der Schweiz importieren muss. Vorgestern habe ich die letzte Tüte Hollandaise aufgebraucht. Nächstes Mal muss ich also eine Sauce selbst machen. Eine echte Hollandaise wird aus einer Reduktion, Eigelb und viel Butter über einem Wasserbad aufgeschlagen und muss sofort serviert werden. Sie eignet sich also nicht für die Wähe, denn sie würde beim Backen gerinnen. Bei Foodnews habe ich weitere Rezepte für Sauce Hollandaise gefunden, wobei mir folgende Variante für die Wähe am geeignetsten scheint.

Sauce Hollandaise à la Bonne Femme

1 EL Butter
1 gestrichener EL Mehl
2 dl Milch
1 dl selbstgemachte Hühnerbrühe
Pfeffer, Salz und Muskat
Zum Fertigstellen
25 g Butter
1-2 TL Zitronensaft

Butter in einem Pfännchen erhitzen, Mehl dazu geben und rühren. Dann mit Milch und Wasser ablöschen und 15 min köcheln lassen. Würzen und die zusätzliche Butter einrühren und mit Zitronensaft leicht ansäuern.

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Als Teig für die Wähe habe ich meinen selbstgemachten Pseudo-Blätterteig verwendet, den ich vor einiger Zeit in der Grösse der Wähenform ausgewallt und dann eingefroren habe. Der Pseudo-Teig ist wirklich genial, sogar einfrieren kann man ihn.

Kochen mit und ohne Tüte - Spargelwähe

Und weil uns diese Spargelwähe so gut schmeckt, ob mit oder ohne Tüten Hollandaise, ist dies mein Beitrag zum Mai Garten-Koch-Event mit dem Thema Spargel ausgewählt von Sus. Diesmal habe ich übrigens noch frischen Estragon ins Rezept geschmuggelt. Sehr fein!

Garten-Koch-Event Mai: Spargel [31.05.2010]