Es muss nicht immer Süsses zum Valentinstag sein, vor allem wenn der Liebste mehr auf ♥-haftes steht. Aber womit kann ich Y. verwöhnen? Er mag Fleisch und Saures. Das passt, ich habe nämlich in meinem letzten Newsletter angekündigt, dass der Februar sauer wird. Im Februar startet die jährliche Zitronenschwemme, mein Sauerteigi feiert Geburtstag, zudem habe ich die Aktion #wirmachensauerteig gestartet und durfte dieses Wochenende auch noch Petras Sweet Saturday mit Zitronen-Joghurt-Muffins eröffnen.

Aber du merkst, das Fleisch fehlt! Hier kommt die Szegedinger Gulasch-Challenge von Aniko und Sina ins Spiel. Aniko hat ein Székely töltött káposzta zubereitet und bei der giftigeblonden hat Brigitta eine österreichische Variante des Klassikers präsentiert. Beide haben mir den Mund wässrig gemacht, so dass ich mich selbst daran machen musste.

Szegediner Gulasch - Fleisch

Natürlich komme ich mit einer weiteren Variante um die Ecke. Ich weiss, dass die Österreicher ganz streng sind, wenn es um Gulasch geht. Wie die Ungarn in dieser Beziehung sind weiss ich nicht. Ganz mutig stelle ich nun hier meine Variante des Szegedinger Gulasch vor. Ich hoffe der Peperoni im Gulasch gibt keine Schelte, aber ich muss sagen, er macht sich sehr gut darin.

Szegediner Gulasch

Ich habe leider noch nie Original Szegedinger Gulasch gegessen. Ich weiss also nicht, wie es schmecken muss. Wenn es nur annähernd schmeckt wie meins, dann mag ich es, obwohl ich kein Sauerkaut-Fan bin. Der Geschmack des Sauerkrauts wird nämlich irgendwie neutralisiert. Y. als Sauerkraut-Liebhaber ist auch begeistert. Was uns aber Kopfzerbrechen bzw. Zungenbrechen bereitet ist die Aussprache. Sssschegediner, oder wie?

Szegediner Gulasch

Szegediner Gulasch

Rezept reicht für: 5-6 Personen

Nicht das Original Szegediner Gulasch aber auch sehr lecker!

Zutaten

  • 900 g Schweinenacken, in 3 cm grosse Stücke geschnitten
  • Salz
  • 2 grosse Zwiebeln, fein geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, fein geschnitten
  • 1/2 roter Peperoni, in kleine Stücke geschnitten
  • 25 g gesalzene Butter
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Tomatenpüree
  • 1 El Paprikapulver, scharf
  • 1/4 TL Peperoncinipulver
  • 1/2 TL schwarze Pfefferkörner, im Mörser zerkleinert
  • 1 gehäufter TL Kümmel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 dl Wasser
  • 2 dl selbstgemachte Brühe (bei mir eine Mischung aus Hühner- und Schweinebrühe)
  • 1 Dose Sauerkraut, abgetropft (750 g)
  • 200 g Crème fraîche
  • 1 gehäufter EL Mehl
  • frische Petersilie, grob gehackt

Zubereitung

  1. Fleischstücke salzen.
  2. Butter und Olivenöl in einen Bräter geben erhitzen und Fleisch darin portionsweise kurz anbraten. Die Fleischstücke sollen nur wenig Farbe annehmen. Angebratenes Fleisch in einen Schüssel geben und zudecken.
  3. Zwiebel, Knoblauch und Peperoni in den Bräter geben und bei kleiner Hitze gute 15 Minuten braten, bis die Zwiebeln weich und leicht goldgelb sind.
  4. Hitze erhöhen, Tomatenpüree dazugeben. Vermischen und kurz braten, dann Paprika- und Peperoncinipulver zugeben und kurz mitbraten. Fleisch und restliche Gewürze zugeben gut verrühren und mit Wasser und Brühe ablöschen. Zugedeckt 1 1/2 Stunden köcheln lassen. Herd ausschalten, aber Topf auf dem Herd belassen.
  5. 1 1/4 Stunde vor dem Servieren Sauerkraut in den Bräter geben und auf kleiner Stufe erwärmen und für 75 Minuten köcheln lassen.
  6. 20 Minuten vor Schluss Crème fraîche mit Mehl vermischen und zum Gulasch geben.
  7. Dazu passen Salzkartoffeln und grob gehackte Petersilie zum darüber streuen.
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Blog-Event CXVI - German KrautkoepfeApropos Sauerkraut, da fällt mir gerade ein, dass das Gulasch auch zum Blog-Event CXVI – German Kohlköpfe von evchenkocht passt. Ich habe zwar Dosensauerkraut verwendet, ich hoffe Eva ist nicht zu streng und drückt ein Auge zu. Ich werde auch irgendwann mal Sauerkraut selbst machen, versprochen!