Nachgebacken – Bordelaise

Bei Susans Yeastspotting ist mir letzte Woche das Bordelesa von Daniela von Vegetarian Gustos si Sanatos ins Auge gestochen. Daniela hat das Rezept ebenfalls ein paar Wochen zuvor bei Yeastspotting entdeckt, damals hat es Sourdough, the angry baker gebacken.

Das ist doch wieder mal ein schönes Beispiel wie Internet durch Verlinkung funktioniert, und zeigt – in meinen Augen -, dass alles was man gibt irgendwann zurückkommt – in welcher Form auch immer!

Ich habe dem Teig – im Gegensatz zum Original – noch wenig Hefe gegönnt und die Mengen auf 10 g auf/abgerundet. Es heisst zwar immer, man muss beim Backen genau abwägen. Das gilt aber nur für Kuchen etc.. Bei Brotteig muss es nicht genau aufs Gramm sein. Mit etwas Erfahrung fühlt man die optimale Konsistenz des Teiges. Dieser hier ist ziemlich feucht und klebrig, daher nicht gerade für Anfänger geeignet. Anfängern empfehle ich mein Basisrezept auch mit Vor- aber ohne Sauerteig. Das Basisrezept gibt es ebenfalls mit Bildanleitung im Blog oder in meinen beiden pdf-Büchern (siehe rechte Seitenleiste).

Zurück zum Bordelaise, es ist perfekt gelungen. Ich sage nur Lauf!

Nachgebacken - Bordelaise

Die Kruste hat geknistert, was man an den Splitterrissen sehen kann, und die Krume ist offen und saftig. Mmmmh!

Bordelaise
ergibt 1 kleinen Laib

Nachgebacken - Bordelaise

Sauerteig
60 g Weizenmehl
80 g Wasser
10 g aufgefrischter Sauerteig

endgültiger Teig
gesamter Sauerteig von oben
330 g Weizenmehl
30 g Roggenvollkernmehl
10 g Weizenvollkornmehl
200 g Wasser (Original 220 g)
5 g Frischhefe
9 g Salz

Für den Sauerteig alle Zutaten mischen und zugedeckt bei 20 Grad bei Raumtemperatur 12-14 Stunden gären lassen.

Für den endgültigen Teig die Hefe direkt ins Mehl bröseln. Sauerteig mit dem Wasser auflösen und zusammen mit den Mehlen in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Auf Stufe 1.5 (von 4) 4 Minuten kneten. Das Salz zugeben, die Geschwindigkeit erhöhen Stufe 2 (von 4) und weitere 5 Minuten kneten. Den weichen und leicht klebrigen Teig in eine Schüssel geben und zugedeckt 90 Minuten gehen lassen, dabei diesen zweimal nach je 30 Minuten zusammenfalten.

Den fertig gegangen Teig vorsichtig länglich formen und mit Saum nach oben in ein Gärkörbchen legen. Zugedeckt je nach Raumtemperatur 75-90 Minuten gehen lassen.

Backofen plus Backblech auf 240 C aufheizen.

Brot aus dem Gärkörbchen direkt aufs heisse Backblech kippen. Rasch einschneiden und 20 Minuten backen. Nach den 20 Minuten die Temperatur auf 220 C reduzieren und kurz die Backofentür öffnen um den Dampf abziehen zu lassen. Brot weitere 10-15 Minuten backen, danach das Brot aus dem Ofen nehmen.

Das Brot auf einem Gitter abkühlen lassen.

Nachgebacken - Bordelaise

Selbstverständlich reiche ich das Brot bei Susans wöchentlichem Yeastspotting ein. So wird der Kreis geschlossen, ausser es backt es noch jemand nach, was zu empfehlen ist!

For recipe in English go to Sourdough, the angry baker or in Spanish or Catalan to Vegetarian Gustos si Sanatos.


14 Gedanken zu „Nachgebacken – Bordelaise

  1. Zorra! Zorra! Zorra!
    Da feuer ich dich doch gerne an, dass dein Lauf so weitergeht!
    Ein herrliches Brot: gefensterte Kruste, schöne großporige Krume! Das kommt auf die Liste! Und ja, das Verlinken und miteinander Vernetzen, das Geben und Nehmen, gefällt mir am I-net ebenfalls besonders gut.

  2. Hast aber wirklich einen Lauf – das Brot sieht perfekt aus! Da bekomm ich Lust, auch wieder mal anzufangen. Ich werd mal meinen getrockneten Sauerteig suchen gehen ;-) …

  3. Ich kann mich dem Lob nur anschließen.

    Kompliment zu diesem wunderbaren Brot, welches natürlich umgehend auf meiner Nachbackliste gelandet ist.

  4. Das Brot sieht super lecker aus. Jetzt muss ich nur noch meinen Sauerteig wieder zu Leben erwecken und dann steht dem Nachbacken nix mehr im Wege ;-)

  5. Hallo Zorra,
    tolles Brot :-) Hab es gestern nachgebacken, aus der Not heraus mit ein paar Abwandlungen, ich hoffe Du verzeihst mir das ;-) Statt klass. Sauerteig fertigen LM, den dann etwas verflüssigt, da er fester geführt wird, und noch 1-2 El alten Teig und ca 50g des WM durch Hartweizengriesmehl ersetzt. Der Teig ging super auf, toller Ofentrieb und eine phantastisch gefensterte Kruste – juhu. Wird heute zum Frühstück verputzt, dann bin ich mal aufs Innere gespannt. Werde aber demnächste Dein Originalrezept und das von Steffi nachbacken – versprochen. Herzlichst Nadja

  6. REPLY:
    Ich kann mich auch nie ans Rezept halten. ;-) Manchmal werden die abgeänderten Rezepte ja sogar besser als die Vorlage und so entstehen auch neue Rezepte. Ist doch spannend!

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