1x umrühren bitte aka kochtopf

Warmbacken für den World Bread Day 2013 - Silserli

9. Oktober 2013, 15:34pm

Veröffentlicht von Zorra

Schon gibt es das nächste WBD-Warmbacken Brot- bzw. diesmal Brötchen-Rezept. Wie ihr seht komme ich langsam in Fahrt! In einer Woche ist ja auch schon World Bread Day.

Warmbacken für den World Bread Day 2013 - Silserli

Silserli, so heissen Laugenbrötchen in der Schweiz. Ich bin mir nicht ganz sicher ob sie etwas mit dem Ort Sils im Engadin zu tun haben. So oder so, ich mag sie sehr gerne vor allem mit einer dicken Schicht Butter bestrichen und Schinken oder Salami befüllt. Ein Cornichons passt auch noch gut rein.

Ich habe noch keine echten Natronplätzchen organisiert, daher ist nochmals meine Hausfrauenlauge in Einsatz gekommen. Ich finde die praktisch, da braucht's kein Giftschein, Handschuhe, Schutzbrille oder Chemikerausbildung und Salz und Bicarbonat habe ich immer im Hause. Zudem sind mir die Silserli auch mit dieser einfachen Lauge super gelungen.

Silserli

Silserli

reicht für: 8 Silserli

Die Hausfrauen-Variante mit Natron statt richtiger Lauge, aber trotzdem köstlich.

Zutaten

  • 450 g Mehl
  • 8 g frische Hefe
  • 125 g Milch
  • 125 g Wasser
  • 1 TL Zucker
  • 8 g Salz
  • 20 g weiche Butter

  • Hausfrauen-Lauge
  • 1 Liter Wasser
  • 1 EL Salz
  • 100 g Natronpulver (Natriumbikarbonat)

Zubereitung

  1. Für den Teig alle Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben und zu einem weichen, glatten Teig kneten lassen. Zugedeckt eine Stunde aufgehen lassen, das Volumen sollte sich verdoppeln.
  2. Teig in 8 gleich grosse Stücke teilen und zu leicht länglichen Brötchen formen. Zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.
  3. Backofen auf 220 C aufheizen.
  4. Für die Lauge alles in einer Chromstahlpfanne aufkochen, gut umrühren und Pfanne beiseite stellen. Aufgegangenes Brötchen einzeln mit einer Drahtkelle mit Brötchenoberseite nach unten kurz in die heisse Lauge tauchen, abtropfen. Wieder aufs Blech legen, mit scharfem Messer einschneiden, evtl. grobkörniges Salz darüberstreuen.
  5. 14 Minuten im unteren Drittel des Ofens backen.
  6. Für Glanz noch heiss mit Kaffeerahm bestreichen.
Inspiration: Hausfrauen-Bretzeln

Ein Brötchen geht an Susans Yeastspotting.

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pimpimella 09/10/2013

Hausfrauenlauge.....lach mich kaputt.
Damit mach ich auch immer rum, ich mags! Sehen PERFEKT aus, Deine Semmel!

Susanne 09/10/2013

Fein sehen die aus - vorgemerkt.
Ich hab ja Natronplätzchen....und was für einen Vorrat; werde die Kerlchen also eintunken :-)

ninive 09/10/2013

bei meinem Beruf hab ich natürlich keinerlei Probleme an echte NaOH-Plätzchen zu kommen - deine Färbung ist dir hier recht gut gelungen, für die "Hausfrauen"- Variante.

Petra aka Cascabel 10/10/2013

Ah, solche hab ich vor Jahren auch mal gebacken, allerdings mit "richtiger" Lauge: http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2007/03/silser_brtchen_.html

Mercury 10/10/2013

Es heißt "Hydrogen"carbonat, nicht Bicarbonat. Bi ist stark irreführend und weist sowohl auf das Zahlenwort "zwei" als auch auf Bismut mit dem Elementsymbol "Bi" hin.
Für NaOH braucht man keinen Giftschein (ich habe meinen nie angeholt, aber 2 kg NaOH legal hier) und auch keine Chemikerausbildung, man muss nur das Sicherheitsdatenblatt lesen und befolgen, dann ist man auf alles gefasst :)
Ich habe allerdings nie das Abenteuer "NaOH Plätzchen in der Apotheke kaufen" gemacht, sondern gleich im Netz bestellt. Das soll mitunter ganz witzig sein, NaOH ist nämlich ganz normal frei verkäuflich und die haben gerne mal Schiss, überhaupt etwas raus zurücken und stellen sich dann quer. Aber nicht in allen Apotheken.

Ich hab beide Methoden an meinen Brötchen probiert. Die "gefährlichere" schmeckt besser ;) Aber toll sehen deine Brötchen dennoch aus! Da hätt ich auch gerne wieder welche.