Pressereise zur kalifornischen Walnussernte – Die Ernte

Wusstet ihr, dass Falken Walnüsse lieben?

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte (Walnüsse und Feder eines Falken)

Und Hunde auch, aber darüber später mehr…

Nach der kurzen Nacht im bequemen Bett und einem Frühstück ging es mit dem Bus

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte

nicht auf eine Wine Tour – sondern zu den Walnussplantagen in Winters.
Die kalifornische Walnussindustrie setzt sich aus mehr als 4000 Walnussfarmern und mehr als 80 walnussverarbeitenden Betrieben zusammen. John Aguiar ein Angestellter von Mariani Nuts – ein solcher walnussverabeitender Betrieb – führte uns in Winters zu einem ungefähr 20 Jahre alten Walnusshain.

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte (Walnusshain)

Ein alter Hain, man sieht es an den grossen Bäumen, aber auch an den grossen Abständen zwischen den Bäumen. Bei den neuen Hainen werden die Bäume näher aneinander gesetzt. Eine erste Ernte ist bei neuen Hainen übrigens erst nach 7 Jahren möglich, erst dann tragen die Bäume die ersten Nüsse und nach ca. 30 Jahren ist Schluss. Die Bäume tragen dann zwar noch Nüsse, aber es lohnt sich nicht mehr für den kommerziellen Anbau. Die Ernte für 2012, welche von Ende August bis anfangs November dauert, sieht übrigens gut aus. Sie wird auf 426’000 Tonnen geschätzt. Letztes Jahr wurden 418’000 Tonnen geerntet.

Aber wie kommen die Walnüsse vom Baum?

So.

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte (Schüttelmaschine in Action)

Riesige Schüttelmaschinen schütteln an jedem einzelnen Stamm…

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte (Schüttelmaschine)

… bis die Walnüsse von den Ästen fallen.

Wie man sehen kann eine staubige Angelegenheit und beindruckend, denn die Maschine lässt nicht nur den Baum sondern auch die Erde beben.

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte (Walnüsse)

Auf dem Boden habe ich nebst den übrigens köstlichen Walnüssen (ich habe genascht) die im Eingan erwähnte Falkenfeder entdeckt. John hat uns dann auch noch von seinem Hund erzählt, der Walnüsse liebt. Der Hund knackt die Nüsse mit den Zähnen und grübelt irgendwie die Kerne raus. Nach der Ernte im November hat der Fido ein seidenglattes Fell, so erzählte uns John. Walnüsse sind also nicht nur für Menschen gut. ;-)

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte (Schüttelmaschine)

Sobald die Schüttelmaschine alle Bäume geschüttelt hat, kommt eine andere Maschine. Eine Art Staubsauger, der die Walnüsse vom Boden aufsaugt und gleichzeitig schon mal Äste und grüne Aussenhüllen grob aussortiert. Diese Maschine haben wir jedoch nicht im Einsatz gesehen, dafür haben wir noch schnell ein Gruppenfoto im Walnusshain gemacht.

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte (Gruppenfoto)

Danach ging es weiter zum nächsten Schritt der Walnussverarbeitung. Das Sortieren und Waschen der Nüsse. Der Monster-Staubsauger bringt die Walnüsse zu einer Waschstrasse.

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte

Zuerst wird aber nochmals der Unrat aussortiert.

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte

Dann gehen die Nüsse auf einem Laufband durch die Waschstrasse…

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte (gewaschene Walnüsse)

…kommen gewaschen raus und werden in ein Truck geladen…

Pressereise zur kalifornischen Walnussernte - Die Ernte

…und zum nächsten Verarbeitungschritt transportiert, denn so können sie noch nicht in den Handel kommen.

