Die Schweiz ist weltberühmt für ihre Käsespezialitäten. Über 600 Sorten gibt es zu entdecken, alle mit viel Liebe und bester Schweizer Milch in der Schweiz hergestellt! Hier eine Übersicht mit den 12 wichtigsten Sorten, um die es sich auch beim Blog-Event CII – Schweizer Käse Sehnsucht drehte.


Appenzeller
Appenzeller® – ist der in Deutschland beliebteste und meistverkaufte Schweizer. Benannt ist der Käse nach seinem Ursprungsgebiet dem Kanton Appenzell. Sein Teig ist elfenbeinfarbig bis hellgelb und hat nur wenige, etwa erbsengrosse Löcher. Seinen einzigartig würzigen Geschmack verdankt er der Kräutersulz. Das ist eine ausgesuchte und geheime Mischung aus Kräutern, Blüten, Samen und Rinden. Mit diesem Kräutersulz wird der Appenzeller® Käse während drei- (für mild-würzig), vier- bis fünf- (für kräftig-würzig), sechs- (für extra-würzig) oder neunmonatigen (für edel-würzig) Reifezeit regelmässig eingerieben.

Schweizer Emmentaler AOP
Schweizer Emmentaler AOP – mit den typisch grossen Löchern ist der Emmentaler der berühmteste Käse der Schweiz. Das Original wird im Emmental im Schweizer Mitteland hergestellt. Für einen grossen runden und gut 95 -105 Kilo schweren Laib mit einem Durchmesser von 80 bis 100 Zentimetern verarbeiten Käsermeister circa 1.200 Liter naturbelassene Emmentaler Rohmilch. Während der mindestens viermonatigen Reifezeit erhält der Käse mit den typisch grossen Löchern sein nussig-würziges Aroma. Original Schweizer Emmentaler AOP ist wegen seiner ausgezeichneten Qualität der meistprämierte Emmentaler der Welt. Er passt gut zum Frühstück oder Zvieri (Brotzeit) und ist auch eine geschmackvolle Grundlage in der warmen Küche.

Le Gruyere AOP
Le Gruyère AOP – stammt aus der französischsprachigen Westschweiz . Der Traditionskäse – früher auch bekannt als Greyerzer – wird seit 1115 in der Umgebung von Gruyères hergestellt. Le Gruyère AOP hat einen fruchtig-kräftigen Grundgeschmack und reift mindestens fünf Monate. Er ist der meistverzehrte Käse in der Schweiz und gehört auch zu meinen Lieblingen. Man kann ihn als köstliches Dessert oder in warmen Gerichten geniessen und er ist unverzichtbar für das Schweizer Nationalgericht Fondue.

SWIZZROCKER
SWIZZROCKER® – ist der neue Premiumkäse aus der Schweiz und erst seit 2015 erhältlich. Er ist kraftvoll, trägt ein markantes Kuhkopf-Logo und schmeckt nach Freiheit. Der Käse kommt aus der Nordostschweiz und wird dort in kleinen Familienbetrieben hergestellt. Die Käser in den Kantonen Thurgau und St. Gallen sowie im Zürcher Oberland fertigen jeden Laib noch ganz traditionell von Hand. Sie verwenden nur beste Schweizer Milch von Kühen, die ohne Silage gefüttert werden. Die Käselaibe reifen vier bis sechs Monate. Sie gewinnen dabei an besonderer Kraft und entwickeln ein schmackhaft-kraftvolles Aroma. Pur oder in der warmen Küche ein Genuss.

Tête de Moine AOP
Tête de Moine AOP – wird aus naturbelassener Bergrohmilch im Schweizer Jura hergestellt. Sein einzigartiges Aroma entwickelt er während der Reifung auf Tannenholzbrettern. Damit sich der Geschmack dieser fast 800jährigen Spezialität voll entfalten kann, heißt es vor dem Genuss drehen statt schneiden: Mit einem speziellen Drehmesser, der sogannanten Girolle, wird der kompakte, zylindrische Laib zu weltweit einzigartigen, blumig-würzigen Rosetten geschabt. Der “Mönchkopfkäse” ist nach seinen Erfindern benannt: den Mönchen des Klosters Bellelay im Kanton Jura.

