Zwei Rezepte mit Mispeln – mein essbares Wunder!

Ich experimentiere gerne. Nicht nur in der Küche sondern auch im Garten. 2011 habe ich aus Neugier ein paar Mispelkerne in den Boden gesteckt. Mit Erfolg, wie man sehen kann!

Essbares Wunder - Mispel

Es handelt sich übrigens hier nicht um die echte Mispel sondern um die japanische Wollmispel. In Spanien sehr beliebt und unter dem Namen Nispero bekannt.

Blog-Event CXVIII - Essbare Wunder (Einsendeschluss 15. April 2016)Dieses Jahr, also fünf Jahre später, kann ich endlich die ersten Mispeln ernten. Ich würde sagen die Früchten qualifizieren sich somit für den Blog-Event CXVII – Essbares Wunder, den ich in Kooperation mit Ron Zacapa ausrichte. Nicht nur sind sie ein essbares Wunder sondern erfüllen auch noch Ron Zacapas Motto „The Art of Slow“!

Mein essbares Wunder – Mispel oder auch Nispero genannt!

Wäre ich zum Gipfeltreffen nach Guatemala eingeladen worden, hätte ich also Nisperos als mein essbares Wunder mitgenommen. Nicht, dass ich mich zum Gipfeltreffen qualifizieren würde. Ich koche in einer anderen Liga, beziehungsweise in gar keiner. So gibt’s von mir auch keine Sphäre oder Creme von irgendwas sondern ganz bodenständig iberische Schweinebäckchen mit Mispeln und Mispel-Muffins mit Ron Zacapa- Karamellsauce für den Blog-Event.

Essbares Wunder - Schweinebaeckchen Muffins Mispel

Typische Hausfrauenküche, aber lecker!

Zuerst zu den Schweinebäckchen. Ich habe das Glück, dass ich im Schweinebäckchen-Paradies wohne. Das heisst ich kann sie jederzeit ohne Vorbestellung kaufen, daher habe ich auch schon einige Schweinebäckchen-Rezepte auf dem Blog.

Iberische Schweinebaeckchen mit Mispeln

Normalerweise bereite ich Bäckchen im Dampfkochtopf zu, diesmal habe ich sie traditionell zusammen mit den Mispeln im Topf schmurgeln lassen.

Iberische Schweinebäckchen mit Mispeln

Iberische Schweinebäckchen mit Mispeln

Rezept reicht für: 3-4 Personen

Köstliche Bäckchen mit süsssauren Mispeln.

Zutaten

  • 6 Schweinebäckchen
  • Salz und Prise Zucker
  • etwas Olivenöl zum Anbraten
  • 6 Mispeln, geschält und entkernt und geviertelt
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1 grosse Zwiebel, fein geschnitten
  • frischer Thymian, nach Belieben
  • 2 Pimentkörner, 1/2 TL Pfefferkörner im Mörser fein mahlen
  • Cayennepfeffer, Paprika, 1/4 TL Zwiebelpulver
  • 1 dl Weisswein
  • ca. 3 dl sebstgemachte Hühnerbrühe

Zubereitung

  1. Schweinebäckchen mit Salz und Zucker würzen.
  2. Oel in einen breiten Bräter geben und Bäckchen darin ringsum anbraten.
  3. Zwiebeln und Knoblauch zugeben und weiter braten, bis die Zwiebel glasig weich sind. Mispeln und Thymian zugeben, würzen und ein paar weitere Minuten braten.
  4. Mit Weisswein ablöschen und diesen etwas verdunsten lassen, dann mit Hühnerbrühe auffüllen und 3 Stunden auf dem Herd mit Deckel schmurglen lassen. Den Deckel dabei einen Spalt offen lassen.
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Ein bisschen war ich besorgt, ob die Mispeln bei der langen Kochzeit nicht total verkochen. Aber wie man sehen kann war die Sorge unbegründet.

Wo bleibt der Rum?

Richtig, bei den Schweinebäckchen kommt kein Rum in Einsatz. Also muss noch ein zweites Rezept – natürlich mit Ron Zacapa – her.

Essbare Wunder - Ron Zacapa

Was Süsses muss es sein, und da bietet sich mein Trendfood 2016 an – Muffins!

