Schweizer Tapas als Vorspeise für den Flotten Dreier

Drei Blogger tun sich – in echt oder virtuell – zusammen und kochen ein 3-Gang-Menü, dabei übernimmt jeder einen Gang.

Schweizer Tapas als Vorspeise für den Flotten Dreier

Flotter Dreier – Diese geniale Blog-Event-Idee hatte Dorothée von bushcooks kitchen. Ich war sofort Feuer und Flamme, als sie mir auf unserer Irland-Reise davon erzählte. Wir hoffen, ihr findet die Idee auch so Klasse, und es treffen ein paar tolle Flotte-Dreier-Menüs ein.

Sommer in den Alpen – unser Menü.

Ich glaube wir sind die Ersten mit unserem Menü. Wir – das sind die Event-Gastgeberin Dorothée, Mel von Pimpimella und meine Wenigkeit. Als Motto für unser Menü haben wir – Sommer in den Alpen – gewählt. Weshalb muss ich nicht erklären, oder?

Die Vorspeise ist mein Gang, und ich muss gestehen, ich hatte lange keine Idee was ich da machen soll. Zum Glück gibt es die liebe Dorothée, die hat mir ein paar Ideen durchgegeben, und so bin ich schlussendlich auf Schweizer Tapas gekommen.

Schweizer Klassiker als Tapas.

Tapas isst man zwar nicht als ersten Gang, eher so wie in der Schweiz einen Apéro, aber man darf ja auch mal etwas experimentierfreudig sein. So habe ich Schweizer Klassiker in kleine Portionen als Vorspeise verpackt.

Schweizer Tapas als Vorspeise für den Flotten Dreier

Die Klassiker sind – Rösti mit Spiegelei Bratwurst mit Zwiebeln und Emmentaler mit Cornichons. Genau Dinge die man auf der Alp isst.

Ein Geständnis – die Rösti ist nix geworden!

Ein bisschen schäme ich mich, sowas passiert einer Schweizerin. Ich habe das Unglück mit dem Wachtelspiegelei verdeckt. Dass die Rösti nix geworden ist liegt aber nicht an meinen Kochkünsten sondern an den Kartoffeln. Hier in Andalusien gibt es leider keine so grosse Auswahl. Vor allem sind die Sorten nicht beschriftet und jeden Monat liegt eine andere Sorte in der Auslage. Ich weiss also nie, welche Sorte ich erwische. So hatte ich diesmal Pech und eine zu wässrige Sorte erwischt.

Rösti aus rohen oder gekochten Kartoffeln?

Das ist umstritten. Ich erlaube beides. Wenn ihr gekochte Kartoffeln nehmt, solltet ihr die aber unbedingt am Vortag kochen. Es braucht also etwas Planung. Aus rohen kann man sofort loslegen. Für Rösti aus rohen Kartoffeln nimmt man mehligkochende Sorten und für Rösti aus geschwellten Kartoffeln nimmt man vorzugsweise festkochende Kartoffeln – wobei ich da auch schon das Gegenteil gelesen habe.

Es heisst übrigens DIE Rösti und es gibt kein Plural!

Mir rollt es jeweils die Zehennägel hoch, wenn ich DAS Rösti oder Röstis lese oder höre. Zudem wird Rösti auch noch anders ausgesprochen als geschrieben – Röschti. Nicht einfach dieses Schwyzerdütsch, gäuit. ;-)

Schweizer Tapas als Vorspeise für den Flotten Dreier

Da haben sich doch prompt noch zwei Nürnberger in die Vorspeise geschmuggelt!

Noch ein Geständnis. Die Würstchen sind Nürnbergerli keine Schweizer Bratwürste, gibt's hier nämlich nicht. Nur die kleinen Schwestern aus Deutschland. Die mag ich aber auch sehr gerne. Zur Bratwurst gehört eine Zwiebelschitze. Statt einer normalen Zwiebelschwitze habe ich die süchtigmachenden karamellisierten Balsamico-Zwiebeln – zurzeit meine Lieblingsbeilage zu allem – gemacht. Passt wunderbar!

Schweizer Käse darf natürlich nicht fehlen!

Wäre ja ein Frevel so eine Schweizer Tapas ohne Käse, deshalb gibt es noch ein paar Stücke besten Emmentaler- wie die Löcher in den Käse kommen habe ich ja bereits erklärt – und ein paar Cornichons – fürs Grüne – auf den Teller. Natürlich auch weil sie schmecken.

Schweizer Tapas als Vorspeise für den Flotten Dreier

Das wäre also meine Schweizer Tapas für unser Sommer in den Alpen-Menü.

Einfach aber gut! Etwas raffinierter wird es bei Dorothées Hauptspeise und Mels Dessert.

Schweizer Tapas als Vorspeise für den Flotten Dreier

Von Dorothée gibt es gegrillte Räucher-Lachsforelle mit Rettich-Nudeln und Rhabarber-Chutney und von Melanie Biskuits mit Erdbeerli und einer Quarksahne! Schnell bei den beiden vorbeischauen!


4 Gedanken zu „Schweizer Tapas als Vorspeise für den Flotten Dreier

  1. Als Linguistin kann ich Dir gerne erklären, wieso es für die Deutschen „das“ Rösti heißt. Und eigentlich solltest Du ihnen (also uns) diese kleine Unart auch lassen. Das, was hier als Rösti serviert wird, hat in der Regel nichts mit dem zu tun, was die Schweizer als Rösti servieren. Es handelt sich bei uns meist um kleine Küchlein, von denen wir dann auch den grammatikalischen Genus übernehmen. So, wie wir „der“ und nicht „die“ Mozzarella sagen, weil Mozzarella im Deutschen nur ein Name ist. Die Sache an sich ist Käse und daher maskulin. – Tja, und die Sache mit dem Rrröschti – „sch“, das ist schlicht an die Lautung angepasst, wie man es eben aussprechen würde, wenn es ein hochteutsches Wort wäre. Im Grunde ist es das ja auch, weil wirklich etwas anderes gemeint ist. Der Deutsche sieht es eben als „das Rösti“.

    Wenn wir richtige Röschti essen wollen, dann fahren wir eben in die Schweiz. ;)

  2. @Nata, war ja auch mehr als Anekdote und nicht als Tadel gemeint. Natürlich dürft ihr weiterhin „das Rösti“ sagen…. klingt einfach komisch für Schweizer Ohren.

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