Bei mir wohnt ja schon seit 2006 Sauerteigi im Kühlschrank. In dieser Zeit ist er schon einige Male knapp dem Hungertod entkommen – weil ab und zu vergesse ich ihn zu füttern.
Glücklicherweise nimmt er mir es nicht krumm und lässt sich immer wieder aktivieren.

Getrocknet lebt Sauerteigi länger!

Nun habe ich sicherheitshalber mal eine Portion getrocknet. Dazu habe ich aktiven Sauerteig auf eine Klarsichtfolie geschmiert und trocknen lassen und gleich noch auf Instagram eine Rästelfrage gestellt.

Ratet mal was das ist! #rätsel #riddle

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Es kamen teilweise lustige Antworten. Brotbäcker konnten das Rätsel natürlich ganz einfach lösen.

1-2 Tage trocknen lassen!

Das Trocknen des Sauerteiges geht eigentlich schnell – ein bis zwei Tage. Bei mir hat es wegen hoher Luftfeuchtigkeit, und weil ich den Teig auch nicht ganz so dünn auf die Folie gestrichen habe, drei Tage gedauert. Trocken ist der Sauerteig, wenn man ihn ganz einfach in Stücke brechen kann.

Grundrezept - Sauerteig trocknen

Solche Stücke sind aber nicht so praktisch zum wieder aktivieren, also habe ich die Stücke in der Gewürzmühle meines Chefs fein gemahlen. So lässt sich der Sauerteig bestimmt ein paar Wochen wenn nicht sogar Monate problemlos in einem einem geschlossenen Behälter aufbewahren.

Wie aktiviert man getrockneten Sauerteig?

Die Aktivierung geht ganz einfach. Am Morgen 10 g fein gemahlener Sauerteig mit 20 g Mehl und 20 g Wasser vermischen. Abends sollte das Anstellgut, so nennt man den Sauerteig auch, dann schon etwas gegangen sein, nochmals füttern und zwar mit 75 g Mehl und 75 g Wasser. Am nächsten Morgen sollte er backbereit sein. Man erkennt es am Blubbern, so sollte das ungefähr aussehen, falls er zuwenig blubbert einfach nochmal füttern.

Tipp: Der so getrocknete Sauerteig lässt sich auch gut verschenken!