Aus meinem Gelateria-Labor: Vanilleglacé

Vor ein paar Tagen ist leider die arktische Kälte auch hier im tiefesten Andalusien angekommen. Zuvor hatten wir aber noch ein paar schöne warme Tage. Diese Tage habe ich genutzt um das perfekte Vanilleglacé Rezept für meine Gelateria zu finden. Mein erstes Vanilleglacé war gut, aber für meinen Geschmack etwas zu sehr eilastig und auch etwas zwenig cremig. Ich glaube das Erreichen von Cremigkeit ist das schwiergiste beim selbstgemachten Eis.

Ich habe mir mal die Zutatenliste meines gekauften Lieblings-Vanilleeis angeschaut, da sind unter vielem anderen Zusatztstoffen Johanniskernmehl und Guarkernmehl aufgeführt. Johannisbrotkernmehl ist einfach zu beschaffen, da die Bäume hier wachsen und Spanien zu den Hauptproduzenten gehört. Leider ist das Mehl braun, und verfärbt somit das Glacé etwas. Bei der Herboristeria meines Vertrauens habe ich leider kein Guarkernmehl gefunden, dafür Kapseln mit Guar, die sollen bei träger Verdauung helfen. ;-)

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Luft in der Glacémasse auch zur Cremigkeit führt, deshalb habe ich diesmal den Rahm steif geschlagen. Das Resultat hat mich überzeugt, das werde ich jetzt immer so machen. Ansonsten ist das Glacé noch nicht ganz perfekt. Aber ich bin auf dem richtigen Weg. Bei den nächsten Versuchen werde ich einmal 1 Ei weniger verwenden und/oder weniger von der Guarkern-Kaspel nehmen, und natürlich auch richtige Vanille verwenden. Mal schauen wie’s dann wird.

Vanilleglacé

Aus meinem Gelateria-Labor - Vanilleglacé

3 Eigelb
75 g Zucker
250 g Milch
1/2 TL Johnnisbrotkernmehl
1/2 Kapsel Goma de Guar

200 g Rahm, steif geschlagen
2 TL Vanillezucker

Eigelb mit Zucker schaumig rühren. Milch und Johannisbaumkernmehl aufkochen und unter ständigen Rühren zu den Eier giessen. Ueber dem Wasserbad zur Rose abziehen. Dieser Vorgang kann schon ein Weilchen dauern.

Dann Masse über kaltem Wasserbad kalt rühren, dabei Goma de Guar und Vanillezucker zugeben. Fertige Masse im Kühlschrank kühl werden lassen, steif geschlagenen Rahm zugeben und in die Eismaschine füllen und ca. 30 Minuten gefrieren lassen.

Lust auf noch mehr Eis? Schau doch bei der Übersicht mit all meinen Eis-Kreationen vorbei!


7 Gedanken zu „Aus meinem Gelateria-Labor: Vanilleglacé

  1. Hi Zorra! I’m an Italian living in Switzerland, I also took part to your Swiss National day celebration with a recipe! I would like to know if you have the recipe for the swiss Christmas Cookies… there are a lot!!! But I can’t find the ingredients…can you help me? Thanks! Silvia

  2. ok… johannisbrotmehl im eis iiiiiiiiiiii :-( mein tante ist ja immer fleißig am sammeln ende august/anfang sept. und ich mag den geruch von den teilen überhaupt nicht. aber wenns im eis passt ;-) dann würd ich es essen…

  3. REPLY:
    Thanks, Zorra!!! I’m studing german, so I will try to translate them by myself, it’s a good practise! Anyway if I need help I will ask you! Thanks a lot! I will let you know when I will bake them!! Ciao!! Silvia

  4. das sieht geradezu unwiderstehlich aus…Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zur Herstellung Desserts jegliche Art…bei mir wird das meist Schrott, oder sieht schrecklich aus…..meistens beides…Hach…..Soll ich es mal versuchen?

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