Mispel-Muffin mit Ron Zacapa-Karamellsauce

Natürlich kommt nebst Ron Zacapa auch das essbare Wunder Mispel ins Spiel. Nicht einfach pur, sondern leicht karamellisiert und mit Rum abgelöscht. Das hat mich dann auch gleich auf die Idee gebracht noch eine Ron Zacapa-Karamellsauce dazu zu servieren.

Mispeln-Muffin mit Ron Zacapa-Karamellsauce

Mispeln-Muffin mit Ron Zacapa-Karamellsauce

Rezept reicht für: 6 kleine Muffins

Essbares Wunder Mispel in Muffins verbacken mit köstlichem Ron Zacapa-Karamellsauce.

Zutaten

    Karamellisierte Mispeln

  • 10 g Zucker
  • 10 g Ron Zacapa
  • 2-3 Mispeln, geschält entkernt und in kleine Würfe geschnitten
  • Muffinteig

  • 60 g mit Vanille aromatisierter Zucker
  • 70 g Mehl
  • 20 g feingeriebene Mandeln
  • 1/4 TL Natron
  • 1/8 TL Backpulver
  • 60 g griechischer Joghurt, natur
  • 15 g Ron Zacapa
  • 45 g geschmolzene Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei (M)
  • Karamellsauce

  • 20 g Zucker
  • 30 g Ron Zacapa
  • 40 g Rahm
  • 1 EL Puderzucker für Deko

Zubereitung

  1. Zucker in einem Topf schmelzen bis er hellbraun ist. Mispel zugeben und leicht schwenken dann mit Ron Zacapa ablöschen. Etwas auskühlen lassen
  2. Mehl, Natron und Backpulver vermischen.
  3. Joghurt und Ron Zacapa ebenfalls gut vermischen. Ausgekühlte karamellisierte Mispeln ebenfalls darunter rühren.
  4. Geschmolzene Butter mit dem Handrührgerät etwas aufschlagen, Zucker dazugeben und das Ganze gut aufschlagen. Es sollten keine Zuckerkristalle mehr spürbar sein.
  5. Ei zugeben und gut aufschlagen.
  6. Nun abwechslungsweise gesiebtes Mehl, gemahlene Mandeln und Joghurtmischung vorsichtig unter den Teig heben. Am besten mit einem Teigschaber.
  7. Heissluftfritteuse (Airfryer) auf 180 C aufheizen, dauert ca. 3 Minuten.
  8. Die Teigmasse in die 6 Muffinförmchen verteilen und 15-17 Minuten im Airfryer backen. Stäbchenprobe machen. Im normalen Ofen ca. 20-25 Minuten ebenfalls bei 180 C backen.
  9. In der Zwischenzeit für die Ron Zacapa-Karamellsauce Zucker in einem Topf schmelzen bis er hellbraun ist. Mit Ron Zacapa ablöschen etwas verdampfen lassen. Rahm dazugiessen und bei kleiner Hitze etwas einköcheln lassen. Sollte die Sauce zu dick werden vor dem Servieren noch einen kleinen Schluck Rum in die Sauce geben.
  10. Muffins aus dem Airfryer nehmen auf einem Gitter auskühlen lassen.
  11. Die Muffins vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestreuen. Ron Zacapa-Karamellsauce dazu servieren.
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Was schmeckt nun besser – Iberische Schweinebäckchen mit Mispeln oder die Mispel-Muffins?

Mir als Süssschnabel schmecken eindeutig die Muffins besser, aber Y. bevorzugt das Fleisch. Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden!

