Als ich Pedros Pan de Muerto zum World Bread Day gesehen habe, wusste ich das ich das Brot für Allerheiligen nachbacken werde. Die Mexikaner feiern Allerheiligen etwas anders als wir. Es ist keine Trauerveranstaltung sondern ein Fest zu Ehren der Toten.

Die Straßen werden mit Blumen geschmückt, skurrile Todessymbole, Skelette und Schädel in den unterschiedlichsten Ausführungen stehen in den Schaufenstern. Konditoreien produzieren kurz vor Allerheiligen die Calaveras de Dulce, Totenschädel aus Zucker oder Schokolade, die die Namen der Toten auf der Stirnseite tragen. Das Pan de Muerto, das Totenbrot ist ein weiteres beliebtes Naschwerk in diesen Tagen. Die Ofrendas, traditionelle Totenaltäre oder Gabentische in den Wohnungen, zum Teil auch auf öffentlichen Plätzen, sind das Zentrum der Feierlichkeiten. Sie sind mit reichlich Speisen und Getränken, Blumen und persönlichen Erinnerungsgegenständen gedeckt. Die Toten sollen sich nach ihrer langen Reise aus dem Totenreich stärken und einige der Gaben wieder mitnehmen. Fotos der Verstorbenen, Kerzen und Weihrauch sollen an gemeinsame Zeiten erinnern.
Auf den Straßen herrscht buntes Treiben. Wohnungen und Friedhöfe werden prachtvoll mit Blumen, Kerzen und bunten Todessymbolen aller Art dekoriert. An den Eingangspforten der Häuser werden Laternen aufgehängt. Die leuchtend orangefarbene, ‘Cempasuchitl’ , eine Tagetesart, wird zusammen mit Ringelblumen als Empfangsteppich und Wegweiser für die Verstorbenen vom Haus bis zum Friedhof ausgelegt, damit diese sicher zum Familienfest finden. Man glaubt, dass Verstorbene die Farben orange und gelb am besten erkennen können.
In der Nacht des Hundes zum ersten November wird die Ankunft der gestorbenen Kinder erwartet, der Angelitos, der kleinen Engel. Nachdem in der Nacht auf den zweiten November die Seelen der verstorbenen Erwachsenen ebenfalls im Haus empfangen wurden, findet anschließend der Abschied von den Verstorbenen auf den Friedhöfen statt. Dort werden mitgebrachte Speisen gegessen, es wird getrunken, musiziert und getanzt. Um Mitternacht ist für die Verstorbenen die Zeit gekommen, wieder ins Jenseits zurückzukehren. Das Fest ist zu Ende, bis die Toten im nächsten Jahr zurückkehren.
(Quelle Wiki)

Also habe ich mich ans Werk gemacht und versucht, Betonung auf versucht, das Brot nachzubacken. Wie man auf den Bildern sehen kann, ist es mir nicht ganz gelungen. Okay ich habe das Rezept auch etwas abgeändert und das Brot zu lange bzw. unbeaufsichtigt backen lassen. So ist es etwas dunkel geraten. Die Zuckermenge im Teig habe ich unter anderem reduziert und das Besteuen mit Zucker ganz weggelassen, da wir schon genug Zucker essen. ;-)

Totenbrot/Pan de Muerto
ergibt 1 Brot – in Klammern findet man meine Aenderungen

Totenbrot

250 g Mehl (+5 EL)
7 EL Zucker (3 EL)
45 g Butter, weich
1/3 Tasse Milch (120 g, dies ist viel zu viel!)
1 Ei (1/2)
1/2 EL Trockenhefe (20 g Frischhefe)
1 TL Orangenblütenessenz
1/2 TL Salz

Alle Zutaten in die Schüssel der Küchemaschine geben und während 10-15 Minuten zu einem weichen Teig kneten lassen. Zugedeckt 60-90 Minuten gehen lassen.

Aus 3/4 des Teiges eine Kugel formen. Restlicher Teig in 8 Teile teilen, 6 davon zu “Knochen” formen, restliche zwei Teile zu einer kleinen Kugel bzw. Totenschädel formen.

Knochen über Kreuz auf die grosse Teigkugel legen, kleine Kugel mittig darauf legen. Mit restlichem Eigelb bepinseln und abgedeckt 60-90 Minuten gehen lassen.

Totenbrot vor dem Backen

Backofen auf 200 C vorheizen. Brot vor dem Backen nochmals mit Eigelb bepinseln. 25 Minuten backen nach 10-15 Minuten mit Alufolie bedecken, damit das Brot nicht zu dunkel wird.

Totenbrot close-up

Brot auf einem Gitter auskühlen lassen. Mit geschmolzener Butter bestreichen und Puder- oder normalem Zucker bestreuen.

Totenbrot Anschnitt

Hier noch ein Video, wie man die Knochen richtig formt. Muchas gracias Ben für den Link.

World Bread Day 2009 - After Hours Party

Falls lieber Halloween gefeiert wird, hier noch ein Rezept für gruslige Finger.