In jedem spanischen Supermarkt gibt es Sangría in Flaschen zu kaufen. Ich lasse das Zeug liegen und mach lieber meinen eigene Sommer-Sangría, denn nur dann weiss ich was alles drin ist.

Sommer-Sangria

In diese Sommer-Sangría kommt nur Wein und kein Schnaps. Absichtlich, so eignet sie sich besser für warme Sommerabende. Tagsüber sollte man sowieso keine Sangría trinken, vor allem nicht aus Kübeln mit einem Strohhalm…

Welchen Wein für eine Sangría?

Natürlich einen Rotwein, schliesslich kommt der Name Sangría vom Wort sangre, weil ihre Farbe an Blut erinnert. Was die Qualität des Weins betrifft, desto besser der Wein, desto besser die Sangría. Übertreiben muss man aber auch nicht. Es muss kein teurer Reserva sein. Ein günstiger Wein, der einem schmeckt, ist die richtige Wahl.

Welche Früchte gehören in eine Sangría?

In eine Sommer-Sangría gehören Pfirische! Ansonsten Früchte die man mag, aber bitte immer frische Früchte kein Dosenobst nehmen. Ausserdem eignen sich harte Früchte besser als weiche. Was natürlich auch hineingehört ist Orangen- und wenig Zitronensaft. In vielen Rezepten kommen auch Orangenstücke in die Sangría. Bei mir auch, aber nur filetierte, weil die Orangenhaut und -schale das Getränk bitter machen können.

Mazeration der Früchte ist das A und O einer Sangría!

Die Sangría ist ein fruchtiges Getränk. Das bedeutet die Früchte sollen ihr Aroma an den Rotwein abgeben. Das geht mit einer Mazeration. Das heisst, die Früchte müssen im Rotwein baden. Aber nicht zu lange, sonst fangen sie an zu gären. Zwei Stunden sind die perfekte Mazerationsdauer. Also die Sangría zwei Stunden vor der Party ansetzen.

Sommer-Sangria

Einige empfehlen die Mazeration bei Raumtemperatur. In diesem Fall muss man die fertige Sangría natürlich mit viel Eis servieren. Mein Tipp, auch die Gläser kühlen. Die Sangría ist so vielleicht etwas weniger erfrischend hat aber mehr Geschmack. Der Vorteil bei Mazeration im Kühlschrank, die Gefahr von vergorenen Früchten ist kleiner und man braucht weniger Eis zum servieren, bedeutet auch weniger verwässerte Sangría. Sollte die Mazeration länger als zwei Stunden dauern, muss die Sangría immer in den Kühlschrank. Ich habe bis jetzt nur die Kühlschrank-Version gemacht, probiere aber bald mal die Version bei Raumtemperatur.

Zuckerkristalle in der Sangría vermeiden!

Zucker löst sich schlecht in kalten Flüssigkeiten. Die Zuckerkristalle setzten sich gerne am Boden des Kruges ab. Um das zu verhindern sollte man den Zucker in etwas heissem Wasser auflösen oder noch besser Zuckersirup verwenden. Zitronensirup eignet sich hier übrigens auch prima.

Das Sangría-Rezept gibt es nicht!

Jeder spanische Haushalt hat sein eigenes Rezept für Sangría. Hier nun meine Version mit Pfirsich und Apfel. Und weil Pfirsich drin ist, geht ein Glas auch an The Apricot Lady, Gastgeberin des Blog-Event CXXII – Steinobst. ¡Chinchín!

Sommer-Sangría

Sommer-Sangría

Rezept reicht für: 1 Liter

Fruchtig leichte Sangría genau richtig für den Sommer!

Zutaten

  • 1 Flasche Rotwein (wird nicht ganz alles gebraucht)
  • 1 kleiner Pfirsich
  • 1/4 Apfel
  • 1 Orange
  • 50-100 ml Zitronensirup
  • Zimtstange (optional)
  • Eiswürfel
  • Sprudelwasser zum Verdünnen (optional)

Zubereitung

  1. Pfirsich in kleine Stücke schneiden (kleiner als ich es gemacht habe) und in einen Glaskrug geben
  2. Apfel schälen (habe ich hier vergessen), in Stücke schneiden und ebenfalls in den Krug geben.
  3. Orange filetieren, Saft dabei auffangen und beides zu den anderen Früchten in den Krug geben.
  4. Zitronensirup und falls gewünscht Zimtstange dazugeben, mit Rotwein auffüllen. Falls mit Sprudelwasser aufgefüllt werden soll, den Krug nicht ganz mit Wein auffüllen.
  5. Früchte 2 Stunden mazerieren lassen.
  6. Vor dem Servieren falls gewünscht mit Sprudelwasser auffüllen.
  7. Gläser mit Eis, Sangría und mazerierten Früchten auffüllen.
Rezept drucken

Achtung diese Sangría kommt als Wolf im Schafpelz daher. Fruchtig, leicht und süffig! Man sollte sich nicht täuschen lassen, obwohl nur mit Wein gemacht, das heisst ohne Spirituosen wie Brandy, Rum und Konsorten, hat sie es in sich. Vor allem auch die weingetränkten Früchte. Wer keine böse Überraschung erleben möchte, geniesst die Sangría nicht auf leeren Magen, sondern sorgt für eine Unterlage. Am besten in Form von Tapas.

¡Disfrutemos del verano!