//Hinweis: Den Blog-Event CXVIII-Essbare Wunder führe ich in Zusammenarbeit und mit Unterstützung von Ron Zacapa durch. Bis zum 15. April 2016 kann noch mitmachen und mit etwas Glück den Abend in Hamburg im „The Table“ oder zwei Flaschen Ron Zacapa gewinnen!//


10 Gedanken zu „Zwei Rezepte mit Mispeln – mein essbares Wunder!

  1. Ah, da sind ja nun die Mispel-Rezepte – lesen sich lecker :-) Liebe Zorra, bitte beschreib mir, die Mispeln nur vom Namen her kennt, doch bitte den Geschmack bzw. gibt es Früchte, die einen ähnlichen Geschmack haben? Freue mich auf Deine Antwort und wünsche ein schönes Wochenende
    Liebe Grüße Birgit

    1. Der Geschmack ist wie Hardy schreibt schwierig zu beschreiben. Meine sind sehr sauer, vielleicht müssen sie noch etwas reifen. Ansonsten finde ich das Fruchtfleisch wie bei Aprikosen ist. Meine lassen sich auch ganz gut schälen. Ehrlich gesagt, roh mag ich sie nicht so. Als nächstes mache ich ein Chutney.

  2. Ich schreibs mal wie es mir schmeckt. Mispeln sind im Geschmack für mich schwer zu beschreiben. Haben eine Konsistenz ähnlich einer Pflaume. Schmecken etwas säuerlich, fruchtig, leicht nach Orange vielleicht. Nektarine ist Dir ein Begriff – so ähnlich, aber säuerlicher. Die Haut lederig und fest anhaftend. Auf alle Fälle geladen mit Vitamin C. Im Innern gibt es 3-4 große braune Kerne. Die man im Topf anziehen kann und schnell aufgehen. Früchte tragen sie dann erst nach einigen Jahren.
    Leider ist die Haut oft voller Flecke, die aber nur ein optisches Problem darstellen.

    Und nun zu Zorra. Meine Mispel (in Spanien) trägt auch erst seit 3 Jahren. Leider nicht so üppig weil sich an dem Strauch immer mal wieder der starke Tramontana zu schaffen macht. Was der nicht abrüttelt sind ein paar sehr schmackhafte Mispeln, die bei mir roh gegessen werden.

    Danke für das Schweinebackenrezept. Da auch ich im „Schweinebackenparadies“ wohne, esse ich die immer in den katalanischen Kneipen. Aber Du hast Recht – ich muss sie mal zu Hause machen. Habe einen Bio-Hof und gerade vorgestern dort eine Menge Schweinebacken gesehen.
    Der Ron (für mich einer der absolut Besten) befindet sich in meiner Bord-Bar und auch dieses Rezept klingt schon so lecker, dass ich wohl (ungern) etwas davon abzwacken werden.

    Dein Rezept erhält somit von mir das Prädikat „nachkochen“.

    Übrigens – ich kann es mir nicht vorstellen, dass Deine Arschlochschnecke den ganzen Weg zu mir hoch gekrochen ist. Gehe daher davon aus, dass dieses Mistviehch eine Schwester in Deutschland hat!

    1. So optisch erinnern mit die Mispeln an Aprikosen. Aber geschmacklich nicht. Meine sind wirklich sehr sehr sehr sauer. Freut mich zu lesen, dass dir die Rezepte gefallen. Lass mich wissen, wenn du sie nachgekocht – gebacken hast. Für die Muffins kannst du ja auch einen günstigeren Rum verwenden und dafür ein Gläschen oder zwei Ron Zacapa dazu servieren. ;-)

      Was die Arschlochschnecken betrifft würde mich nicht wundern, wenn sie von Andalusien bis zu dir hochgekrochen sind. Die sind nämlich schneller als man denkt. ;-)

  3. Liebe Zorra,

    letzte Woche habe ich die Früchte im türkischen Supermarkt entdeckt. Leider ohne Schild oder Name, um was es sich handelt. Jetzt weiß ich endlich, was es für Früchte waren und kann sie nächste Woche mal kaufen.

    Liebe Grüße,
    Lena

  4. Bei meinen Eltern warten wir auch schon gespannt auf die diesjährige Mispel-Ernte – im letzten Jahr waren es ganze zwei Früchte… Aber ich hätte noch welche in der Dose, ein Geschenk! Und Bäckchen wären auch noch im TK :D

  5. da bin ich doch heute beim einkaufen tatsächlich über mispeln gestolpert. aber das ist ja oft so, dass man etwas bemerkt – und es einem dann anschließend mehrfach begegnet. natürlich habe ich sie gekauft. schweinebäckchen wären auch noch da… ich muss mal schauen :D

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