Winteressen: Gnagi mit Sauerkraut und Salzkartoffeln

Ich habe ja schon über das kalte Wetter geklönt. Wenn’s kalt ist braucht man Vitamin C und Sauerkraut ist eine echte Vitamin-Bombe. Ich weiss zwar nicht ob’s im Büchsenkraut auch noch welches hat, aber ich krieg kein anderes, und selbermachen ist mir zu aufwendig. Dafür gibt es hier in Andalusien an fast jeder Ecke Hühnerfüsse, Schweinsköpfe und Gnagi zu kaufen, deshalb gab es kürzlich dieses währschafte Winteressen:

Gnagi mit Sauerkraut und Salzkartoffeln
Rezepte für 2 Personen

Winteressen: Gnagi mit Sauerkraut und Salzkartoffeln

Gnagi

1 kleineres Gnagi
1 Pfanne voll Wasser, das Gnagi sollte knapp bedeckt sein
1/4 Boullionwürfel
1 Zwiebel, in grobe Stücke geschnitten
1-2 Rüebli, in grobe Stücke geschnitten
1 Selleriestange, ebenfalls in grobe Stücke geschnitten
1 Lorbeerblatt
1 Nelke

Gnagi und alle Zutaten ins kalte Wasser legen. Ganz kurz aufkochen und dann während 2 Stunden zugedeckt leicht simmern lassen. Es darf nicht kochen!

Sauerkraut (so zubereitet esse ich Sauerkrautmuffel es sogar)
300 g Sauerkraut, mit Gabel lockern
20 g Speckwürfelchen (kann man auch weglassen)
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Apfel, fein geschnitten oder
1 Scheibe Ananas, in Würfel geschnitten

Speckwürfelchen glasigbraten, Zwiebel dazugeben, leicht andämpfen Apfel oder Ananas kurz mitdämpfen, Sauerkraut zugeben und ca. 30-40 Minuten zugedeckt dämpfen.

Salzkartoffeln, evtl. auch Rüebli vom Sud und Senf dazu servieren. Währschaft und lecker!

Die Schwarte vom Gnagi hat meine Grossmutter immer gegessen, für mich ist sie gekocht zu fett und zu „gummig“. Gebraten sieht’s anders aus.


7 Gedanken zu „Winteressen: Gnagi mit Sauerkraut und Salzkartoffeln

  1. Ich wollte auch gerade nach „Gnagi“ fragen ;-) Wo das jetzt geklärt ist, habe ich eine andere sprachliche Frage: Was heißt „währschaft“?

  2. Tja, und mit allen diesen Feinheiten und Schwierigkeit sollen die arme Sprachstudenten noch Deutsch lernen! Das ist ja gemein für die Ausländer.
    Es sieht aber fleischig gut aus und deswegen werde ich mich weiter bemühen wörter wie Gnagi zu lernen. Vielleicht schmecken Gnagi noch besser als Eisbein…

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