Ihr wisst ich liebe Hähnchen. In letzter Zeit habe ich leider immer die gleichen Rezepte aus meinem Geflügel-Rezeptfundus gekocht. Zitronen-Brathähnchen, Pouletschenkel vom Blech oder Poulet mit Nudeln an Zitronenrahmsauce. Das geht natürlich gar nicht bei einem Foodblogger! Höchste Zeit wieder mal Abwechslung in den Hähnchen-Menüplan zu bringen, oder? Genau als ich das dachte, hat die liebe Dorothée von bushcooks kitchen eine Pulled Chicken Stulle mit Kräuter-Senf-Quark gepostet. Diese Stulle hat mich sofort angelacht. Lachen musste ich auch etwas über Dorothées Bemerkung, dass sie solche Gerichte nicht unfallfrei zu sich nehmen kann. Mir geht es nämlich auch so. Gimmefive! Im Gegensatz zu ihr esse ich solche Gerichte aber lieber zu Hause, da sieht mich niemand wie ich damit kämpfe, und ich kann kleckern.

Schlussendlich habe ich mich aber für ein anderes Rezept aus Dorothées Blog entschieden. Es ist das geschmorte Paprikahendl mit Petersilien-Spätzle – welches sie passenderweise für den Blog-Event CV – Typisch Österreich – Typisch Salzburg gekocht hatte – geworden.

Geschmortes Paprikahendl mit Peterli-Chnoepfli

Natürlich habe ich etwas am Rezept geschraubt, wobei eigentlich nicht viel. Bei mir heissen die Petersilien-Spätzle natürlich Peterli-Chnöpfli. Ansonsten habe ich überhaupt kein Bindemittel genommen, das braucht es auch wirklich nicht. Den Kochrahm, habe ich wie im Rezept vermerkt erst nach dem Pürieren zugegeben. Das war in meinem Fall keine gute Idee. Der Rahm hat sich nicht richtig aufgelöst, sieht man an den weissen Punkten in der Sauce. Das nächste Mal, werde ich den Rahm mit der Sauce pürieren. Apropos Sauce, da habe ich viel weniger gemacht. War aber immer noch zuviel. Wobei kann es zuviel Sauce geben?

Geschmortes Paprikahendl mit Peterli-Chnöpfli

Geschmortes Paprikahendl mit Peterli-Chnöpfli

Rezept reicht für: 2 Personen

Dieses geschmorte Paprikahendel gehört zu den Klassikern der österreichischen Wirtshaus-Kultur.

Zutaten

  • 2 Hähnchenkeulen, in Ober- und Unterschenkel geteilt
  • Salz
  • 1/2 EL Butterschmalz
  • 1 Zwiebel, fein geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein geschnitten
  • 1/4 Peperoni, fein geschnitten
  • 1 kleines Rüebli, geschält und klein geschnitten
  • 1 TL Tomatenpürée
  • 1 EL Paprikapulver
  • 1/2 TL schwarze Pfefferkörner, fein gemahlen
  • 1/4 TL Zwiebelpulver
  • 1 Lorbeerblatt
  • 50 ml Weisswein
  • 3 dl selbst gemachte Hühnerbrühe
  • 50 ml Kochrahm
  • Peterli-Chnöpfli

  • 150 g Mehl
  • 2 Eier (M)
  • 30 ml Milch
  • 30 ml Wasser
  • 1 grosse Prise Salz
  • 1 EL Butter
  • frische Petersilie nach Belieben, grob gehackt

Zubereitung

  1. Butter in einem flachen Topf bei hoher Temperatur schmelzen lassen. Hähnchenkeulen salzen und in der geschmolzenen Bratbutter bei mittelhoher Temperatur ringsum gut anbraten. Aus dem Topf nehmen.
  2. Kleingeschnittes Gemüse, also Zwiebleln, Knoblauch, Peperoni, Rübeli gute 10 Minuten bei kleiner Hitze weichdünsten.
  3. Temperatur wieder etwas erhöhen. Tomatenpüree zugeben. Sobald das Tomatenpüree sich am Topfboden festsetzen möchte, mit dem Weisswein ablöschen.
  4. Paprikapulver zugeben und kurz braten dann Hühnerbrühe, restliche Gewürze, Hähnchenkeulen und Lorbeerblatt zugeben und zugedeckt 40 Minuten köcheln lassen.
  5. Hähnchenkeulen und Lorbeerblatt aus dem Topf nehmen. Kochrahm dazugiessen und das Ganze mit einem Pürierstab fein mixen. Hähnchenkeulen zurück in den Topf geben und halb zugedeckt 20 Minuten fertig köcheln lassen.
  6. Für die Chnöpfli Mehl, Eier, Milch, Wasser und Salz in eine Schüssel geben. Alles mit einem Holzlöffel verrühren. Den Teig so lange kräftig schlagen, bis er Blasen wirft. Den Teig zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
  7. Wasser in einem grossen Topf zum Kochen bringen, gut salzen.
  8. Den Teig portionsweise durch die Rückseite der Röstiraffel ins siedende Wasser schaben. Die Chnöpfli sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausheben, gut abtropfen lassen und in eine vorgewärmte ofenfeste Form geben.
  9. Butter und Petersilie sofort unter die heissen Chnöpfli mischen und im Backofen warmhalten bis das Fleisch fertig ist.

Inspiration: bushcooks kitchen

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