Spaghetti alla bolognese ist ein Klassiker auf vielen Speisekarten, dabei ist es ein Frankenstein-Gericht. Spaghetti Bolognese hat nie exisitiert sagen Puristen bzw. dieses Gericht habe nichts mit der italienischen kulinarischen Kultur zu tun. Das Original-Ragù alla Bologense wird zu Tagliatelle serviert, und das Ragu besteht mehrheitlich aus Fleisch und nicht Tomaten.

Natürlich habe ich schon mal Ragù alla Bolognese gemacht und zwar nach dem Rezept von Marcella Hazan. Kürzlich hat mich aber im Newsletter von Giallo Zafferano ein leicht anderes Ragù alla Bolognese Rezept angelacht, das musste ich ausprobieren. Es beinhaltet im Gegensatz zu Marcellas Rezept keine Tomaten sondern nur Tomatenpürée und kommt wohl dadurch dem Original näher. Ich habe aber Frevel begangen und anstelle der Tagliatelle selbstgemachte Pappardelle dazu serviert.

Ich habe leider nur die Hälfte des Originalrezeptes gemacht, was sich eigentlich gar nicht lohnt, da die Sauce lange vor sich hin köcheln muss. Nächstes Mal also mindestens die doppelte Menge machen. Man kann das Ragù auch gut einfrieren.

Ragù alla Bolognese
ergibt 2 grosse Portionen

Ragù alla Bolognese, ma prefetto!

1 kleines Rüebli
1 kleine Selleriestange
1 kleine Zwiebel
25 g Butter
1 EL Olivenöl
250 g gemischtes Hackfleisch (halb Schwein/ halb Rind)
50 g feingehackter Pancetta
100 ml Rotwein
150 ml Fleischbrühe (ich habe selbstgemachte Hühnerbrühe verwendet)
1 EL 3-fach konzentriertes Tomatenpürée (15 g)
100 ml frische Vollmilch
Salz und Pfeffer

Gemüse ganz fein schnippeln. Butter und Olivenöl in der Pfanne erwärmen, feingehacktes Gemüse darin 5-10 Minuten weich dünsten, dann Speck und Fleisch zugeben und das Ganze 30 Minuten köcheln (nicht braten) lassen. Rotwein dazugiessen und verdampfen lassen.

Ragù alla Bolognese, ma prefetto!

Tomatenpürée in etwas Brühe auflösen und dieses Mischung zum Fleisch geben gut mischen. Das Ganze wenig salzen, nicht zuviel, da das Ragù jetzt noch gute 1 1/2 Stunden köcheln muss. Während dieser Zeit das Ganze ab und zu mal umrühren und Brühe dazugiessen, bis sie aufgebraucht ist. Ganz zum Schluss Milch dazugeben umrühren mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu Tagliatelle servieren.

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Sigrid von Cavaletto di Bruxelles hat, wie es der Zufall so will, am Montag ebenfalls ein Ragù alla Bolognese Rezept gebloggt und dazu noch einige gute Tipps aufgeführt. Zum Beispiel, dass man die Sauce gut mit der Pasta mischen soll und nicht einfach nur oben drauf klatschen soll. Das habe ich natürlich beachtet!