Sbrinz AOP
Sbrinz AOP – der vollmundig-mürbe Sbrinz AOP reift mindestens 18 Monate und eignet sich zum Reiben, Hobeln oder Abstechen kleiner Stückchen, den so genannten „Möcklis“. Diese Hartkäsespezialität ist eine der ältesten Käsesorten Europas. Seine Wurzeln reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück, erstmals namentlich erwähnt wurde er vor 500 Jahren. Bereits im 16. Jahrhundert exportierten die Käsermeister den Sbrinz aus der Innerschweiz mit Mauleseln nach Italien. Kein Wunder also, dass der Sbrinz AOP mit seiner unverwechselbar bröckelnden Textur als Vorbild des Parmesankäses gilt.

Raclette Suisse/Walliser Raclette
Schweizer Raclette – wird durch zwei Sortenorganisationen vertreten: Raclette Suisse und Raclette du Valais AOP. Beide Raclette-Sorten überzeugen mit einer langen Reifezeit von mindestens drei Monaten und dem regionaltypischen Geschmack. Da sie noch heute nach altem Rezept garantiert ohne Konservierungs- oder Zusatzstoffe hergestellt werden, kann auch die Rinde als knusprig-krosse Delikatesse bedenkenlos mitverzehrt werden. Raclette ist neben Käsefondue das zweite Schweizer Nationalgericht.

Vacherin Fribourgoise AOP
Vacherin Fribourgeois AOP – stammt aus dem französischsprachigen Kanton Freiburg. Sein Name lässt sich vom lateinischen “vaccarinus” herleiten, was auf Deutsch “kleiner Kuhhirte” bedeutet. Er ist besonders cremig und zartschmelzend. Nach mindestens neun Wochen liebevoller Pflege durch den Käsermeister schmeckt er mild, mit zunehmender Reife entfaltet sich ein noch würzigeres Aroma. Mit seinen hervorragenden Schmelzeigenschaften gehört er zu gleichen Anteilen mit dem fruchtig-kräftigen Le Gruyère AOP in die Käsemischung für das klassische Schweizer Fondue “Moitié-Moitié” (Halbe-Halbe).

Tomme Vaudoise
Tomme Vaudoise – der mild-cremige Tomme Vaudoise ist der Kleine unter den Grossen. Der nur 100 Gramm schwere Käse aus der Region Genfer See ist eine feine Weichkäsespezialität der Schweiz. Er braucht lediglich sieben bis zehn Tage zum Reifen und kennzeichnet den Übergang vom Frisch- zum Weichkäse. Unter seiner feinen Rinde entfaltet sich ein cremig-feiner Milchgeschmack.

l'Etivaz AOP
L’Etivaz AOP – ist eine wahre Hartkäse-Rarität aus den Waadtländer Alpen. Der Alpkäse mit dem rein-aromatischen Geschmack wird nur von Mai bis Oktober in rund 130 Chalets auf einer Höhe zwischen 1.000 und 2.000 Metern hergestellt. Die Käsermeister fertigen ihn aus würziger Rohmilch direkt über dem offenen Holzfeuer im „Kupferkessi“ und bringen die frischen Laibe mindestens einmal pro Woche in die Käsekeller des Dorfes L’Etivaz. Nach mindestens 135 Tagen Reifezeit wird jeder Laib mit einem Brandzeichen versehen, um seine Echtheit zu gewährleisten.

Bündner Bergkäse
Bündner Bergkäse – wird in ausgesuchten Sennereien in über 1.000 Metern Höhe in einer der ursprünglichsten und schönsten Naturlandschaften im Kanton Graubünden aus reiner, würziger Bergmilch gefertigt. Die Hartkäsespezialität zeichnet sich nach drei bis fünf Monaten Reifezeit durch ein feines Aroma aus, nach sechs bis neun Monaten schmeckt er würzigtemperamentvoll.

Vacherin Mont-d'Or AOP
Vacherin Mont-d’Or AOP – der cremig-delikate Weichkäse wird nur von Oktober bis April in kleinen Käsereien im waadtländischen Jura hergestellt. Während der dreiwöchigen Reifezeit verleiht ihm ein Ring aus einheimischer Tannenrinde eine exquisite Geschmacksnote. Sein mildes Aroma entfaltet der Vacherin Mont-d’Or AOP am besten, wenn er vor dem Verzehr in der Spanschachtel im Backofen erwärmt wird – dann kann das zartschmelzende Innere genussvoll ausgelöffelt werden.

Viele der Schweizer Hart,- Schnitt- und Weichkäsesorten gibt es in unterschiedlichen Reifegraden von mild bis vollwürzig. Als Faustregel gilt: Je länger die Reife, desto intensiver der Geschmack. Ich persönlich mag reiferen und somit würzigen Käse am liebsten. Und ihr? Welcher der obigen Käse ist euer Lieblingskäse?