Turboschnelles Erdbeer-Dessert und eure Meinung

Erdbeeren und Spargel scheinen sehr emotionale Lebensmittel zu sein. Vor allem bei diesen Beiden wird aufgeschrien, wenn sie ausserhalb der Saison angeboten werden. Aber was ist mit Tomaten, Auberginen, Peperoni, Fenchel etc., da sagt kaum jemand was. Weshalb? Bin auf eure Meinungen gespannt.

Turboschnelles Erdbeer-Dessert

Bis dahin esse ich mein turboschnelles Erdbeer-Dessert, das ich wie folgt gemacht habe.

Erdbeeren rüsten und mit wenig Zucker bestreuen
Quark mit etwas Zucker und selbstgemachtem Eierlikör mischen

Beides abwechslungsweise in ein Glas schichten. Fertig!


25 Gedanken zu „Turboschnelles Erdbeer-Dessert und eure Meinung

  1. Ja, weshalb? Ich kauf zwar keinen Spargel oder Erdbeeren außerhalb der Saison, aber ich schrei auch nicht,wenn das mal einer macht. Allerdings hab ich neulich eine Tomatentarte gemacht..meinste ich trau mich, dass zu bloggen? Ne…bescheuert, oder?

  2. stimmt… bei tomaten war es mir noch nicht richtig aufgefallen. klar schmecken tomaten nicht wirklich toll im winter, aber kaufen tue ich sie trotzdem. es ist halt immer zweischneidig. bei erdbeeren, spargel, kirschen achte ich schon drauf. wie stehst du denn dazu?
    dein schnelles dessert ist für den sommer ausgezeichnet. würde ich jetzt auch gerne essen!!!

  3. Ich achte auch bei allem anderen darauf saisional und regional einzukaufen. Ich kaufe aber auch mal Tomaten im Herbst, Winter, Frühling, wenn sie nicht aus Deutschland sind. Ist glaube ich aber so ziemlich die einzige Ausnahme. Kann ich irgendwie nicht drauf verzichten. Aber man kann eben nicht alles perfekt machen ;).
    Es gibt aber auch Obst (Gemüse glaub ich nicht), dass bei uns immer „Saison hat“, weil es sowieso immer importiert wird. Zitrusfrüchte, Ananas, Avocados (doch Gemüse).

  4. Generell gibt es bei mir fast nur Saisonware. Das schmeckt besser und macht einfach Spaß. Allerdings raufe ich mir auch nicht die Haare aus, wenn ich gelegentlich mal im Winter Appetit auf holländische Tomaten habe. So oft kommt das auch nicht vor.

    Was den Unterschied bei Spargel und Erdbeeren ausmacht, ist hauptsächlich das Angebot. Zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr bekomme ich hier so hochwertige frische Ware aus der Region. Da greife ich dann gerne zu und verzichte eben auf die Importware im Winter.

  5. Ich kauf tatsächlich keine Tomaten, Fenchel, Paprika und Co. im Winter.
    Erdbeeren und Spargel sind wohl deswegen soooo im Zentrum, weil die hier eine sehr kurze Saison haben.

    Nata hat uns neulich so schön über die Saure-Gurken-Zeit aufgeklärt: Langsam wird es wirklich eng. Äpfel ohne künstliche Kühlung gibt es jetzt kaum noch -hab eben noch einen Korb voll erwischt, waren die letzten- die Kartoffeln und andere typischen lagerfähigen (Wurzel-)Gemüse lassen grad gewaltig nach …
    Das dauert jetzt wirklich noch einige Wochen, bevor ich aus den Vollen schöpfen kann… *seufz*

    Ahhh, wie passend: Captcha ist „waxed“ ;)

  6. Ich bin sicherlich nicht Vorreiter(in) in Sachen ökologischer Fußabdruck – dafür mag ich Kohl, Steckrüben und Co einfach nicht genug. Im Winter kommt bei mir also auch durchaus mediterranes Gemüse auf den Tisch, Schande über mich, aber I love my greens. Erdbeeren, Spargel, frische Erbsen, Radi, ach und alles, was gerade so unvergleichlich nach Frühling/Frühsommer schmeckt, gönne ich mir allerdings nur jetzt.

