Rheinischer Apfel-Riesling-Kuchen für den Blog-Event LXVI

Achtung, es folgt ein leicht quengeliger Beitrag, denn draussen regnet’s, mein linker Daumen ist geschwollen und überhaupt…

Ich muss gestehen, das Thema des aktuellen Blog-Events Kulinarische Reise durch das Rheinland – ausgewählt von edekaner von Chef, der Metzger hat gesagt – hat mich nicht besonders inspiriert. Erstens weiss ich nicht genau wo die Grenzen des Rheinlands verlaufen, aber da bin ich, wie ich auf Nachfrage bei Facebook erfahren konnte, zum Glück nicht die Einzige. Zweitens mag ich Sauerkraut, Blutwurst oder Miesmuscheln – alles Spezialitäten im Rheinland – nicht besonders.

Als Blogger beisst man jedoch die Zähne zusammen und macht sich auf die Suche nach Rezepten. Vielleicht gibt es ja doch was, was mir schmeckt. Unter anderem bin ich auf dieser Seite von lecker.de gelandet, wo steht:

Trotz der besonderen regionalen Einflüsse haben alle Rezepte aus dem Rheinland zumindest eines gemeinsam: sie sind nicht besonders raffiniert! Da pfiffige Rezepte aus dem Rheinland nicht bekannt sind, liegt es wohl daran, dass die Kreativität des Kochens ursprünglich nicht in der Natur der Einwohner lag…

Das liess mich schmunzeln, all meine Vorurteile bestätigt. ;-) Trotzdem haben mich zwei Rezepte von der Lecker-Liste angelacht: Reisfladen und Rheinischer Apfel-Riesling-Kuchen. Letzteres habe ich schlussendlich gebacken.

Rheinischer Apfel-Riesling-Kuchen
Rezept für 1 Springform mit 18 cm Durchmesser

Rheinischer Apfel-Riesling-Kuchen für den Blog-Event LXVI

Mürbeteig
150 g Mehl
3 EL mit Vanille aromatisierter Zucker
1 Prise Salz
55 g Butter
1 Ei

Füllung
1 Päckchen Puddingpulver
375 ml Weisswein, wenn möglich Riesling ;-)
3 EL mit Vanille aromatisierter Zucker

2 kleine Aepfel
etwas Zitronensaft
1 EL Vanille-Zimt-Zucker

Mürbeteig: Alle Zutaten ausser Ei in den SliceSy bzw. Foodprozessor geben und zu einer gleichmässig krümeligen Masse verarbeiten. Ei dazugeben und Maschine anstellen bis sich das Ganze zu einem Teig zusammenfügt. Zugedeckt 30 Minuten oder länger kühl stellen. Videoanleitung für Mürbeteig findet man im kochtopf TV.

Füllung: Puddingpulver, Zucker und 6 EL vom Wein verrühren. Restlichen Wein aufkochen und unter ständigem Rühren das angerührte Puddingpulver hinzufügen. Unter Rühren aufkochen und etwas auskühlen lassen. Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche ca. 0,5 cm dick ausrollen. Die Springform damit auslegen und mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln und Vanille-Zimt-Zucker bestreuen.

Äpfel und leicht ausgekühlte Pudding-Masse vermischen und auf dem Teig verteilen. Kuchen im auf 175 C vorgeheizten Backofen in der unteren Hälfte 70 Minuten backen. Kuchen aus dem Ofen nehmen, ca. 7 Minuten auskühlen lassen, aus der Form nehmen und auf einem Gitter ganz auskühlen lassen. Unbedingt mit gaaaaanz viel Vanille-Zimt-Sahne servieren, denn

Blog-Event LXVI  - Eine kulinarische Reise durch das Rheinland (Einsendeschluss 15.04.2011)

der Kuchen ist nix. So wie er optisch daher kommt schmeckt er auch – merkwürdig.

Rheinischer Apfel-Riesling-Kuchen

Ich hätte vielleicht doch besser etwas mit Sauerkraut oder Blutwurst gemacht. ;-)


12 Gedanken zu „Rheinischer Apfel-Riesling-Kuchen für den Blog-Event LXVI

  1. Vorurteile müssen auch bedient werden. ;-)

    Okay, wird nicht nachgebacken. Nach Apfelkuchen im Frühling ist es mir eh nicht… Aber die Fotos sind gut. :-)

  2. über diesen Beitrag. Also, erstens stimmt das schon, dass die rheinische Küche nicht sehr raffiniert ist. Das muss man leider zugeben. Auch die penetrant wiederkehrende Blutwurst ist unumgänglich. – Aber diesen Apfelkuchen kannte ich überhaupt nicht. Während ich also gerade beim Lesen denke, der könnte total lecker und ganz mein Geschmack sein, sehe ich als nächstes, dass er Dir überhaupt nicht geschmeckt hat. – Ja gut, vielleicht ist es doch ein rheinischer Kuchen…?

  3. Der Kuchen erinnert mich an die Apfelweintorte, die ich in der Ortenau kennen- und lieben gelernt habe. Sobald der Kuchen abgekühlt ist, kommt dort eine Sahneschicht direkt auf den Kuchen. Yummy :-)

  4. Da hatten wir ja die gleiche Rezeptequelle! Den Apfelkuchen habe ich auch in Erwägung gezogen, es wurden ja dann bei mir die Sauerkrautpuffer – zum Glück, das hört sich nach Deinem Backversuch ja nicht so gut an! Schade, dass er nicht gut geschmeckt hat. Sieht aber zumindest hübsch aus…

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  5. REPLY:
    Genau, Apfelwein- und Apfelsaft-Torte, die beiden kenn ich auch…
    Und die schmecken lecker….wie auch meine „Schwedische Apfeltorte“! ;)

  6. Also optisch gefällt er mir aber sehr gut!
    Beim Thema gehts mir wie dir, so wirklich inspiriert bin ich auch nicht aber wenn ich meinen Foto nicht bald wieder finde, wird das sowieso nix mit der Teilnahme :(

    Liebe Grüße,

    Lilly

  7. Da kann man sich ja nur anschließen: klingt lecker, sieht lecker aus – aber schmeckt ancheinend doch nicht so. Fast schon schade!

  8. Freut mich dass ich mit meinen Problemen mit dem Event nicht ganz allein bin ;) – für mich fallen leider auch allergie-/ernährungsbedingt alle Rezepte mit Getreide raus, was Kuchen schon mal ausscheiden liess, und auf Sauerbraten oder Miesmuschln oder Ähzezupp hab ich grad so gar keine Gelüste :-)

    Dein Kuchen sieht aber wirklich super aus, so würde sicher auch mein Liebster Apfelkuchen mögen.

  9. :-) Sehr schön: „Der Kuchen ist nix“. Den gab´s früher sehr ähnlich bei uns zuhause und ich hab ihn da schon nie besonders gemocht. Bei dem Event halt ich mich ganz raus – erst hab ich darüber nachgedacht den „Ober“-Klassiker zu machen (Schoales) – aber ich kann mich grade noch zurückhalten ;-)

  10. Mein erster Gedanke war, der hört sich lecker an. Schade wenn es nicht geschmeckt hat. Vielen Dank für deine Teilnahme an deinem Event.

  11. Bin gerade durch Zufall auf diesen Kuchen gestoßen. Optisch sieht das für mich wie Bratapfelkuchen aus. Jedenfalls nicht nach „ungenießbar“. Schade um Deine Mühe (und den Wein!).

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