Nicht gerade der schönste Ort Andalusiens, an den ich euch heute mitnehme. Aber ich hatte einen Zahnarzt-Termin dort, und dann ist der Zahnarzt nicht aufgetaucht. Also habe ich mein knallgelbes Lumia hervorgeholt und ein bisschen die Gegend rund um die Praxis fotografiert.

Kommt mit nach Algeciras!

Algeciras ist nicht wirklich eine Stadt, die man gesehen haben muss. Sie hat den Charme der 70iger Jahre. Aber es ist eine bedeutende Hafenstadt mit knapp 115'000 Einwohnern und die Heimastadt des legendären und erst kürzlich verstorbenen Musiker Paco de Lucía

Kommt mit nach Algeciras!

Die Stadt ist stolz auf ihren bekannten Bürger und schmückt ihre Feria-Plakate sogar mit ihm und einem Torero, der ausschaut wie Elvis. ;-) Leider gibt es hier immer noch Stierkämpfe, aber das ist ein anderes Thema.

Wie gesagt, die Stadt hat den Charme der 70iger. Die baufällige Kunstschule stammt von Fernando Garrido Gutiérrez und wurde 1971 erbaut. Das Bauwerk ist im Gegensatz zu den hässlichen Wohnblöcken interessant gestaltet und wird nun auch renoviert. Wobei ich nicht verstehe, weshalb die Schule überhaupt so verfallen ist. Kunststudenten hätten sich doch darum kümmern können?

Ansonsten gibt es im teilweise autofreien Zentrum ein paar charmante Ecken. Die meisten alten Bauten sind baufällig, aber man sieht dort noch den Einfluss der Mauren. (Fotos davon mache ich bei meinem nächsten Besuch.) Angenehm kühl ist es im Parque de María Cristina.

Kommt mit nach Algeciras!

Der Park – ebenfalls im Zentrum gelegen und im französichen Stil angelegt – ist etwas marod. Er umfasst 20.683 m2 und wurde 1834 eingeweiht. Riesige Plantanen und Palmen spenden Schatten und Springbrunnen sorgen für kühle Luft. Ein schöner Ort um sich vom "Zahnarzt-Aerger" zu erholen. ;-)

Aprops schöner und kühler Ort. Es lohnt sich mit dem Bus Nr. 10 nach El Cobre zu fahren (Dauer ca 30 Minuten) und dort dem Lauf des südlichsten Fluss Europas Río de la Miel bis zum kleinen Wasserfall zu folgen.