Vanille-Blaukraut, Sesam-Chnöpfli mit Five-Spice-Entenbrust

Ich hab es bereits bei Daniela kommentiert, ich mag Kohl ob weiss, rot oder blau/violett. Das Beste an Kohl – so ein Kopf lässt sich gut lagern und reicht eine ganze Weile vor allem in einem zwei Personenhaushalt. Einmal aufgeschnitten lagere ich ihn im Vaccum-Saver, wo er sich auch so problemlos ein paar zusätzliche Tage frisch hält.

Wie bei Nata lag auch bei mir noch eine Weihnachts-Notfall-Entenbrust im Gefrierschrank. So gab es nochmals Entenbrust mit Rotkohl und Chnöpfli. Natürlich etwas anders gewürzt, und diesmal habe ich für die Entenbrust das Bratenthermometer verwendet. Resultat – Entenbrust auf den Punkt und sogar, obwohl ohne Grillfunktion, mit knuspriger Haut.

Vanille-Blaukraut, Sesam-Chnöpfli mit Five-Spice-Entenbrust

Ist die Farbe des Kohls nicht spektakulär?

Vanille-Blaukraut
reicht je nach Grösse des Kohls für 3-4 Personen

1/2 Kopf Rotkabis/Rotkraut
1 kleine Zwiebel fein gehackt
1/2 EL mit Vanille aromatisierter Zucker
ca. 0.5 dl Sherryessigreduktion
1 Lorbeerblatt
1 Nelke
etwas Wasser
Salz und Pfeffer,

Den Rotkabis in dicke Schnitze schneiden und den Strunk grosszügig entfernen. Das Gemüse in feine Streifchen schneiden. In einer grossen Pfanne den Zucker und die Zwiebeln anbraten, bis sie leicht karamellisiert sind. Rotkabis portionsweise beifügen und unter Wenden dünsten bis er zusammengefallen ist. Sherryessigreduktion, Lorbeerblatt, Nelke und etwas Wasser zugeben mit Salz und Pfeffer würzen und das Gemüse zugedeckt auf bei kleinem Feuer etwa 50 Minuten schmoren.

Sesam-Chnöpfli
als Beilage für 2 Personen

100 g Mehl
2 Eier
1 EL Sesam-Samen
1/4 TL Salz

20 g Butter

Mehl, Eier, Sesam-Samen und Salz in eine Schüssel geben. Alles mit einem Holzlöffel verrühren. Den Teig so lange kräftig schlagen, bis er Blasen wirft. Den Teig zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Wasser in einem grossen Topf zum Kochen bringen, gut salzen.

Den Teig portionsweise durch die Rückseite der Röstiraffel ins siedende Wasser schaben. Die Chnöpfli sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausheben, gut abtropfen lassen.

Butter in einer Pfanne erhitzen, die Chnöpfli einige Minuten darin anbraten.

Bildanleitung für die Chnöpfli gibt es übrigens hier.

Five-Spice-Entenbrust
reicht für 2 Personen

1 Entenbrust
frisch gemahlener Pfeffer
Salz
Five-Spice-Pulver
1 Knoblauchzehe, ungeschält

Entenbrust auf der Hautseite mit einem scharfen Messer gitterförmig einritzen. Dabei das Fleisch nicht verletzen, da sonst beim Braten die Entenbrust schnell trocken werden kann. Entenbrust würzen und mit der Hautseite nach unten in die kalte Pfanne legen Knoblauchzehe dazu und ca. 6 Minuten braten. Die Entenbrust wenden und 4 Minuten braten. Von der Seite anbraten nicht vergessen. Nun die Entenbrust aus der Pfanne nehmen und mit Haut nach oben in eine ofenfeste Form legen. Bratenthermometer bei der dicksten Stelle einstechen und die Brust in der Mitte des vorgeheizten Ofens bei 120 C garen bis die Kerntemperatur 65 C anzeigt.

+++

Ich muss gestehen ich hatte Bedenken, dass das Vanille-Rotkraut und die Sesam-Chnöpfli etwas too much zu der Five-Spice-Entenbrust sein könnten. War zum Glück nicht der Fall. Keins der Gewürze ist unangenehm herausgestochen, sondern alles hat schon harmoniert. Uff, Glück gehabt.


8 Gedanken zu „Vanille-Blaukraut, Sesam-Chnöpfli mit Five-Spice-Entenbrust

  1. Ich plane grade für ein Vanille-Menü, nachdem die Lieferung aus Madagaskar angekommen ist – das mit dem Rotkohl zu kombinieren klingt erstmal interessant, aber wie vanillig schmeckt´s denn?

  2. Oh, das ist toll! Ich will ja auch mal ein bisschen über meinen Gewürztellerrand hinaus blicken und mich ein bisschen mehr trauen, da kommen die Chnöpfli und das Blaukraut gerade recht, vielleicht erstmal nicht zusammen aber dass das passt kann ich mir durchaus vorstellen.

    Danke für die super Idee + Rezept. Das Bild ist auch wieder total Appetit-anregend :)

    Liebe Grüße,

    Lilly

  3. REPLY:
    Der Vanillegeschmack war nur einen Hauch zu spüren, da ich ja nicht Vanile sondern „nur“ mit Vanillez aromatisierten Zucker verwendet habe. Ich fand es lecker.

  4. Jetzt verfolg ich doch schon etliche Jahre diverse schweizer Foodblogs, aber den Begriff hab ich anscheinend kontiunierlich überlesen. :)
    Die Farbe ist jedenfalls der Hammer! Genau der violette Ton gehört schon ewig zu meinen Lieblingsfarben. Vanille lieb ich sowieso, deshalb wird das Rezept auf jeden Fall ausprobiert, jetzt, wo ich zu den Rotkraut-Fans gehör. :) Viell. gelingt mir dann die Entenbrust besser als die Keule…

  5. REPLY:
    Eigentlich heisst es auch Chabis, mit dem typischen Schweizer CH ausgesprochen. ;-)

    Für die Entenbrust und auch sonst heikle Fleischstücke (Gänsekeulen?) kann ich dir den Einsatz von einem Bratentherometer empfehlen, damit kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen.

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