  7. REPLY:
    Seit ich einen eigenen Garten habe, achte ich schon darauf saisonal und so gut wie möglich regional einzukaufen. Ich habe es jedoch etwas leichter, da es hier im Dezember keine schweizer Erdbeeren oder deutschen Spargel gibt und die Saison startet ja bei allem ein paar Wochen vor euch. Radieschenernte hat bei mir im Garten zum Beispiel schon vor über einem Monat begonnen. ;-)

    PS: Im Sommer gibt es hier keine Erdbeeren mehr, da kann ich dir ein Dessert mit Pfirsichen machen. ;-)

  8. Doch, wird gemacht. Tomaten, Auberginen, Zucchini & co. wird dann gekauft wenn es Saison ist.
    Gut im Winter ab und zu mal eine Paprika oder Gurke, aber ich versuche weitgehend darauf zu verzichten.

  9. Vielleicht find Erdbeeren einfach so umstrutten, weil sie so ein emotionales Obst sind? Alle verbinden es mit Sommer, Kindheit, Freude, und wenn man es da außerhalb der Saison kauft, passt einfach was nicht.

    Ich bin ja eher auf der gesundheitsaposteligen Seite und denk mir, die ganzen Pestizide, uiuiui. Natürlich sind sie auch während der Saison gespritzt, aber man kann sich zumindest einreden, jetzt ists regional, alle kaufen das, jetzt ist es nicht so schlimm.

    Was beim Spargel los ist, weiß ich allerdings auch nicht.

    Liebe Grüße
    Nadja

  10. REPLY:
    Früher, als es noch nicht so eine grosse Auswahl in den Geschäften gab, war es wohl einfacher ganz nach Saison zu essen. Dafür auch langweiliger, ich glaube meine Grossmutter kannte als Kind keine Zucchini, Paprika und Auberginen…

  11. Eine echte Grundsatzfrage!
    Aber wer einen großen Garten hat wie wir, der kann gar nicht anders als saisonal zu kochen. Ich kaufe im Winter weder Zucchini, Aubergine, Tomate noch sonst irendwelches Sommergemüse. Nie.

    Spargel und Erdbeeren kaufe ich aber jedes Jahr mindestens 1 Mal zu früh – also bevor die Saison wirklich begonnen hat. Und dann halt entweder überteuert oder in schlechter Quali… Magnetismus, da drängt die Ungedult ;)

  12. Soweit wie möglich koche ich saisonal, aber ich gestatte mir durchaus Ausrutscher, wenn mich einmal etwas ganz Unwiderstehliches anspringt. Tabus zu brechen ist nämlich ein Hobby von mir. ;)

  13. Als gartenloser Großstädter ist es nicht so einfach mit regionalen Sachen. Zwar kaufe ich liebend gern auf meinem Markt ein und schaue bzw. frage nach, woher die Sachen kommen. Aber nicht alles stammt eben von „um die Ecke“. Im Winter ist es alles andere als einfach, und nur Kohl allein, das kann ich beim besten Willen nicht. Also gebe ich zu, wird in Sachen Gemüse gesündigt, wenn auch im Bio-Markt. Bei Obst bin ich konsequenter saisonal, was mir angesichts der Auswahl und meiner Vorlieben leichter fällt.

  14. REPLY:
    Stimmt mit einem eigenen Garten ist man schon verwöhnt, wobei ich nicht immer einen grünen Daumen habe. Mit Erdbeeren hatte ich zum Beispiel noch nie Glück. Deshalb muss ich sie auch kaufen. Aber seit ich einen eigenen Garten habe macht es mir zum Beispiel nach einer Zuchettischwemme nichts aus ein Jahr Pause einzulegen. Ich muss nur meine alten Blog-Beiträge lesen, in denen ich schreibe, dass mir die Zucchini aus dem Hals hängen. ;-)

  15. Ich achte prinzipiell schon auf die Saison, bin da aber nicht zu dogmatisch.

    Ich wohne direkt in einer Gemüse- und Obstbaugegend, hier wird viel unter Folie vorgezogen, da kauf ich oft schon was, das dadurch eben ein bisschen früher reif ist.
    Find ich nicht so schlimm, ist ja nicht die Regel und ist immerhin vom Bauern um die Ecke und wurde somit nicht durch die Weltgeschichte gekarrt.

