Ich muss gestehen – obwohl waschechte Innerschweizerin – fehlt mir die Lozärner Fasnacht nicht. Das Fasnachtsfieber erwischt mich nur wenn ich mich an diesen Tagen (dieses Jahr vom 19. bis 24. Februar) in der Leuchtenstadt aufhalte, was seit x-Jahren nicht mehr der Fall ist. Was mir aber etwas fehlt ist das Fasnachtsgebäck, dass man in der Schweiz nach Weihnachten an jeder Ecke kaufen kann. Ein Glück, dass man es auch selbst machen kann. Letztes Jahr habe ich erfolgreich Fasnachtschüechli gebacken, dieses Jahr habe ich mich an Schenkeli versucht. Betonung auf versucht!

Der Teig war sehr einfach in der Herstellung, auch das Formen der Schenkeli (die in Basel auch Maitlibai genannt werden) ging problemlos. Aber dann kam das Frittieren. Da ich schon ein paar Mal erfolgreich frittiert habe – ohne Friteuse und Thermometer, ich besitze keines von Beidem – dachte ich das sei easy. Falsch gedacht, die ersten Schenkeli sind sehr dunkel geworden, die letzten hell dafür innen nicht ganz durch.

Saftiges Schenkeli

Zweiteres hat aber einen Vorteil, die sonst ziemlich trockenen Schenkli, sind so schön saftig, und sie bleiben einem nicht im Hals stecken. ;-) Zum Glück habe ich habe noch etwas Zeit zum Ueben, die Fastenzeit beginnt ja erst am Aschermittwoch.

Schenkeli

60 g weiche Butter
125 g Zucker
1 Prise Salz
2 Eier (M)
Schale von 1/2 Zitrone
1 EL Kirsch
250 g Mehl
1 Msp Backpulver

Butter, Zucker, Salz und Eier rühren bis die Masse hell ist. Zitronenschale und Kirsch daruntermischen, Mehl und Backpulver dazusieben und glatt rühren. Den Teig 1-2 Stunden zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Aus dem Teig auf wenig Mehl fingerdicke Rollen formen,

Schenkeli vor dem Formen

in ca. 6 cm lange Stücke schneiden,

Schenkeli geformt

Schenkeli formen. Evtl.Mehl wegpinseln.

Fritieren: Schenkeli im ca. 160 °C backen, bis sie hellbraun und etwas aufgesprungen sind.

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Aufgesprungen sind die Schenkeli auch nur teilweise. Was mir gerade einfällt, vielleicht könnte ich aus den Schenkeli Ringe machen und diese im Chüechli-Blech backen. Ein Versuch wäre es wert.