Spaghetti mit Crevetten und Brandy, flambiert

Mich gelüstet es immer noch nach Pasta. Folgendes Gericht habe in seit letztem Freitag schon zwei Mal zubereitet. Da brauch ich wohl nicht zu sagen, wie gut es ist. Ich könnte mich reinlegen.

Natürlich habe ich zum Flambieren einen spanischen Brandy (Solera Reserva) aus Jerez de la Frontera verwendet. Spanischer Brandy gibt es in drei unterschiedlichen Qualitätsstufen:

Solera – Bevor ein Brandy Solera genannt werden darf, muss er mindestens sechs Monate fassgelagert sein, in der Regel reift er sogar 18 Monate. Er hat noch eine helle Farbe, ist leicht und besitzt einen frischen Weingeschmack.

Solera Reserva – Für diesen Brandy ist Reifung im Fass von zwölf Monaten festgelegt. Auch er reift meistens wesentlich länger (bis zu fünf Jahre). Das Durchschnittsalter dieses edlen Brandys beträgt 3 Jahre. Er ist dunkler und aromatischer als der Brandy Solera.

Solera Gran Reserva – Für diese höchste Güteklasse sind 36 Monate Lagerzeit in Fässern vorgeschrieben, diese Mindestvorgabe wird jedoch oft um ein Vielfaches überschritten. Der Brandy dieser Premium-Kategorie hat eine enorme Aromakonzentration und eine geschmackliche Komplexität mit Nuancen von Kaffee, Schokolade, Karamell mit feinen Vanillenoten, manchmal auch von Rosinen oder Pflaumen. Durchschnittlich reifen Brandys der Qualitätsstufe Solera Gran Reserva heute mindestens acht bis 15 Jahre, viele auch 25 Jahre und mehr.

Quelle – Wiki

Ich habe einen Solera Reserva verwendet. Vielleicht ein bisschen zu schade zum Flambieren, aber da wir ihn sowieso nicht trinken…

Spaghetti mit Crevetten und Brandy, flambiert
Handgelenk x Pi-Rezept für 2 Personen

Spaghetti mit Crevetten und Brandy, flambiert

1/2 Zwiebel, fein geschnitten
3-4 Specktranchen, in feine Streifen geschnitten
12 Crevetten, geschält und entdarmt
1-2 Knoblauchzehen, gepresst
1-2 EL Tomatenpürée
Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer
Brandy
ca. 1 dl Rahm
frische Petersilie, fein gehackt

220 g Spaghetti

Wasser für die Spaghetti zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit Zwiebeln und Speck goldbraun braten. Tomatenpürée, Crevetten und Knoblauch kurz mitbraten. Brandy dazugiessen, so das der Boden der Pfanne bedeckt ist und anzünden. Achtung Armhaare! Flambierflamme ausblasen und Rahm dazu giessen. Mit Salz, Pfeffer und Cayenne kräftig würzen. Bei ganz kleiner Hitze warm halten bis die Spaghetti gar sind. Spaghetti nach Packungsanweisung kochen, tropfnass in die Sauce geben. Es darf zuätzlich auch noch 2-4 EL vom Pastawasser mit in die Sauce. Mischen, mit Petersilie bestreuen und sofort servieren.

Auch lecker – Tagliatelle mit Vodka-flambierten Crevetten und Tomatensauce und Mafalde alla Vodka

+++

Und weil das Ganze so schnell und einfach zubereitet ist, ist dies mein Beitrag zum monatlichen Event Cucina rapdia von man kann’s essen.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de


15 Gedanken zu „Spaghetti mit Crevetten und Brandy, flambiert

  1. Das klingt ja mal lecker. Ich wundere mich auch immer, was man mit gewissen Alkoholika anstellen soll. Weil kein Brandy im Haus ist, habe ich ja für die Champagner-Pralinen für’s laufende Blog-Event schon einen ganz milden Rum genommen. Aber bei Deinem Rezept überlege ich jetzt doch schon mal, ob die Anschaffung eines Fläschchens rentiert :) Ist jedenfalls gebookmarkt u. wird nachgekocht!

  2. Schaut sehr schön sahnig aus. Ich mag cremige Nudelbegleitung – bin ein sogenannter Saucentiger. Und trotzdem hat man was zum kauen.

  3. Das erinnert mich an das eine Rezept für Wodka-Tomatensauce. Kommt auf meine „muss ich probieren“ Liste ;-)
    BTW: das Quittengelee und – brot sind super geworden.

  4. das ist wie „us de lameng“, gell?
    Eine mir sehr sympathische Dosierung!
    ;)

    Und da ich ohne Hemmungen auch einen XO verkoche, habe ich mit dem Flambieren unter zuhilfenahme eines Solera Reserva kein Problem.
    :)

  5. REPLY:
    Freut mich, dass Quittengelee und Brot gelungen sind. Bist du einfach an Quitten gekommn?

    Betreffend Vodka-Tomatensauce, wenn du oben schaust, gibt’s auch einen Link zu einer solchen Sauce. ;-)

  6. Yumm! Das könnte mir auch gefallen. Zu schade, dass mein Herr Schatz keine Schalentiere mag…
    Danke für die Nachhilfe in Sachen Sherry. Fand ich sehr interesssant!

  7. Hmmm, cremige Sauce und meeresfrüchteschwangere Pasta – steh ich total drauf und die Geschichte mit dem Brandy klingt wahnsinnig gut. Hast du einen heißen Tipp, wo ich in Jerez de la Frontera den besten Solera Reserva bekomme? Ich fliege am Samstag zu einer Freundin nach La Linea und werde mir die Gegend um Jerez sicherlich angucken ;-)

  8. REPLY:
    Ich bin nicht wirklich der Sherry/Brandy-Profi, daher kann ich dir keinen heissen Tip geben. ;-) In Jerez gibt es einige Bodegas, die man besichtigen kann, die meisten sind auch im Stadtzentrum (http://goo.gl/ok6ZU)

    Wie lange bleibst du? La Linea ist nämlich ganz in meiner Nähe. Schreib mir doch ne mail kochtopf(at)gmail.com

Schreibe einen Kommentar zu Sophie (guest) Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben scrollen