    Was ich gar nicht kaufe – sorry, wenn ich das gerade bei dir schreibe – Erdbeeren aus Spanien. Es gab einfach zu viele Infos über die Auswirkungen auf die Natur durch den Anbau, die schlechten Arbeitsbedingungen für illegale Erntehelfer, die vielen Pestizide.

    Allerdings, 100%ig korrekt kann man heutzutage wahrscheinlich nicht mehr einkaufen und leben, wenn aber jeder sich mal nur ein paar Gedanken machen bzw. wenigstens manchmal auf etwas (Fleisch, Fisch, die berühmten Erdbeeren im Dezember) verzichten würde, wäre schon einiges getan.

  16. REPLY:
    Kein Problem Britta, als ich noch in der Schweiz wohnte habe ich auch nie spanische Erdbeeren gekauft. Mein Onkel, der in der Schweiz einen Bauernhof hat und auch Erdbeeren verkauft, hätte mich gekillt. ;-)

    Noch was zu den schlechten Arbeitsbedingungen etc., die sind nicht nur bei den Erdbeerbauern so, auch vieles andere Gemüse und Obst wird unter solchen Bedingungen produziert. :-(

  17. Eine sehr berechtigte Frage. Und, Asche auf mein Haupt, bei mir gibt es den ganzen Winter über Obst und Gemüse und auch Salat. Ich habs nicht so mit Wintergemüse, und mit Zuckerhut als Salat kann man mich jagen.. Und ich liebe Ananas und Bananen, und da tu ich mich schwer mit regional. Unsere Nachbarn decken mich im Sommer mit Gemüse und Salat ein, aber die Zeit hier im Allgäu ist lächerlich kurz. Dafür kaufe ich Fleisch und Milchprodukte regional, vielleicht hilft das auch fürs Karma.

  18. Mmh, ich achte da schon drauf. Ich bin zwar kein Moralapostel, aber ich versuche das meinen Kids einfach vorzuleben. Ich fahre Rad oder Öffis. Außerdem versuche ich schon, regional zu kaufen. So kaufe ich auf dem Markt beim Bauern, der direkt vertreibt und nicht beim Händler, der einfach immer alles hat. Klar ist das im Winter etwas eintönig, aber wenn ich dann schon importierte Sachen kaufe achte ich z.B. auf holländische Ware, weil der Weg zu mir nach Potsdam kürzer ist als der aus Spanien. Denn etwas frisches Gemüse möchte ich meinen Mädels doch auch immer anbieten. Ist zwar kein Vergleich zu dem hier im Sommer, aber nur eingewecktes ist auf Dauer auch nicht das richtige, Lagerobst gibt es ja im Winter, aber frisches Gemüse, das roh gegessen werden kann und keine Möhre ist, ist eben schwierig.
    Die Erdbeeren, die es hier jetzt zu kaufen gibt, schmecken außerdem einfach noch nicht. Der Kommentar der Mädels. „nicht sauer“, weder süß noch aromatisch, dann warte ich lieber. Auf der anderen Seite finde ich es auch schön, mit den Jahreszeiten zu leben und eben das zu verkochen, was gerade im Angebot ist, mich also vom Markt und von meiner Biokiste (potsdamer Biobauer) inspirieren zu lassen. Dass Du einfach alles früher hast ist ja Deinem beneidenswerten Wohnort zu verdanken. Bei mir ist es daher oft andersrum, ich hinke immer mit dem Bloggen hinterher, dann hebe ich es mir eben für die nächste Saison auf, meine Festplatte quillt eh über, wie bei wohl so vielen Bloggern. Es geht nicht um die einzelne Tomate oder den Spargel, sondern um das Bewusstsein, die Eigenverantwortung. Klar, kann man alles kaufen, weil es eben gekauft wird. Doch Umweltschutz fängt immer bei einem selber an, sich also einfach überlegen, muss das jetzt sein? Muss ich das ganze Jahr eine Ratatouille kochen? Oder tut es nicht auch ein anderer Eintopf? Hole ich die Kinder schnell und bequem mit dem Auto oder nehme ich das Rad samt Hänger oder den Bus, anstrengender und dauert länger? Es sind die kleinen Dinge…
    Viel schwieriger als das Einkaufen finde ich, wenn ich von anderen Bloggern mitbekomme, wie etwas nur für ein Event gekocht wird und danach ungegessen in die Tonne wandert, weil der oder die mit der gewünschten Zutat gar nichts anfangen können. Das finde ich viel schlimmer!

