Elsässer an der französichen Grenze mischen in ihr Dialekt gerne französische Wörter, daher gibt es in der Schweiz diesen Wortwitz (phonetisch geschrieben):

Schang gang schasse de Coq usem Schardin!

Was so viel heisst wie Jean schmeiss den Hahn aus dem Garten. Ist natürlich nicht wirklich Elsässisch, dafür hoffentlich diese Tarte à l’oignon à l’alsacienne, denn Sabine von Bonjour Alsace hat uns beim akutellen Blog-Event um Rezepte aus dem Elsass gebeten.

Blog-Event LXXXIII - Das Elsass (Einsendeschluss 15. Januar 2013)

Als erstes sind mir zum Thema Flammkuchen, Gugelhupf, Spargeln, Baeckeoffe, Froschschenkel und Schnecken eingefallen. Die letzen beiden sind nichts für mich. Flammkuchen in verschiednen Varationen, Gugelhopf und Backöeffe habe ich bereits verbloggt. Spargel hat leider keine Saison. Dann gibt es noch elsässichen Apfelkuchen, aber da Sabine keine Süsse ist habe ich mich schliessch für eine Zwiebeltarte entschieden. Das Rezept ist von Raymond Blanc, ein Franzose der erfolgreich in Grossbritanien kocht. Er hat letztes Jahr mit BBC eine Kochsendung über Frankreich gedreht, da war er unter anderem auch im Elsass und hat diese Tarte gebacken.

Tarte à l’oignon à l’alsacienne / Elsässicher Zwiebelkuchen

reicht für: Springform mit 18 cm Durchmesser

Tarte à l'oignon à l'alsacienne ist der Schweizer Zwiebelwähe nicht unähnlich.

Zutaten

    Teig

  • 120 g Mehl
  • 60 g kalte Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Ei (M)
  • 1 EL kaltes Wasser
  • Belag

  • 50 g geräucherter Speck
  • 300 g Zwiebeln
  • 1 gestrichener EL Mehl
  • 50 ml warme Milch
  • 25 g Créme fraiche
  • 1 1/4 Ei
  • Salz, Pfeffer, Cayenne und Muskatnuss

Zubereitung

  1. Für den Teig Mehl, Salz und Butter in den Foodprozessor geben. Foodprozessor kurz einschalten bis die Masse bröslig ist. Dann 1/2 Ei (Rest zur Seite stellen) und Wasser zugeben. Den Foodprozessor nur solange laufen lassen bis der Teig grob zusammenkommt. Den Teig von Hand zusammenfügen, in Transparentfolie einpacken und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
    Springform mit Backpapier auslegen. Teig 2 cm grösser als die Springform zwischen Silikonmatte und Transparentfolie auswallen und dann in die Springform legen, dabei einen Rand formen. Den Teig gleichmässig mit einer Gabel einstechen. Für mindestens 30 Minuten kühl stellen. Dann Backofen auf 170 C aufheizen. Den Boden für 20 Minuten in der unteren Hälfte des Ofens backen. Form aus dem Ofen nehmen, den Boden zur Versiegelung mit dem restlichen Ei bestreichen und nochmals 2 Minuten backen. Dann aus dem Ofen nehmen und in der Zwischenzeit die Füllung zubereiten.
  2. Für die Füllung Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. Speck ebenfalls in Streifen schneiden und in einer Bratpfanne leicht knusprig braten. Nicht zu stark. Speck aus der Pfanne nehmen. Butter und Zwiebeln in die Pfanne geben und bei mittlere Hitze weich und goldig braten. Dann Mehl dazugeben gut verrühren mit Milch ablöschen und etwas einköcheln lassen. Vom Herd nehmen. Creme fraiche mit Ei verrühren und mit Salz, Pfeffer, Cayenne und Muskatnuss würzen und dies unter die Zwiebelmasse mischen. Auf dem Teigboden verteilen und in der unteren Hälfte des Ofens für 30 Minuten fertig backen. Vor dem Servieren 10 Minuten auskühlen lassen.

Rezept drucken
Inspiration: The very hungry Frenchman

Leider hat es im Originalrezept ein Fehler. Es wird ein Teig aus 200 g Mehl und 100 g Butter gemacht für eine Form von 17 cm. Das schien mir erfahrungsgemäss zu viel. So habe ich die Menge auf 150 g Mehl und 75 g Butter reduziert. Immer noch zuviel. Ich habe deshalb die Teigmenge im obigen Rezept nochmals reduziert. So sollten die Proportionen Teig/Flüllung stimmen. Ansonsten ist das Rezept okay. Vor allem den Tipp mit der Transparentfolie zum Auswallen fand ich super. So kann man den ausgewallten Teig ganz einfach in die Form transferieren.

Tarte à l'oignon à l'alsacienne {Elsässicher Zwiebelkuchen}

Zwiebelkuchen war nicht wirklich eine Première, ich habe auch schon welche gebacken,

Zwiebelwähe für Bequeme
Bölletünne
Zwiebelwähe mit sehr dickem Rand

die elsässiche Variante hat aber eine besonders saftige Füllung. Ich hoffe sie schmeckt dir Sabine!