Fortsetzung folgt…


9 Gedanken zu „Pressereise zur kalifornischen Walnussernte – Die Ernte

  1. Toller Bericht! Ich esse zwar für meinen Leben gerne Walnüsse, habe mir bis jetzt aber nie großartig Gedanken darüber gemacht, wie die Walnüsse geernet werden. Jetzt habe ich gleich mal wieder etwas dazu gelernt :-)

  2. Danke Zorra für diesen interessanten Bericht über die Walnussernte. Ich habe mich schon immer gefragt, wie sie die Walnüsse ernten. Ich habe einmal ein Video von der Haselnussernte in Deutschland bis hin zur süßen Schoko-Haselnusscreme gesehen. Die verwenden auch so Rüttelmaschinen. Nur die sie rütteln da eher Sträucher als Bäume. Ich frage mich nur, wie die Rüttelmaschine es schaft, nach dem Rütteln nicht über die heruntergefallenen Walnüsse zu fahren. Auch wie diese geknackt werden. Ob sie Papiernüsse mit dünner Schale oder eher robustere Nüsse mit dicker Schale anbauen. Bei mir ergattern schon lange vor der Ernte die Eichhörnchen die meisten Nüsse. Die verstecken sie dann so gut, dass sie sie oft selbst nicht mehr finden. Ich frage mich daher, ob sie nicht auch Probleme mit den Streifenhörnchen haben und was sie dagegen tun.

    Liebe Grüße
    Anna

  3. REPLY:
    Auf einem Foto oben sieht man es ein bisschen, die Schüttelmaschine hat unten Bürsten, damit macht sie sich etwas den Weg frei. Ein paar Nüsse werden natürlich immer überfahren. Wie das Knacken geht, verrate ich bald. ;-)

    Streifenhörnchen habe ich dort keine gesehen, vielleicht fressen ja die Falken nicht nur Walnüsse. ;-)

  4. Wie mir scheint haben diese Nüsse nicht diesen Parasiten, der hier in Europa grassiert. Da sind dann die Schalöen der nüsse schwarz und lassen sich nur mehr schwer von der Nuss lösen. Kleine Würmchen verbergen sich dahinter. Wahrscheinlich werden die Bäume auch mit Pestiziden behandelt.

  5. So nett der Bericht geschrieben ist, irgendwie finde ich es traurig, daß hier die größeren, faden aber billigeren kalifornischen Walnüsse promoviert werden, währen die einheimischen, europäschen Walnußerzeuger in Frankreich, Deutschland und Spanien, etc. auf ihren ausgezeichneten, wesentlich aromatischeren wenn auch etwas teureren Früchten sitzenbleiben….von dem Unsinn einmal abgesehen, Walnüsse über tausende von Kilometern umweltschädlich zu transportieren, wenn man eine bessere Qualität vor der Haustür hat…

  6. Och Mist – da dachte ich, ich hätte hier was kommentiert. Dabei hatte ich Deinen Post in aller Herrgottsfrühe auf dem Handy im Bett gelesen. Im Kopf war mein Kommentar fertig… Leider kam er nie via Tastatur zu Dir.
    Deshalb hier nun direkt aus meinem Laptop: Tolle Reportage und schöne Bilder. Spannend, ich wusste nicht, dass Walnüsse auf diese Art geerntet werden.

    Apropos Walnüsse: Kennst Du das Buch «Spätholz» von Walter Kauer? Da geht es auch um einen Nussbaum… im Tessin. Eines meiner Lieblingsbücher.

  7. REPLY:
    Och ich Doofie – der Autor heisst Walther Kauer, also mit th. Falls sonst noch wer an dem Buch interessiert ist…

  8. REPLY:
    Danke Zorra. Ich habe jetzt erst entdeckt, dass Du sogar noch ein Video gemacht hast. Ich denke, dass die Maschine gar nicht so stark rütteln kann, dass wirklich alle Nüsse herunterfallen. Da bleibt sicher noch was für Falken und Eichhörnchen übrig. Bin schon sehr gespannt darauf wie es mit der Verarbeitung weiter geht.

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