  19. REPLY:
    wichtig ist dass man nicht nur bei Erdbeeren und Spargel bewusst einkauft sondern soweit wie möglich immer!

    Obwohl (oder gerade?) weil ich in der Pampa wohne sind die Einkaufsmöglichkeiten sehr bergrenzt. Freitags gibt es hier einen kleinen Markt mit genau einem Gemüsestand, der ein sehr sehr begrenztes Angebot hat. Um in die grössere Markthalle zu gelangen müssen wir gute 30 km fahren, und dort – so habe ich das Gefühl – wird die gleiche Ware angeboten wie im Supermarkt, sprich die kaufen beim selben Grossmarkt ein. Von Bio kann ich hier sowieso nur träumen… ausser dem Gemüse aus dem eigenen Garten.

    Gibt es tatsächlich Blogger, die etwas nur für einen Event kochen und dann wegschmeissen? Das käme mir gar nie in den Sinn!

  20. REPLY:
    Ich oute mich jetzt auch mal. Ich bin anfangs Woche auch schwach geworden und habe Tomaten gekauft. Leider waren sie – wie Micha unten schreibt – von schlechter Qualität. Dicke Haut und geschmacklos… die Strafe? Ich hoffe deine Tarte war wenigsten gut. ;-)

  21. bemühe mich, saisonal und regional zu Kochen. Bei uns in S-H wachsen auch Tomaten und Paprika, wenn auch im Gewächshaus, da unterstütze ich die heimische Produktion. Aber Spargel, der aus Peru kommt, sprengt mein Verständnis für die Ökobilanz, genauso wie pestizidbelastete, geschmacklose Erdbeeren Anfang März. Und Tomaten außerhalb der Freilandsaison nur aus schleswig-holsteinischen Gewächshäusern ;-), aber nobody is perfect.

  22. REPLY:
    Wobei es hier ja auch oft so zugeht… hier in der Nähe ist auch ein größerer Landwirtschaftsbetrieb, der die osteuropäischen Erntehelfer wirklich wie Vieh in Containern hält und behandelt und einen absoluten Hungerlohn bezahlt.
    Die Leute dort haben es echt richtig Sch…

    Ist aber zum Glück nicht die Regel ;-)

  23. Ein lange Zeit hab ich überhaupt nicht darauf geachtet saisonal einzukaufen und fand es ziemlich großartig, dass man das ganze Jahr über fast alles bekommen konnte.

    Mittlerweile habe ich da umgedacht und versuche so gut es geht saisonal einzukaufen. Bei Obst mache ich im Grunde keine Ausnahme mehr und kaufe nichts außerhalb der Saison. Bei Gemüse bin ich da leider nicht immer so diszipliniert und z.b Tomaten werden ganzjährig gekauft. Wobei ich da mittlerweile auch verstärkt auf Dosentomaten setze, gerade bei Saucen.

    Ich fände es natürlich schöner, wenn man diesen Importwahnsinn stoppen könnte, aber das wird wohl eher nicht mehr passieren.

Schreibe einen Kommentar zu Nadja (guest) Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben scrollen