Weihnachtsguetzli zum 1. Advent 2011 – Bubieinfache Haselnuss-Aprikosen-Guetzli mit Schokofüsschen

Ich muss gestehen mit Guetzli – wie wir Schweizer Plätzchen nennen – geht es mir ein bisschen wie Feines Gemüse. Ich bin unbegabt bzw. habe keine Geduld zum Ausstechen und schön Dekorieren. Okay, in den letzten Jahren habe ich etwas dazugelernt, und ich produziere nicht mehr nur Würste. Trotzdem bevorzuge ich nach wie vor Guetzli, die man nicht Ausstechen muss, und die auch keine grosse Deko erfordern. Sieht man auch in meinem letztjährigen Weihnachtsguetzli-Kollektion-Video. Dementsprechend gibt es zum ersten Advent eine Guetzlisorte, die bubieinfach und schnell gemacht ist und auch nicht zu süss schmeckt. Genau richtig zur Einstimmung.

Haselnuss-Aprikosen-Guetzli mit Schokofüsschen
ergibt 2 Bleche

Weihnachtsguetzli zum 1. Advent 2011 - Bubieinfache Haselnuss-Aprikosen-Guetzli mit Schokofüsschen

150 g ganze Haselnüsse
150 g Butter, weich
150 g mit Vanille aromatisierter Zucker
1 Prise Salz
275 g Mehl
1/2 Teelöffel Backpulver
1 Ei (M)
2 EL weisser Rum (besser Apricotine)
selbstgemachte Aprikosenkonfitüre
100 g Schokolade
1 TL Butter

Haselnüsse in einer unbeschichteten Bratpfanne 2–3 Minuten leicht rösten. Zum Schälen der braunen Häutchen, die noch heissen Nüsse in ein Handtuch einpacken und reiben. Haselnüsse herauspicken und fein mahlen.

Die Butter, Salz und den Zucker mit dem Handrührgerät so lange schlagen, bis sie fast weiss geworden ist und sich der Zucker praktisch aufgelöst hat. Das dauert ca. 5 Minuten.

Mehl und Backpulver sieben und mit den gemahlenen Haselnüssen unter die Buttermasse rühren. Dann das Ei und den Rum beifügen und alles rasch zu einem festen Teig zusammenfügen; der Teig soll nicht mehr an den Händen kleben bleiben. In 3 Portionen teilen und diese je zu etwa 3 cm dicken Rollen formen. In Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank 30–45 Minuten fest werden lassen. Man kann die Rollen auch über Nacht im Kühlschrank lassen.

Aus den Teigrollen 1 cm dicke Stücke schneiden und diese auf 2 mit Backpapier belegte Bleche legen. Mit dem Finger in jedes Guetzli eine kleine Vertiefung drücken und mit etwas Aprikosenkonfitüre füllen. Allfällige Sprünge, die durch die Vertiefung entstehen unbedingt wieder zusammendrücken, sonst zerfallen die Guetzli beim Backen.

Die Guetzli im auf 160 Grad Umluft vorgeheizten Ofen 7 Minuten backen. Position der Bleche tauschen und weitere 7 Minuten backen. Guetzli herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Schokolade und Butter schmelzen. Die Aprikosen-Haselnuss-Guetzli hineinsetzen, sodass der Boden mit Schokolade überzogen wird. Herausheben, auf mit Schokoboden nach oben auf ein Backblech legen. Schokoladeglasur fest werden lassen, dann geniessen!

Quelle – Annemarie Wildeisen

Jaaaaa, ich bin schwach geworden. Eigentlich wollte ich mit der Weihnachtguetzli-Produktion noch zuwarten, vor allem auch weil bei uns fast wieder sommerliche Temperaturen herrschen. Aber da in allen Blogs Guetzli und sonstiges weihnachtliches Gebäck auftauchen, musste ich jetzt auch…

Zusätzlich gehen die Guetzli an die Initative Sonntagssüss, diese Woche gesammelt von Fräulein Text.


7 Gedanken zu „Weihnachtsguetzli zum 1. Advent 2011 – Bubieinfache Haselnuss-Aprikosen-Guetzli mit Schokofüsschen

  1. Da reihe ich mich in den Club der Ungeduldigen Plätzchenhersteller ein. So schmucke die verzierten Kleinstgebäcke sind – da habe ich kein Durchhalten für, Deine Art von Guetzli sind da eher etwas für Grobzisilierer wie mich :)

  2. einfache kekse sind immer gut, wir haben gestern ausgestochen und mit creme gefüllt, das hat zu zweit eeeewig gedauert!! schönen 1. advent!!

  3. Ich finde Deinen Schwächeanfall gut – wer weiß, wie lange Du uns noch dieses Rezept vorenthalten hättest ;-) Wenn die Plätzchen-Feinmotorik eine Pause braucht, kommen solche bubieinfachen Sachen genau zur rechten Zeit. Danke dafür!

  4. AAAhhhh in deiner Einleitung sehe ich mich! Genauso geht es mir auch. Wenn ich Guetsle will, dann muessen sie gleich fertig sein, ohne Schnickschnack und grad sofort! Warum brauchen die so viel Zeit???? :)
    Meine Familie will immer Spitzbuebe und Mailaenderli, und die brauchen immer so viel Zeit *heul* und alles Neue und Schnelle wird nicht wirklich gelobt… aber ich versuchs immer wieder.
    Gruss
    Chili

  5. REPLY:
    Das kommt mir bekannt vor, auch Y. will immer noch die klassichen Sorten. Diese Guetzli schmecken ihm, aber er meinte, dass sie mit Weihnachten nichts zu tun hätten. Pffff! ;-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben scrollen